AKANI mit Mitgliedern aus Merauder, The Haunted oder Entombed AD weckten im Jahr 2013 erstmalig mit der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP „Sankt Muerte“ Aufmerksamkeit. Im Juli 2016 veröffentlicht die Band aus Schweden & USA nun ihr Debütalbum „Through My Darkest Infernal“ auf Demons Run Amok Entertainment. Wir konnten Akani Schlagzeuger Anders Löwgren ein paar Fragen zum neuen Album und der Band stellen.

Interview mit AKANI zum neuen Album „Through My Darkest Infernal“

Die Wahrheit ist, dass wir gar nicht proben! Alle Mitglieder von AKANI sind noch nicht einmal im selben Raum gewesen.

AFL: Hey Anders wie geht? Ihr werdet im Juli 2016 euer Debütalbum „Through My Darkest Infernal“ veröffentlichen. Wie zufrieden seid ihr selbst mit der Platte und wie unterscheidet sich das Album deiner Meinung nach von eurem letzten Release?

AL: Hey, alles bestens! Wir sind super aufgeregt, dass das Album endlich rauskommt. An der Veröffentlichung des Albums haben alle aus der Band mitgewirkt. Jeder hat seine Ideen einfließen lassen! Die Arbeiten an „Through My Darkest Infernal“ waren sehr hart, aber ich denke trotzdem, dass der ganze Aufnahmeprozess trotz der enormen Distanz zwischen den Bandmitgliedern relativ glatt von der Bühne ging. Wir haben den Großteil der Songs  innerhalb von wenigen Wochen geschrieben. Zu dieser Zeit waren wir alle in einer Art dunklen, schweren und emotionalen Zustand und wir hatten das Gefühl, dass AKANI dafür ein gutes Ventil war und wir uns mit der Band so auch am besten selbst ausdrücken konnten.

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Der Sound hat sich zu unserer ersten EP nicht wirklich verändert. Wir hatten anfangs eine klare Vorstellung darüber wie wir klingen wollen. Es gibt jetzt aber auch keine Regeln, welche Art von Riffs und Parts jetzt richtig oder falsch sind. Wir sind alle große Fans von Musik und hören viele verschiedene Genres, die wir auf unterschiedliche Art und Weise in AKANI einfließen lassen wollen. Das Ergebnis sind 14 Songs, die von langsamen doomigen Tracks mit offen Riffs bis hin zu trashigen Songs mit harten Breakdowns daherkommen. Das alles zusammen mit Jorge Vocals ist meiner Meinung nach dann der perfekte Soundtrack!

AFL: Wie würdet ihr euren Sound selbst beschreiben und welche drei Worte passen deiner Meinung nach am besten zu AKANI?

AL: Der Sound ist definitiv eine Mischung aus Heavy Metal und „bonecrushing“ Hardcore! Im Sound sind auf alle Fälle Ähnlichkeiten zu unseren vorherigen bzw. anderen Bands vorhanden. AKANI in drei Worten beschreiben würde ich vielleicht mit Tribal, spiritual und HEAVY!

AFL: Was sind den euren wichtigsten Einflüsse auf an „Through My Darkest Infernal“?

AL: Ich denke unsere wichtigsten Einflüsse für dieses Album stammen von uns selbst bzw. von uns gegen- und untereinander. Wir haben in letzter Zeit alle (aus der Band) so einiges an emotionaler Ballast herumgeschleppt und lassen die Dämonen, die wir die ganze Zeit im Kopf hatten, nun auf „Through My Darkest Infernal“ freien Lauf. Es klingt vielleicht jetzt ein wenig albern, aber es ist so, wenn ich auf den gesamten Songwriting- und Aufnahmeprozess zurückblicke. Was mich jetzt betrifft, kommen die Ideen für neue Songs nicht täglich, sondern es kann Monate dauern bis das was ich wirklich fühle als Idee für einen Song in Betracht ziehe. Es gibt Phasen, da sprühen die Ideen einfach so aus mir raus und es gibt Zeiten da kommen gar keine Ideen für neue Songs zustande! Als ich die Songs für „Through My Darkest Infernal“ schrieb, war genau die richtige Zeit. Dort schrieb ich 9 Songs in gerade einmal 7 Tagen. Es ist wie wenn du durch das Fegefeuer gehst und du erst wieder klar in der Birne bist, wenn du auf der anderen Seite wieder rauskommst, verstehst du? Die anderen Jungs aus der Band ging es da auf jeden Fall genauso wir mir. Es fühlte sich auf gewisse Art und Weise ein wenig an wie eine Gruppentherapie.

