The Movielife haben am 22. September diesen Jahres ihr erstes Album nach 14 Jahren unter Rise Records veröffentlicht. Die Jungs aus Long Island haben sich in der Vergangenheit des öfteren getrennt, haben aber immer wieder zusammengefunden. Jetzt sind sie also mit einem neuen Album – Cities In Search Of A Heart – wieder zurück und damit haben sie mir persönlich eine große Freude gemacht.

Mit Ski Mask geht es los, ein absolut gelungener Opener. Da wird nicht erst groß drum herum geklimpert, The Movielife sind direkt zu 100% präsent. Weiter geht es mit Merci Is Asleep At The Wheel und Ghosts In The Photographs und es wird schnell klar, dass The Movielife vielleicht einige Jahre älter geworden sind, ihr Sound hochwertiger und das Plattencover ernsthafter, ihren frischen jugendlichen Charme haben sie über die Jahre allerdings nicht eingebüßt. Das Album ist geprägt von melodischen Gitarrenriffs und poppigen Refrains, stellenweise finden sich aber weiterhin gut platzierte härtere Elemente.

The Movielife - 2017
The Movielife

Der vierte Song – Sister Saint Monica – ist mein absolutes Highlight. Eine ungewöhnliche Songstruktur und ein derberer Sound machen gerade diese Nummer zu etwas Besonderem. Weiter geht es mit Two Pour Glasses – nicht nur der Titel klingt nach sentimentalem Schunkellied. Tatsächlich ist dieser Song ein Weihnachtslied! Ja es klingt ein wenig Fehl am Platz, wenn man bedenkt, dass die Platte im September veröffentlicht wurde. Allerdings werden ja bereits Lebkuchen und Weihnachtsdekorationen verkauft – warum also nicht jetzt schon besinnliche Musik hören?!

Die nächsten vier Nummern schließen an den Sound der ersten Songs an ohne sich jedoch zu sehr zu ähneln. Jeder Track für sich glänzt durch verschiedene einzigartige Elemente, im gesamten harmoniert alles aber ganz wunderbar. Lückenfüller höre ich hier keine, im Gegenteil: die Platte kann genau so wie sie ist durchgehört werden, ohne das einem ein Song auf die Nerven geht. Okay, vielleicht ist es doch noch zu früh für Weihnachtslieder – das ist dann aber auch die Ausnahme.

10 Hearts schließt das Album mit langsam ruhigen E-Gitarren Sounds ab. So einen Song hätte man vor allem bei diesem wuchtigen Opener nicht erwartet, auch sonst passt dieser letzte Track nicht so ganz ins Konzept – aber gut, da kann man schon mal ein Auge zudrücken. Bleibt zu hoffen, dass The Movielife nicht bald wieder eine Trennung ankündigen und wir ein weiteres Jahrzehnt auf eine neue Platte warten müssen.

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