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Ja, ich bin mal wieder ein bisschen hintendran. Aber was soll man machen, Arbeit, Leben, Zukunft fressen nun mal ein wenig mein Zeitkontingent auf. Deswegen gibts jetzt n Throwback-Saturday und zwar zurück zum 8. Oktober diesen Jahres, an dem ich mich ausnahmsweise mal nach St. Wendel aufmachen durfte. Denn dort (und in Umgebung) bookt seit einiger zeit Small Kaff Records Shows. So klein ist St. Wendel eigentlich nicht, war ja schließlich auch jahrelang mit dem Szeneladen von Tante Guerilla ausgestattet, der jedoch dieses Jahr schloss. Egal, JJ’s Pub ist in St. Wendel ein bekannter Treffpunkt, eigentlich natürlich eher für solche Akustikabende, wo die Band eh keiner beachtet. Das war heute anders, zumindest im vorderen Teil. Als ich gegen 21 Uhr den Laden betrat, war er sehr gut gefüllt und direkt fand ich ein paar bekannte Gesichter. Schön, denn die Veranstaltung stand zunächst unter keinem guten Stern. Eigentlich sollte nämlich Ash Lewis auch auftreten, der Bassist von We Bless This Mess, der auch ein paar Solosachen mitgebracht hätte. Doch der musste leider in UK verweilen und sagte die Tour ab.

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Mit Polarized konnte jedoch ein veritabler Ersatz gefunden werden. Der junge Mann aus Eppelborn ist zwar noch relativ unbekannt, konnte an diesem Abend aber durch seine gefühlvollen Songs überzeugen. Er hatte Schlagzeug-Begleitung dabei und rief für einen Song auch eine Duettpartnerin auf die Bühne. Etwas befremdlich war zunächst der Echo-Effekt, den er auf seine Stimme legte, doch nach kurzer Zeit hatte man sich daran gewöhnt. Statt eigenen Platten (er arbeitet derzeit an einer EP glaube ich) brachte er Depressions-Awareness-Flyer mit. Seit Oktober gibts auch ein nettes Video mit Bandbesetzung, das ich euch jetzt einfach mal anhänge.

Danach wars Zeit für We Bless This Mess, wohl bemerkt nicht in Bandbesetzung, sondern ausschließlich vertreten durch Sänger und Akustikgitarrist Nelson Graf Reis. Dieser hatte einen ganzen Potpourri voller fantastischer Songs mitgebracht und führte selbstbewusst durch ein angenehmes anderthalbstündiges Programm. Er sprach so ein bisschen aus dem Nähkästchen und hatte sichtlich viel Freude. Eine Setlist gabs tatsächlich nicht. Er nahm sich einen der beiden Tonträger und spielte, worauf er gerade Lust hatte. Toll! Er war konstant dabei, gute Laune zu verbreiten und präsentierte sich als positiver Musiker, dem die dunklen Seiten zwar nicht fremd sind, der aber vor allem Mut schaffen will. Die eigenen Songs wurden um ein fantastisches Cover von H2Os Klassikers What Happend? ergänzt. In der Akustikversion auch wirklich schön. Nach dem Auftritt gabs noch ein paar Bilder von dem Tattoo-Künstler zu erwerben. Ich glaube, er musste danach für die weiteren Gigs ein paar neue malen.

Wunderbare Show an einem Dienstag! Einem Dienstag!

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