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Nuclear Blast

Born From Pain feiern 2017 ihr zwanzigjähriges Bandjubiläum. Neben einem neuen Album, dass bereits Anfang nächsten Jahres erscheinen soll, plant die Band außerdem einige Wiederveröffentlichungen. Doch bevor es so weit ist, touren Born From Pain zum Jahresende auf ihrer „Change or Die“-Tour mit Harm/Shelter und Last Hope durch die Republik.

Wir hatten Sänger und Gründungsmitglied Rob Franssen im Interview und konnten ein paar Fragen zu den Plänen der Niederländer stellen.

Interview mit Born From Pain Sänger Rob Franssen

Interview mit Rob Franssen von Born From Pain.
Interview mit Rob Franssen von Born From Pain.

Ein neues Album kommt sowieso! Da schreiben wir ja gerade dran rum. Dass kommt auch schon Anfang des Jahres

AFL: Hey Rob, erst einmal Danke, dass du dir die Zeit für das Interview nimmst. Ihr habt gerade eure Tour mit Shows in Frankreich, Spanien, Portugal und der Schweiz beendet. Wie lief die Tour? Gab es besondere Höhepunkte und waren die Shows gut besucht?

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R: Yo es war ne geile Tour! Risk It und wir kommen extrem gut aus und die Stimmung war dementsprechend. Risk It sind wirklich super Typen. Wir hatten zusammen extrem viel Spaß und haben gemeinsam jegliche Bars unsicher gemacht. Auch wenn’s mal was ernster wurde, hat’s gepasst. Die Shows waren fast alle top. Die besten waren meiner Meinung nach in Lyon, Malaga, Barcelona, Lissabon und Gasteiz. Die Shows waren nicht allzu riesig, aber die Stimmung war immer top!

AFL: Die Tour umfasste 12 Shows. Hättest du gern noch ein paar Auftritte drangehangen und bist du froh, dass die Tour jetzt dann auch zu Ende war?

R: Die Fahrten auf diese Tour waren sehr lange, da Frankreich und Spanien nicht gerade die kleinsten Länder sind. Ich bin durch andere Aktivitäten, die ich neben BORN FROM PAIN auch noch habe, jetzt schon fast zwei Monate nicht zuhause gewesen. Daher waren die 12 Shows auch erstmal genug, haha. Vom menschlichen und der Atmosphäre her, hätte ich aber bestimmt nochmal 12 Shows dranhängen können.

AFL: Nach der Tour ist vor der Tour. Ende des Jahres geht es für euch noch einmal auf Deutschlandtour mit sechs Shows in der Republik. Das müsste eure erste Deutschlandtour seit knapp zwei Jahren (Anfang 2015 mit FALLBRAWL) sein oder? Die Tour ist es euch anscheinend auch wert den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag nicht zuhause, sondern auf der Bühne zu verbringen!?

R: Nach der Tour ist immer vor der Tour ne, haha. Nee, unsere letzte Tour war in der Tat mit FALLBRAWL, aber auch zwischen Weihnachten und Sylvester. Unsere jährliche Change Or Die Tour halt. Wir haben aber zwischendurch reichlich was an den Wochenenden gespielt und auch einige Festivals im Sommer!

„Wir sind dankbar für alles, was wir schon gemacht haben und erreicht haben. Es hat aber auch viel Blut und Tränen gekostet…“

AFL: Während dieser Zeit begleiten euch Harm/Shelter und Last Hope. Kennt ihr die Jungs schon persönlich und was hältst du von den beiden Bands?

R: Harm/Shelter kenne ich nicht persönlich, aber das scheinen nette Jungs zu sein. Ich mag die Mucke von der Band sehr und freue mich daher auch sehr darüber, dass sie mit dabei sind. Last Hope sind gute Kumpels von uns. Vor allem Sänger Alex ist jemanden mit denen wir bei BORN FROM PAIN viel verbinden. Top Leute! Musikalisch klingen sie auch etwas anders, wie wir oder auch Harm/Shelter, also denk ich, dass wir eine gute Mischung am Start haben. Alles harter Hardcore, aber dennoch verschieden.

AFL: 2017 existiert BORN FROM PAIN zwei Jahrzehnte. Nehmt ihr euer zwanzigjähriges Bandbestehen zum Anlass für eine besondere Feier? Zum Beispiel ein neues Album, ein Best-Of oder eine große Tour?

R: Ein neues Album kommt sowieso! Da schreiben wir ja gerade dran rum. Dass kommt auch schon Anfang des Jahres. Ne spezielle Feier wird es auch wohl geben und es stehen noch ein paar Neuveröffentlichungen von ältere Platten auf Vinyl an, die wir teilweise nie so rausgebracht haben.

AFL: Servé und du seid ja die einzigen Bandmitglieder, die ununterbrochen bei BORN FROM PAIN spielten. Seit der Bandgründung habt ihr ja wirklich einiges erleben können. Sei es große Tourneen außerhalb Europas wie Japan und den USA, Auftritte auf den ganz großen Festivals, aber auch diverse Line-Up Wechsel. Wenn du die Zeit Revue passieren lässt, gab es eine Zeit, die du als absoluten Höhepunkt der Band bezeichnen würdest? Und was war, die Zeit nach Che’s Ausstieg im Jahr 2007 die schwerste Zeit?

