Henrik von Indecent Behavior plappert gerne, so ganz ohne Punkt und Komma. Noch lieber steht er, passenderweise als Sänger, mit seiner Band auf der Bühne. Mit viel Elan und Herzblut bucht der gute die Band durch ganz Deutschland. Einige Highlights wird die Band 2018 sicher noch erleben.

Aber lassen wir den Jungen machen was er am besten kann: aus dem Nähtäschen plaudern! Die zehn Lieblingsplatten von Henrik:

1Rogers – Augen Auf

Das neueste Album der Rogers… Als ich die Jungs vor ein paar Jahren kennen lernen durfte und mir ihr Name noch völlig unbekannt war, hätte ich nicht gedacht, dass tatsächlich eines Tages eine meiner Lieblingsbands draus wird. Ab dem ersten Ton damals auf der Bühne war ich direkt fasziniert von ihrem Sound. Das neue Album „Augen Auf“ trifft genau meinen Geschmack. Verzerrte Gitarren, geile Melodien, dazu groovige Rythmen an den Drums und treffende Aussagen – genau so muss ein gutes Album sein! Am Ende dann noch ein ruhigerer Song, der sehr sehr persönlich klingt und unter die Haut geht. Durchweg ein super gutes Album!

2Pascow – Diene Der Party

Wir bleiben deutsch-sprachig. Mein nächster Favorit kommt von Pascow mit P aus Gimbweiler mit G! Das erste mal hab ich diese Band mit 13 als Support-Act auf meinem aller ersten Konzert gesehen. Damals fand ich sie schon ziemlich cool, hab sie dann aber leider etwas aus den Augen verloren. Doch als ich dann in meiner Lieblings-Kneipe in Saarbrücken das erste mal „Im Raumanzug“ gehört habe, musste ich mir einfach sofort die Platte kaufen!

Darauf 15 Songs in einem Stil, wie ich ihn lange einfach nicht mehr gehört habe. Ehrliche Texte, ein angepisst klingender Alex – ich hab den Jungs einfach alles sofort abgekauft und mich in den Sound verliebt! Diene der Party – ganz vorne mit dabei!

3NOFX – Wolves in Wolves‘ Clothing

Ein Weihnachtsgeschenk von meinem Bruder (Danke Martin ;)) als ich noch ganz klein war! Mit diesem Album habe ich die amerikanische Punk-Band rund um Fat Mike kennen und lieben gelernt! „Seeing Double at The Triple Rock“ hat’s ganz nach oben auf meiner Lieblingslied-Liste geschafft! Ich denke sowas nennt man dann „Musikalische Früherziehung mit Erfolg“ *haha*. Definitiv eine der Bands, die unseren Musikstil und die Art, wie ich Musik schreibe, sehr stark beeinflusst hat. Gerade auch zu der Zeit, in der wir alle angefangen haben, uns täglich mit dem Skateboard auf die Schnauze zu legen, lief dieses Album hoch und runter!
By the way… Dieses Backdrop als ich NOFX zum ersten mal live gesehen habe: der Wahnsinn!

4Sum 41 – Underclass Hero

Wo wir gerade dabei sind! Sommer, 30 Grad, Skaten mit meinen Jungs, danach an den See… Und dann dieses Album von Sum 41. Fast kein anderes Album zaubert mir sofort ein Lächeln ins Gesicht. Wenn ich einen der 14 Songs heute höre, bin ich sofort wieder der kleine, 13-jährige Junge auf dem Weg in den Skatepark. Leider habe ich auch diese Band später etwas aus den Augen verloren, aber dieses Album bleibt definitiv für immer in meinen Top 10!

5Broilers – Santa Muerte

Wir ändern wieder die Sprache und kommen zu den Düsseldorfer Jungs und Mädels von den Broilers. Musik, die einfach auf Konventionen geschissen hat. Songs wie „Tanzt du noch ein mal mit mir“, „Wie weit wir gehen“…. Alles wird lautstark mitgegröhlt, wenn die Chance dazu besteht. Punkrock mit Klavier und Bläsern – einfach herrlich! „Ganz egal, ob ich Blut schwitz, bittere Tränen wein‘. Alles erträglich. Es muss nur immer Musik da sein!“ Der Refrain von 33 RPM spricht mir aus der Seele. Leider können die späteren Alben meiner Meinung nach dieser Platte nicht mehr im Ansatz das Wasser reichen, aber live: immer wieder!

