Best-Of HC-Punk 2022: Der Jahresrückblick von Andreas

"Dass mich die Platte aber so dermaßen umhauen würde, dass sie in meiner Rangliste vom Siegerpodest erstrahlen würde, kann getrost als erneute Überraschung gewertet werden." Andreas und seine persönlichen Highlights des Jahres!

0

Servus, mein Name ist Andreas und ich komme aus Österreich. Seit mittlerweile 3 1/2 Jahren bin ich nun Mitglied bei AWAY FROM LIFE und nach einer langen Durststrecke gab es heuer endlich wieder von ordentlichen Konzerten zu berichten, juhu! Wer hätte das nur vor einem Jahr gedacht? Neben der langersehnten Rückkehr zur Normalität gab es auch zahlreiche Releases von namhaften Kapazundern, sodass die Best-Of-Auswahl durchaus eine Herausforderung war…

Alben des Jahres 2022

Foreseen – Untamed Force (Quality Control HQ)

Hach, in die kühlen Finnen habe ich mich 2019 auf dem Sound Of Revolution ein klein wenig verliebt. Als damaliger Überraschungs-Hit auf dem Festival habe ich die Jungs seitdem genauestens unter der Lupe und konnte die Veröffentlichung von Untamed Force gar nicht abwarten. Dass mich die Platte aber so dermaßen umhauen würde, dass sie in meiner Rangliste vom Siegerpodest erstrahlen würde, kann getrost als erneute Überraschung gewertet werden.

Räudiger Crossover-Thrash, fernab von abstrakten, technischen Spielereien. Immer nur schön drauf auf die Zwölf. So mag ich das und so soll es sein, alles andere ist mir sowieso nur zu hoch.

- NEWSLETTER -
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptierst du die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Terror – Pain Into Power (Pure Noise Records)

Als nächstes ein Album, welches mich erst relativ spät in seinen Bann gezogen hat. Genauer gesagt eigentlich erst bei der Recherche (sprich, nochmal alle Releases von 2022 durchhören) zu diesem Beitrag. Irgendwie hatte ich es nach der Veröffentlichung als „ganz nett“ abgestempelt und nicht weiter beachtet.

Nochmal Glück gehabt, denn auf Pain Into Power präsentieren sich die HC-Veteranten in einer Form, in der man sie schon lange nicht mehr auf Platte gehört hat. Kein Schnickschnack, nur rohe Hardcore-Kost. Ja, der gute Scott findet auch 2022 noch genug Gründe zum Herumpöbeln und in der dargebotenen Form machen Terror so viel Spaß wie schon lange nicht mehr. Old School!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptierst du die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Blind Guardian – The God Machine (Nuclear Blast)

Noch lange bevor mir Bands wie Madball oder Sick Of It All gänzlich neue Welten gezeigt haben, trugen die Mannen rund um Hansi Kürsch kaum wie eine andere Band zu meiner musikalischen Sozialisation bei (abgesehen von Metallica vielleicht).

Wie es halt so mit Jugendlieben ist, verliert man sich aufgrund verschiedener Lebenswege irgendwann mal aus den Augen. Mit The God Machine wurde die alte Liebe aber definitiv wieder neu entfacht, zelebrieren die Guardians hier doch ihre Speed Metal Wurzeln so offenkundig wie schon lange nicht mehr.

Natürlich hat das Album seine stärksten Momente für mich wenn das Gaspedal voll durchgetreten wird, während ich über die langsameren/epischen Songs lieber den Mantel des Schweigens hülle. Aber dieses Spielchen zieht sich für mich sowieso schon durch die ganze Discographie der Jungs.

Somit bin ich zwar nur ungefähr von der Hälfte der Songs begeistert, von diesen dafür umso mehr. Qualitativ ist das sowieso fast schon eine eigene Liga, womit diese Platzierung auch absolut gerechtfertigt ist. Vielen Dank für dieses Album!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptierst du die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Weitere erwähnenswerte Releases:

EPs des Jahres 202

End It – Unpleasant Living (Flatspot Records)

Da gibt es nicht viel zu überlegen, beste EP des Jahres kann nur Unpleasant Living von End It sein. Gerade als man beginnt sich ob der monotonen HC-Landschaft zu langweilen (überspitzt formuliert), hauen einem die Jungs aus Baltimore diese rotzfreche Platte um die Ohren.

