Im August 2016 veröffentlichten Bent Life nach drei EPs ihr Debütalbum Never Asked For Heaven auf den renomierten Label Bridge Nine Records. Wir konnten den Jungs ein paar Fragen zur neuen Platte und zur Band selbst stellen.

„Wenn Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wird, müsst ihr wissen, dass wir nichts damit zu tun haben!“

Interview mit Bent Life

Bent Life - Hardcore Band
Bent Life haben vor kurzem ihr Debüt auf Bridge Nine veröffentlicht.

AFL: Hey Jungs, alles klar? Ihr habt am 5. August 2016 euer neues Album NEVER ASKED FOR HEAVEN auf Bridge Nine Records veröffentlicht. Wie zufrieden seid ihr mit dem Ergebnis und wie unterscheidet sich das Album zu euren vorherigen Veröffentlichungen

Bent Life - Never Asked For HeavanTL: Hey Simon, ich bin ziemlich aufgeheizt, da bei uns gerade ständige 32 bis 37 Grad sind. Kaum auszuhalten! Ich hoffe bei dir ist nicht so eine miserable Hitze! Wir sind extrem zufrieden mit unserem neuen Album. Ich weiß es sagt quasi jede Band, dass sie hart an ihrer neuen Veröffentlichung gearbeitet hat, aber wir haben für NEVER ASKED FOR HEAVEN Beziehungen, unsere Gesundheit und unseren Verstand geopfert. Ich hoffe also, dass es das wert war! Ich denke, die Menschen werden in einer positiven Art vom Album überrascht sein. Es ist zu unseren vorherigen Veröffentlichungen komplett losgelöst. Wir schrieben, dass Album von der Perspektive, dass es sowohl auf deiner Party im Keller oder auch in einer großen Location fett klingen wird.

AFL: Gibt es zu dem Albumtitel und Albumcover eine besondere Bedeutung?

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TL: Der Albumtitel stammt aus den Lyrics von dem ersten Song auf NEVER ASKED FOR HEAVEN, der den Titel Lock hat. BENT LIFE war schon immer eine Band, die ihr eigenes Ding gemacht hat. Wir haben keine Ärsche geküsst, um irgendwie weiterzukommen, uns irgendwie anzupassen oder so cooler als jemand anderes zu sein. Wir wollen einfach nur Hardcore Musik spielen und eine gute Zeit haben. Wir wollten mit NEVER ASKED FOR HEAVEN etwas Anderes, über die Grenze hinaus, machen. So machte der Albumtitel für uns auch Sinn. Dasselbe gilt für das Cover. Wir wollen etwas, dass es davor noch nicht gab. Etwas zweideutig, dass auffällt und zum Denken anstiftet. Uns halfen ein paar Freunde bei dem Artwork und den dazugehörigen Fotografien und wir finden es super gelungen!

AFL: Das Album wurde von Terror Schlagzeuger Nickt Jett produziert, der in den vergangenen Jahren mit so einigen Hardcore Band zusammengearbeitet hat. Welche Erfahrungen habt ihr mit Nick gemacht und inwieweit konnte er euch bei der Realisierung von NEVER ASKED FOR HEAVEN helfen?

TL: Die Arbeit mit Nick Jett waren großartig. Wir verbrachten zwei Wochen in Los Angeles, um das Album aufzunehmen. Es war alles schön entspannend. Nick half uns dabei unsere Ideen umzusetzen und die Songs zu einen großen Ganzen zusammenzufügen. Nick ist ein großartiger Produzent, weil er uns immer wieder pushte und sich auch wirklich Gedanken zu unseren Songs machte. Er versuchte die Songs immer wieder zu strukturieren und uns auch seiner Perspektive Rat zu geben. Er half uns wirklich sehr dabei, dass Potential der Songs voll auszuschöpfen und sorgte für den unglaublich massiven Sound. Er war außerdem nie wütend, wenn wir mal zu spät waren. Das war auch ein großer Pluspunkt, haha!

AFL: Welche drei Worte beschreiben BENT LIFE deiner Meinung nach am Besten?

TL: Laut. Aggressiv. Präzise.