6Rancid – …And Out Come The Wolves

Rancid ist ebenfalls seit ich klein bin eine meiner absoluten Lieblinge! Allen voran: …And Out Come The Wolves! Songs wie „Roots Radicals“, „Time Bomb“, „Ruby Soho“ oder „Old Friend“ laufen nicht nur heute noch andauernd in meiner Bude, sie werden auch regelmäßig über die Akustik-Gitarre geballert! Songs, die auf keiner unserer Parties fehlen. Leider hatte ich bei dieser Band aber noch nie das Glück, sie einmal live bewundern zu können. Sie stehen jedoch auf meiner Liste ganz oben! Das Shirt zum Album müsste auch noch irgendwo rumfliegen…

7Stick To Your Guns – Diamond

Neben überwiegend Punkrock wird es jetzt kurz etwas härter. „This is my life and this life is my diamond!“ Selten habe ich ein Album so oft gehört wie dieses. Selten habe ich eine Band so oft live gesehen wie Stick To Your Guns. Selten habe ich auf Konzerten diese Atmosphäre gespürt. Stick To Your Guns ist und bleibt eine verdammt gute Band! Fette Aussagen, treibende Musik! „Diamond“, „Against Them All“ und dann… MY ONLY ENEMY IS ME! Bamm! Voll auf die zwölf! Ein Song besser als der andere! Beim ersten Durchhören ist die Dauerschleife vorprogrammiert!

8Ignite – Our Darkest Days

Als ich die Nachricht bekommen habe: „Ihr spielt den Support für Ignite!“ (Danke Dustin :)) bin ich sofort an die Decke gegangen. Meine Jugendidole hautnah.
„Our Darkest Days“ ist dabei eines DER Alben! Perfekter Gesang, schnelle Beats, verzerrte Gitarren… von vorne bis hinten: Grandios!
„Live For Better Days“ ist dabei der Song schlechthin in unserem Freundeskreis. Egal wo wir Musik hören oder machen, wenn dieser Song läuft, liegt man sich in den Armen und singt mit!

9Billy Talent – II

Das zweite Album der Kanadier startet direkt schon super gut! Als dieses Album rauskam war ich ganze 12 Jahre! Jeder einzelne Song hat mich voll und ganz gepackt! Bis heute immer noch eines meiner absoluten Lieblingsalben. Was mich besonders begeistert ist der krasse Unterschied zu den typischen 4-Chord Songs und doch schafft es diese Band, mit den unterschiedlichsten Mitteln, immer wieder einen Ohrwurm nach dem Nächsten zu schreiben, der einfach nicht mehr aus dem Kopf geht. Letztes Jahr hab ich es dann sogar endlich mal auf ein Konzert geschafft und ich muss sagen… Hut ab! Alles auf den Punkt, geile Stimmung, gute Show – was will man mehr! Dieses Album hat meinen Musikgeschmack stark geprägt!

10The Gaslight Anthem – Get Hurt

Zum krönenden Abschluss gibt es noch ein etwas anderes Album. Mit „Get Hurt“ haben die Amerikaner von „The Gaslight Anthem“ ihre gemeinsame Karriere auf Eis gelegt. Das Album ist sehr langsam, sehr melancholisch. Oft sphärische Klänge – ein absolutes Brett! Musik, die direkt unter die Haut geht und dort bleibt. Wenn die Stimme von Brian einsetzt lässt man alles stehen und liegen und hört einfach nur zu.
„Get Hurt“ besteht ausschließlich aus grandiosen Songs! 3 Mal hatte ich das Glück, die Band vor Bekanntgabe der Auflösung live sehen zu dürfen und es war jedes mal Gänsehaut pur! Es mag die Band so zwar nicht mehr geben, aber dieses Album wird auf ewig aus meinen Boxen klingen!

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