Review zum neuen AKANI Album „Through My Darkest Infernal“

Akani – Through My Darkest Infernal ::: Review (2016)

AFL: Eure Texte sind oft sehr sozialkritisch. Wie wichtig ist euch die Message in eurer Musik? Welche Themen behandeln ihr auf „Through My Darkest Infernal“?

AL: Jorge ist ein Mann mit viel Verstand. Er ist sehr spirituell und sucht in seinen Songs immer nach der „Wahrheit“ oder seinen Wurzeln. Da gibt es einige aggressive Songs, die steil nach vorne gehen und einige andere, die eher einen politischen Ton haben. Hardcore Musik war für uns schon immer ein Ventil, um seinen Emotionen und Aggressionen freien Lauf zu lassen. Da spielen die Texte in den Songs natürlich eine wichtige Rolle. Meine Lieblingstexte auf dem Album sind die Wörter die Jorge für die Songs „New World“ und „Temple Of Lies“ geschrieben hat. Die geben meiner Meinung nach ziemlich den aktuellen Zustand der Welt wieder. Eine Welt in der wir unsere Natur verschmutzen und uns gegenseitig im Namen von Gier und Religionen töten.

AFL: „Through My Darkest Infernal“ wird auf Demons Run Amok Entertainment veröffentlicht. Wie kam der Kontakt zwischen euch und dem deutschen Label?

AL: Ich kannte Marcel von Demons Run Amok von meiner anderen Band Dead Reprise, da er unsere LP „Dystopia“ veröffentlicht hat. Ich mag sein Engagement und auch seine lässige & geradlinige Art. Er lebt Hardcore – wir teilen also die selbe Leidenschaft für Musik und DIY-Ethik. Er hat ja auch unsere erste EP veröffentlicht, die ziemlich schnell ausverkauft war. Es war für uns sofort klar und es gab für uns keine Zweifel, dass wir auch mit dem Album bei Demons Run Amok weitermachen wollen!

AFL: Ihr habt zu dem Song „I Won’t Run“ euer erstes Video aus „Through My Darkest Infernal“ veröffentlicht. Warum habt ihr genau den Song dafür auserwählt und worüber handelt das Lied ist & das Video?

AL: Das ist der einzige Song, den Daniel Cederborg (neuer AKANI Gitarrist) geschrieben hat und wir sind alle der Meinung, dass es einer der stärksten Tracks des Albums ist. Ohne Zweifel! Daniel ist ein großer Songwriter, aber er stieg erst in AKANI ein und kam so leider etwas zu spät zum ganzen Songwriting-Prozess dazu. Ich freue mich schon auf mehr Riffs von ihn auf der nächsten AKANI Platte! „I Won’t Run“ fasst den Sound unserer Band perfekt zusammen. Der Track ist sehr heavy, aber gleichzeitig auch ziemlich einprägsam. Wir waren alle wie weggeblasen als Jorge zu dem Song seinen Gesang drüberlegte und es übertraf als unsere Erwartungen!

Ich bin allgemein sehr stolz auf alles Jorge und was er auf dem neuen Album fabriziert hat. Er hatte ziemlich turbulente Monate hinter sich und hat auf „Through My Darkest Infernal“ seinen ganzen Druck rausgesungen. Er hat sich immer wieder selbst gepusht und versucht auf dem Album neue Wege zu gehen. Es ist erstaunlich was dabei herausgekommen ist. Es ist für mich eine Ehre, dass ich mit Jorge zusammen bei AKANI Musik machen darf. Ich bin mit Merauder aufgewachsen und hab mir das „Master Killer“ Artwork noch bevor ich Jorge kennenlernte auf meinen Arm tätowiert. Das Video ist sehr DIY und wurde auf meinem Iphone auf verschiedenen Orten aufgenommen.

AFL: Abgesehen von eurer Musik bin ich ein großer Fan von dem Cover-Artwork. Wer ist dafür verantwortlich und wer kam auf die Idee für das Artwork?