Für mich persönlich war dieser frische Wind notwendig wie ein Bissen Brot. Schwung- und kraftvoll scheppert die Truppe aus Baltimore in bester Hardcore-Punk Manier innerhalb von acht Minuten alles weg. Wer es bis jetzt verschlafen hat, sollte sich die paar Minütchen auf jeden Fall gönnen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptierst du die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Erwähnenswerte Highlights des Jahres 2022

Endlich wieder standesgemäße Konzerte und Festivals:

Ieperfest, 01.07. – 03.07.2022

Definitiv DAS musikalische Highlight des Jahres für mich. Schönes Wetter, angenehme Leute, starkes Line Up – hier haben wirklich alle Zutaten für ein perfektes Festival gepasst.

Den ausführlichen Festivalbericht gibt es hier zum Nachlesen. Spoileralarm: Mindforce, Drain und Gatecreeper waren allesamt nochmal ein Highlight für sich!

Heaven Shall Burn, am 28.05.2022 im Rockhouse, Salzburg

Niemand geringeres als Heaven Shall Burn gaben sich im Rahmen ihrer „Neuland Exkursion Tour 2022“ die Ehre in Salzburg. Soweit so unspektakulär, der Haken daran war jedoch, dass es sich hierbei um eine kleine Tour mit nur wenigen Terminen in ausgewählten Clubs handelte.

In Österreich fiel die Wahl auf das Rockhouse in Salzburg, seines Zeichens ein Club mit einer Kapazität von ca. 350 Leuten. Beim gebildeten AFL-Leser klingeln natürlich sofort die Alarmglocken: HSB vor 350 Leuten, das klingt nach Spaß! Und so war es dann auch.

Selbstredend war die Bude innerhalb kürzester Zeit ausverkauft und gefühlsmäßig war auch jeder der Anwesenden durchgehend am Ausflippen. Das gefiel auch der Band, die sichtlich Spaß an dem beschaulichen Ambiente hatten und eine tolle Show mit allen Klassikern ablieferten.

Obendrein kam für viele wahrscheinlich noch dazu, dass dies die erste „richtige“ Show nach der Pandemie war. Und dann gleich HSB in Club-Atmosphäre, das muss man sich mal vorstellen. Wahrlich eine Geschichte, die noch meine Enkelkinder zu hören bekommen werden…

One Step Closer, am 06.07.2022 im Venster, Wien

Ähnlich kuschelig, aber deutlich weniger exklusiv war das nächste Highlight. Wobei, nicht ganz, denn auch bei dieser Show wurde im Laufe des Abends „Sold Out“ vermeldet. Eine ausverkaufte Show im Venster, das hatte ich zuvor noch nie erlebt.

Was das letztendlich in Zahlen heißt weiß ich nicht, ich würde einmal 80 – 100 Personen schätzen. Jedenfalls entwickelte sich der Abend zu einer Show aus dem HC-Lehrbuch: kleine DIY-Venue, eine aufstrebende Band in Spiellaune und ein motiviertes Publikum. An stillstehen war nicht zu denken, man wurde aufgrund der räumlichen Gegebenheiten sowieso automatisch mitgerissen.

Die Energie war spürbar, davon zehrt man und wegen genau solchen Momenten ist man Teil dieser Subkultur. Ich bin mir sicher OSC werden ihren Weg machen und ich bin froh, diese Show miterlebt haben zu dürfen. Übrigens waren auch Scowl und Zulu mit am Start.

Enttäuschung des Jahres 2022

keine!

Ausblick für 2023: Für das nächste Jahr wünsche ich mir…

Ganz simpel gesagt darf es aus musikalischer Sicht ruhig so weiter gehen wie heuer. Zahlreiche Top-Alben und viele Shows – nur her damit!

Leserumfrage

Und jetzt seid Ihr dran: verratet uns bis zum 31. Dezember Eure Highlights des Jahres in der Leserumfrage. Zu gewinnen gibt es dieses Jahr zwar nichts, aber dafür könnt ihr mit Euren Antworten Gutes tun. Für jede abgeschickte Umfrage spenden wir 1,- € an Mission Lifeline. Also los:

Zur Leserumfrage »

Die Ergebnisse der Umfrage stellen wir Euch dann im Januar 2023 vor. Wir sind gespannt auf Eure Antworten und wünschen Euch schon mal besinnliche Feiertage mit Euren Liebsten und einen guten Start ins neue Jahr!

PS: Folgt hier unserer Spotify-Playlist zum Best-Of 2022.

- Werbung -
– Playlist: Happy Release Day

Beitrag kommentieren

Bitte gebe dein Kommentar ein
Bitte gebe dein Name ein