Days at the Dam Cover
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WTF Records

Irgendwo zwischen Saarlouis und Merzig im Saarland sind die vier Jungs zuhause, die sich zu der Formation The Navesink Banks zusammengefunden haben. Sie selbst bezeichnen ihren Stil als Mischung aus Punkrock, Indie und Emo. Bands wie The Menzingers, Jimmy Eat World oder auch Dave Hause nehmen sie selbst als Vergleichsobjekte.

Der Bandname könnte durch den gleichnamigen Gaslight Anthem-Song inspiriert worden sein. Das ist zwar nur geraten meinerseits, aber es wäre irgendwo stilistisch ja auch nicht abwegig. Wurscht. Ist ja auch nicht wichtig. Nachdem sie 2020 ihre erste EP Farewell Youth veröffentlicht hatten, gab es auch einige Auftritte und ein klein wenig mehr Aufmerksamkeit.

Wenn ich aber die neue EP Days at the Dam mit dem Debüt vergleiche, dann haben wir hier zwei durchaus unterschiedlich geartete Machwerke in der Hand. Das erste Machwerk war in meinen Ohren noch etwas punkiger. So haben wir es nun mit einer durchaus emotionaler gearteten Scheibe zu tun. Klar, dass das ganze den Punkrock als Ursprung hat, kann man immer noch klar erkennen, aber dennoch ist es anders. Irgendwie etwas rockiger und sauberer, aber keineswegs schlechter. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.

Die EP startet mit Detours, welches auch ein offizielles Video bekommen hat. Der rockige Song mit leichter Punknote geht toll ins Ohr und hat was von nem Soundtrack für nen Roadtrip. Klar ist das hier nicht die unfassbare Genre-Neuschöpfung, aber definitiv ist das gut anzuhören.

The Navesink Banks
The Navesink Banks

Der zweite Song These Nights hat ebenfalls eine gute Melodie zu Grunde und kommt recht poppig daher. Ich merke immer mehr, dass der Menzingers-Vergleich alles andere als hinkt. Zum Abschluß der fünf Tracks gibt es mit Blueprints einen klassischen Emo-Punk-Song würde ich sagen. Musikalisch geht das Lied voll in das genre und überzeugt mich zu 100 Prozent.

Was The Navesink Banks auf jeden Fall auszeichnet ist mehr als solides Songwriting. Eine gute Produktion, sauber klingende Instrumente und eine Stimme, weder zu rau, noch zu soft machen das Ganze zu einem tollen Sound.

„I scream it from the balkonys“, eine wirklich gelungene EP, die mir da ins Haus geschneit ist und die es, für meinen Teil leider nicht physisch zu erwerben gibt. Na vielleicht gibt es ja mal ein ganzes Album auf CD oder Vinyl (darf mir ungefragt zugeschickt werden, haha). Ich wäre einverstanden.

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