AL: Vielen Dank! Ich fand schon immer, dass der visuelle Aspekt einer Band wichtig ist. Da lagen wir schon auf unserer ersten EP „Sankt Muerte“ viel Wert darauf. Ich habe Kontakt mit einem Typ namens Adi Kalinga aus Indonesien aufgenommen. Ich habe Adi auf einer Website für Kunst kennengelernt und er hat zuvor Shirt-Design für einige bekannte Metal-Bands gemacht. Ich mag seinen Stil wirklich sehr und ich fand, dass sein Stil perfekt zu unserer Musik passt. Er hat dann begonnen unser Album-Cover zu entwerfen. Leider bekam er während der Arbeiten ziemlich schwere Depressionen.

Akani neues Album 2016Wir wollten ihn natürlich nicht drängen, hatten aber gleichzeitig ein wenig Zeitdruck wegen des Releases. Mein guter alter Freund Marc Strömberg beendete dann Adi‘s Arbeit. Die CD ist voll in Farbe und das Vinyl ist in schwarz/rot! Ich finde es sieht wirklich toll aus! Marc ist ein großer Künstler, der auch in einigen Bands wie beispielsweise First Blood gespielt hat.

AFL: Eure Band kommt aus Brooklyn (USA) und Göteborg (Schweden). Dazwischen liegt schon eine enorme Strecke! Wie managet ihr die Band? Wo und wie oft probt ihr?

AL: Die Wahrheit ist, dass wir gar nicht proben! Alle Mitglieder von AKANI sind noch nicht einmal im selben Raum gewesen. Wir sind durch die Musik Freunde geworden und haben uns innerhalb der vergangenen Jahre nach und nach kennengelernt. Die Band arbeitet hauptsächlich über das Internet. Unser Plan ist es natürlich irgendwann einmal live zusammenzuspielen. Sobald die Zeit dafür gekommen ist. Wir machen uns da selbst kein Stress, aber wir freuen uns auf jeden Fall darauf!

AFL: Was sind den eure derzeitigen Lieblingsbands und -platten? Habt ihr ein Geheimtipp aus eurer Heimat?

AL: Du wärst sicher überrascht, wenn du unsere Musik-Sammlungen sehen würdest! Wir mögen wirklich eine ganze Menge verschiedene Art von Musik. Ich persönlich höre momentan das neue Beconce Album „Lemonade“. Wir mögen außerdem alle das neue Slayer Album! Einer der wenigen „neuen“ Hardcore Bands die ich wirklich sehr feier sind Harm’s Way aus Chicago.

AFL: Welche Pläne stehen demnächst für AKANI so auf dem Programm? Ist vielleicht eine Europatour in Planung?

AL: Momentan warten wir nur darauf, dass das neue Album herauskommt. Ansonsten sind wir mit den normalen Dingen des Lebens beschäftigt. Wir arbeiten, kümmern uns um die Familie. Jorge hat gerade noch relativ mit MERAUDER für ihre Abschiedstournee zu tun. Wenn ihr die Möglichkeit habt schaut euch die Band noch ein letztes Mal an! Wir werden mit AKANI auf jeden Fall mehr neue Musik schreiben und wir hoffen auch, dass wir eines Tages einmal live auftreten werden. Wie ich schon sagte, wenn die Zeit reif ist. Wir haben da kein Druck. Vielleicht im Herbst! Wir wollen in nächste Zeit außerdem auch ein neues Video drehen

AFL: Wenn du eine Band auswählen könntest mit der ihr auf Tour gehen könntet, welche Band würdest du wählen und wo würdet ihr Tour spielen?

AL: Slayer, Hatebreed, Sepultura, All Out War, Earth Crisis und AKANI auf Welttournee. Das wäre ein richtig fettes Paket sein.

AFL: Vielen Dank für das Interview. Hast du noch irgendwelche Abschlussworte?

AL: Vielen Dank für deine Zeit und dein Interesse an uns. Wenn ihr Interesse an unsere Band habt könnt ihr uns auf Facebook (facebook.com/AKANIofficial) oder unsere Website (www.AKANIband.com) folgen. Holt euch unser neues Album und ein wenig Merch! Love and Respect! Peace!

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