Hardcore hat weit mehr zu bieten als bekannte Szene-Größen wie Agnostic Front, Comeback Kid oder Madball. Hier eine weitere Ausgabe unserer Rubrik “Neue Hardcore Bands”.

Weight auf dem Can't Keep Us Down Fest 2020 (Photo by Michelle Olaya) (2)
Weight auf dem Can’t Keep Us Down Fest 2020 (Photo by Michelle Olaya)

Nachdem seit der letzten Ausgabe doch etwas Zeit vergangen ist, hier die erste Liste im Jahr 2020 mit zehn “Neuen Hardcore Bands”, die ihr auschecken solltet.

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1Soul Provider (Hardcore – New York, USA)

Für mich eins der besten Demos der letzten fünf Jahre haben Ende 2019 Soul Provider aus und um New York vorgelegt. Soul Provider setzt sich aus Mitgliedern von Bands wie Hangman, Rain Of Salvation, Typecaste, SeeYouSpaceCowboy und Adrenaline zusammen und fährt bei den fünf Songs ordentlich einen auf. Hat so ein wenig etwas von Incendiary. Die Band hat bislang, zumindest soweit ich mitbekommen habe, noch keine Shows gespielt – ich hoffe stark, dass es sich hier nicht nur um eine Studioband handelt, sondern 2020 mehr von Soul Provider zu hören ist.

2Change (Straight Edge – Kanada, USA)

Change ist eine frischgegründete Straight Edge-Band aus Kanada und USA, die sich aus Mitgliedern von Betrayed, The First Step, Union Of Faith, Keep It Clear und Odd Man Out zusammensetzt. Im Februar war die Band erstmalig bei uns in Europa auf Tour, bei der Change unter anderem bei einigen Shows für No Warning eröffneten. Im Frühling soll dann auch das Debütalbum der Band mit 13 Songs erscheinen, das den Namen Closer Still tragen und über Refuse Records (Europa) und React! Records (USA) herausgebracht wird.

FFO: Mindest, Turning Point, Floorpunch

3Blade Of Rust (Metallic Hardcore – Thüringen, GER)

Blade Of Rust haben Ende 2019 vier Songs auf einem Demo veröffentlicht, die 2020 über Lower Class Kids Records auch als Tape erschienen sind. Dort präsentieren die Thüringer metallischen Hardcore mit Blastbeats und düsteren Riffs. Also top Soundtrack, um ordentlich abzumoshen – ich bin mir sicher, dass man von dem Quartett in den kommenden Monaten noch einiges hören wird!

4Weight (Hardcore – Norwegen)

Weight ist eine 2019 gegründete Band aus Oslo, die im vergangenen Oktober drei Songs über The Essence veröffentlichte. Wenn ihr auf Hardcore im Stile von Bands wie True Blue, The Icemen oder auch Cro-Mags steht, werdet ihr Weight lieben. Ich bin jedenfalls super gespannt auf weiteres Material der Band und hoffe, dass Weight es in diesem Jahr auch mal zu uns auf Tour schaffen. Groovt ohne Ende!

  • FFO: Cro-Mags, The Icemen, True Blue
  • Bandcamp

5Denim (Oi! / Hardcore-Punk, Österreich)

Wer es roh und ungeschliffen mag, wird Denim lieben! Die Wiener legten erst kürzlich ihr drei Song starkes Demo Ski Mask Justice vor, das über Fuck The Mainstream We Are The Mainstream Records auch auf 50 Stück limitiertem Tape erschienen ist. Irgendwo zwischen Oi! und Hardcore rumpeln Denim dort ordentlich einen Weg und wüsste man es nicht besser, könnte man fast meinen, dass das Tape irgendwann in den 80ern bei Don Fury in New York aufgenommen wird. Raw and dirty!

6Subliminal Excess (Hardcore-Punk – Illinois, USA)

Subliminal Excess ist eine frisch gegründete Hardcore-Punk-Band aus Chicago, die erst Anfang des Jahres ihr fünf Song starkes Demo über 11 PM Records veröffentlichten. Beim Hören fühlt man sich in einer Zeitmaschine in die Achtziger zurückversetzt. Die Produktion passt wie die Faust aufs Auge zum rougher Sound der Band. Hier ein wenig Chaos UK, dort etwas Rudimentary Peni, verfeinert mit Agent Orange und man bekommt Subliminal Excess. Stark!

7The Annihilated (Hardcore-Punk – UK)

Das Jahrzehnt wurde mit dieser Demo ordentlich eingeläutet. The Annihilated mischen UK82 ala Chaos UK, Disorder oder The Varukers mit 80er US-Hardcore-Punk – also komplett back to the roots! Hardcore-Punk-Attacke aus London: Powerakkorde können doch so schön sein!

8Sunami (Beatdown-Hardcore – Kalifornien, USA)

Aus San Jose / Santa Cruz sprießt aktuell ein neuer Hochkaräter nach dem nächsten. Drain, Gulch, Hands Of God oder eben auch Sunami. Sunami spielen Beatdown-angehauchten Hardcore irgendwo zwischen 90er NYHC-Bands wie Bulldoze, Everybody Gets Hurt und 25 Ta Life. Im Sommer 2019 veröffentlichte die Band unter dem Titel Demonstration ihre ersten drei Songs, mit denen sich Sunami auch über Kalifornien hinaus einen Namen machen konnten.

  • FFO: Irate, 25 Ta Life, Billy Club Sandwitch
  • Bandcamp

9Multiple Missiles (Hardcore-Punk – Gotha, GER)

Multiple Missiles ist eine junge Band aus Gotha und Leipzig, welche 2018 ihre erste EP The Minority Strikes Back veröffentlicht hat und bereits an einem neuen Album arbeit. Darauf erkennt man die verschiedenen Einflüsse der Band: Punk, Hardcore und Metal. Das ist eigentlich auch kein Wunder, denn die Mitglieder haben bereits vorher die unterschiedlichsten Genres gespielt. Musikalisch gibt’s hier jedenfalls ordentlich auf die Zwölf. Aber hört am besten selber mal rein!

10Point Of Contact (Metallic Hardcore – Florida, USA)

Florida Hardcore is on the rise! Point Of Contact ist eine weitere recht neue Band aus dem Sonnenstaat an der amerikanischen Ostküste. Nach einem ersten Demo im Mai 2018, folgte im Dezember gleichen Jahres ein Promo zu ihrer ersten EP Commitment, die im Sommer vergangenen Jahres über Plead Your Case Records erschienen ist. Leicht Metal-angehauchter, unverblümter Hardcore, der sich lyrisch, wie das Cover von Commitment bereits vermuten lässt, viel mit Themen aus den Bereich Straight Edge auseinandersetzt.

  • FFO: Eearth Crisis, Indecision, Three Knee Deep
  • Bandcamp

11Spotfiy-Playlist zu „Neue Hardcore Bands“

Hier die Spotify-Playlist zur aktuellen Ausgabe:

Leider sind nicht alle Bands bei Spotify, weshalb jeweils die Bandcamp-Seiten verlinkt wurden. Folgt der Playlist gerne – wir werden sie künftig mit jeder neuen Ausgabe aktuell halten!

Vielen Dank an Michelle Olaya von XMDMXHCX Photos für die beiden Bilder, die jeweils auf Can’t Keep Us Down Fest 2020 in Barcelona geknipst wurden. Folgt Michelle auf Instagram!

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Wie immer freuen wir uns über euer Feedback und weitere Bands, die ihr in der Liste vermisst und eure Meinung nach in Ausgabe 14 auftauchen sollten. Hinterlasst uns also gerne einen Kommentar.

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