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WTF Records

Enraged Monkeys veröffentlichten im Juni diesen Jahres das Debütalbum No Compromise und verwirren mich erst einmal etwas. Die Musik der Primaten wird als eine Mischung aus Heavy-, Trash-, Doom- und Deathmetal angekündigt, was sich erst einmal (in Negativen) etwas eklektizistisch liest. Da scheint die musikalische Profillosigkeit vorprogrammiert, was die Herren Herren Affen wohl bedacht zu haben schienen, da sie sich anstatt einer Profillosigkeit für eine eigens Subgenre entschieden – dem „Monkeycore“. Und überraschenderweise wirkt diese Bezeichnung recht stimmig.

Die Platte wirkt trotz der unterschiedlichen Hartmetalbereiche sehr homogen und trotzdem abwechslungsreich. Homogen, weil das Soundgewand zusammenhängend, wertig und trotzdem roh wirkt. Abwechslungsreich, weil tatsächlich alle angekündigten Genre zumindest angerissen werden und wie bei You break it first auch mal entspannte und temporeiche Passagen vereint werden. Der Opener The Sky is down macht hingegen gar keine Verletzten und legt vom ersten Ton an eine beachtliche Geschwindigkeit und hardcorelastige Aggressivität an den Tag.

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Nicht weniger charmant sind die „entspannteren“ Songs wie etwas Leave the Sea, welches viel Atmosphäre transportiert und auch einen ordentlichen Schweden-Death Einschlag im Background mit sich bringt. Und etwas klassischen Metal. Und Und Und. Tatsächlich gibt es bei dieser Platte immer mal wieder etwas zu entdecken. Bei No Compromise lohnt es sich also definitiv, der Platte regelmäßig Rotationen zu gewähren. Auch oder gerade deswegen, weil der Charme der Platte mit jeder Umdrehung stetig  wächst.  So klingen Drums und auch Vocals teilweise sehr roh, was unter Umständen etwas gewöhnungsbedürftig wirkt – jedoch voll beabsichtigt zu sein scheint, darin, da die Scheibe live eingespielt wurde. Das einfache aber wirkungsvolle Cover rundet den Gesamteindruck weiter ab.

Enraged Monkeys gelingt eine wirklich gelungene und live aufgenommene Platte, die ein paar Anläufe braucht um zu zünden – sich dann allerdings auch festspielt.

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1 Kommentar

  1. Da hat der Autor das Konzept verstanden! Sehr gute Review und trifft den Nagel auf den Kopf! Die Platte anzuhören lohnt sich!!!

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