R: Sogar Serve war nicht immer dabei. Er hat nach „Reclaiming The Crown“ erst einmal eine Pause von 12 Jahre eingelegt glaube ich, haha. Aber wir waren froh, als er wieder mitmachen wollte. Dom und ich sind die längst dienenden Mitglieder von BORN ROM PAIN. Klar war die Zeit nach Che’s ausstieg die schwerste. Wenn ein Sänger aussteigt ist das nie leicht. Wir haben da ja auch etwa ein Jahr lang nach ne gute Lösung gesucht. Letztendlich habe ich das übernommen; weil ich in meinen früheren Bands auch immer gesungen habe.

Höhepunkte waren auf jeden Fall, sowohl die bekloppten kleineren Shows als auch die richtig großen Dinger. Alles hat seine geilen Aspekte – sind halt nur andere. Ich könnte nicht so pauschal eins, zwei absolute Höhepunkte nennen. Dafür waren viel zu viele geile Sachen dabei. Wir sind dankbar für alles, was wir schon gemacht haben und erreicht haben. Es hat aber auch viel Blut und Tränen gekostet…

Born From Pain live im SO36 in Berlin am 01. Mai 2016.
Born From Pain live im SO36 in Berlin am 01. Mai 2016.

AFL: Wie kam es eigentlich nach Che’s Ausstieg damals dazu, dass Carl Schwartz (First Blood), Scott Vogel (Terror) und Kevin Otto (End Of Days) bei euch Sänger wurden? Wart ihr gemeinsam auf Tour und die Sänger waren nur als Übergangslösung geplant?

R: Erstens sind das alle gute Freunde von uns. Carl war auf Che’s letzte Tour dabei und hat angeboten bei den schon gebuchten Shows auszuhelfen, damit wir nicht cancellen mussten. Das lief auch sehr gut, aber es nie als permanente Lösung angedacht. Scott und ich kennen einander seit den 90ern und er wollte gleich einspringen, als wir damals die Hell On Earth Tour als Co-Headliner dabei waren. Auch hier war es eine mega Lösung, aber es war auch nur als Übergangslösung angedacht.

Kevin war da schon permanenter angedacht. Das Tourleben war aber nicht so seins, daher war das auch wieder schnell vorbei. Außerdem wollten wir dann auch jemand, der die Band so repräsentieren konnte, wie sie ist. Da hab ich dann als Sänger angefangen.

AFL: Ihr sprecht mit eurer Musik gleich sowohl Hardcore-Kids als auch Metal-Fans an. War das immer eure Intention oder wie hat sich das so entwickelt? Eure Ursprünge habt ihr ja ganz klar im Hardcore.

R: Denke ich auch. Wir haben schon immer diesen Sound gemacht. Es war schon immer der Style von BORN FROM PAIN. Wir gründeten die Band, weil wir Slayer, Agnostic Front, Merauder, All out War usw. lieben und ich denke so klingen wir. Attitude ist natürlich ganz klar Hardcore. Die Musik wird immer ein Mix aus Hardcore und Metal bleiben.

AFL: Hier noch ein paar kurz Sätze. Was dazu sind deine Gedanken?

  • Born From Pain Songs, die du am liebsten live spielst: Final Nail, Black Gold, Kill it Tonight, Chokehold, The new Hate, State of Mind
  • Beste Release 2016: Da sind in ein paar Genreen gute Sachen gekommen. Unmöglich ein bestes Release zu nennen.
  • Donald Trump: Ist gewählt worden, weil das Volk von ihrer Situation denke ich satt ist. Der Typ geht auch gar nicht. Genauso wie Hillary Clinton. Ich hoffe das der ganze populistische rechte Scheiß den er gelabert hat, nicht wirklich umsetzt. Ich glaube das kann er auch gar nicht. Auch wenn er in seine Wahlkampagne dafürstand. Clinton stand (und steht) für sicheren Krieg und noch mehr Einschränkungen unserer Freiheit. Für die Herschende globale Macht. Was ist besser? Wer wird es sagen? Bernie Sanders wäre die Alternative gewesen, wenn die „Demokraten“ das Bein nicht quer gestellt hätten. Schade.

AFL: Ja, wirklich schade. Seh ich auch so! Danke für das Interview Rob und bis Ende des Jahres!

Born From Pain Tour 2016 mit Last Hope & Harm/Shelter

25.12. Eisenach – Schlachthof (Germany)
26.12. Niesky – Holz (Germany)
27.12. Stattbahnhof, Schweinfurt (GER)
28.12. München – Backstage (Germany)
29.12. Schlachthof, Wiesbaden (GER)
30.12. Magnapop, Krefeld (GER)

Born From Pain kommen Ende 2016 auf Tour.
Born From Pain kommen Ende 2016 auf Tour.
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Die Spotify-Playlist zu unserem Jahresrückblick: Best-Of Hardcore-Punk 2020:

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