AFL: Welche Themen behandelt ihr auf NEVER ASKED FOR HEAVEN und woher bekommt ihr eure Inspiration für eure Songs?

TL: Es stellte sich am Ende heraus, dass das Album sehr selbstbeobachend ist und einige wiederkehrende Themen behandelt. Der Schreibprozess für die Platte war sehr hart und langwierig. Dass ist auch der Grund weshalb es so lang dauerte bis wir ein Album veröffentlichten. Wir fühlten uns dafür nie wirklich bereit. Wir probierten einige ganz wilde Schreibansätze aus, hatten einige Tiefpunkte, vernichteten ganze Datensätze und begannen von neu, verloren einige Freunde und Familienmitglieder während dieser Zeit und es endete mit einem Release, dass für uns bei weiten besser ist als hätten wir es jemals gedacht. Ein Großteil von NEVER ASKED FOR HEAVEN handelt davon, wenn man aus einen Tiefpunkt stärker als je zuvor zurückkommt. Themen wie beispielsweise Selbstvertrauen und sein eigenes Ding machen, aber auch Themen wie „Schönwetter“-Hardcore Kids und Bands, die man dafür danken muss, dass sie so lächerlich agieren, weil sie dadurch ein Jahr später wieder weg vom Fenster sind.

AFL: NEVER ASKED FOR HEAVEN ist das erste Release von BENT LIFE, dass auf Bridge Nine Records veröffentlicht wurde. Wie kam der Kontakt zwischen euch und dem Label?

TL: Wir kontaktierten Bridge Nine Anfang 2015 und fragten nach einer Zusammenarbeit. Sie willigten sofort an und wir begannen über eine LP zu reden. Leider hatten wir zu dem Zeitpunkt keine Songs geschrieben und es dauerte ein ganzes Jahr bis wir das Album angehen konnten. Zum Glück sind alle Leute von Bridge Nine total nett und sie gaben uns die Zeit für das Album.

AFL: Erinnerst du dich noch an deinen ersten Kontakt zu Hardcore? Was verbindet für dich Hardcore und Punk-Rock?

TL: Ich kam schon in ziemlich frühen Alter mit Hardcore und Punk in Kontakt. Ein Freund von meinen Bruder zeigte mit MXPX als ich in der dritten Klasse war. Von da an fand ich einige weitere Hardcore und Punk Bands. Ich spiele in Bands und besuche Shows seit ich 12 Jahre alt bin.

AFL: Was für Pläne stehen für BENT LIFE als nächstes auf dem Programm? Gibt es Pläne für eine Europatour?

TL: Bevor das Album herauskam spielten wir eine Midwest-Tour mit den Weekend Nachos. Wir planen eine US Tour im Herbst 2016. Wir sind gerade auch mit einigen Leuten in Gespräch, um Europa im Frühling 2017 ein Besuch abzustatten.

AFL: Wenn du eine Band auswählen könntest mit der ihr auf Tour gehen könntet, welche Band würdest du wählen?

TL: Ich würde METALLICA in Seattle wählen, während sie ihr Livealbum Bridge And Purge aufgenommen haben. Oder George Strait auf seiner Abschluss Show im AT&T Stadium.

AFL: Die meisten Menschen würden wahrscheinlich Städte wie New York, Los Angeles oder Boston nennen, wenn sie an US Hardcore denken. Gibt es bei euch in Lincoln auch eine größere Szene?

TL: In Lincoln, Nebraska gibt es absolut keine Hardcore Szene. Da ist eine gute Szene in Omaha, Nebraska, aber nicht wirklich für den Stil den wir spielen.

AFL: Was sind den deine derzeitigen Lieblingsalben?

TL: Dass sind meine fünf Lieblingsveröffentlichungen für 2016:

  • Regulate „Years Of Rage“
  • Lock „The Cycle“
  • Gag „Americas Greatest Hits“
  • Angel Du$t „Rock The Fuck On Forever“
  • Lost Souls „Get Lost“

AFL: Danke dir für das Interview. Ich hoffe man sieht sich 2017 in Europa! Hast du noch etwas, dass du zufügen möchtest?

TL: Wenn Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wird, müsst ihr wissen, dass wir nichts damit zu tun haben!

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