Am 24. November erscheint das neue Album Revolt von Flash Forward. Ich habe bereits reingehört und stehe dem ganzen mit gemischten Gefühlen gegenüber – aber dazu später mehr.

2010 gegründet, bringen die vier Jungs aus Wesel (NRW) mit Revolt bereits ihr viertes Album raus. Das Debütalbum Games, Cheats & Fakes noch als Eigenproduktion im Jahr 2011 veröffentlicht, folgten Apollon (2014), die Single Soulmate (2015) und Who We Are (2016) auf Redfield Records. Mit Revolt sind sie nun bei Uncle M gelandet.

Flash Forward (Bild zur Verfügung gestellt von Uncle M)

Nun zu meiner ganz persönlichen Meinung: ich bin verwirrt! Fragt mich nicht warum, aber ich fühle mich dezent in meine ganz frühe Jugend zurück versetzt. Irgendwo zwischen The Used und Fall Out Boy. Und ehrlich gesagt, weiß ich nicht was ich davon halten soll.

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Der Opener Heart of Gold hebt sich erstmal deutlich vom Rest des Albums ab und kommt mit vermeintlich metallastigen Elementen ums Eck. Würde sich aber irgendwie auch im Radio ganz gut machen – hmm. Mit Deadline und Paralyzed geht es weiter.  Emo wie ich ihn aus meiner Jugend kenne – nach mehrmaligem Hören, kann ich mich für den Sound dann doch wieder ein bisschen begeistern. Für Perfectionist wurde Verstärkung von To The Rats & Wolves geholt und zusammen perfektionieren sie den poppigen Emo-Sound.

Lion katapultiert mich dann wieder in die Gegenwart und ich lande direkt bei Three Chord Society. Jap, es ist eine Schnulze, aber eine von der guten Sorte, die sich langsam aufbaut und direkt unter die Haut geht, ohne langweilig zu werden.

Mit Chains wird es wütender, mit Kickstart höre ich nun auch eine ganz kleine Portion schnelleren PunkRock heraus. Ehrlich gesagt, gibt es ab hier gar nicht mehr so viel zu meckern. Der Ausflug in die frühen 2000er Jahre ist abgeschlossen und Flash Forward bleiben im Hier und Jetzt und das können die Jungs auch ganz gut. Für Payback holen sie sich Verstärkung von den 8Kids, deutschsprachige Shouts verleihen dem Song eine ordentliche Portion Extra-Würze. Und mit Old Enough gibt es dann noch eine richtige Hymne zum Mitgröhlen – schön!

Am Anfang war ich der Meinung, dass Album sei zu experimentell bei gleichzeitiger Eintönigkeit. Zu viele verschiedene Elemente, die im Gesamtbild einfach nicht harmonieren. Tatsächlich glaube ich jetzt, die Platte muss einfach nur ein bisschen wirken. Nach mehrmaligem Hören fallen mir die vielen durchdachten Details auf, die mitreißenden Riffs und eingängigen Refrains.

Ich kann mir sogar vorstellen, dass die neuen Songs live ganz schön reinhauen. Im Januar werden uns das die Jungs auf ihrer Revolt-Tour dann sicher beweisen. Spätestens dann sollten die letzten Zweifel an Revolt vom Tisch sein.

Flash Forward Revolt-Tour 2018

12.01.18 Oberhausen, Druckluft
13.01.18 Karlsruhe, Substagecafé
14.01.18 Trier, Luckys Luke
16.01.18 Stuttgart, Keller Klub
17.01.18 München, Backstage Club
20.01.18 Braunschweig, B58
21.01.18 Berlin, Cassiopeia
22.01.18 Hamburg, Marx
24.01.18 Wiesbaden, Schlachthof
25.01.18 Münster, Sputnik Café
26.01.18 Köln, Underground
27.01.18 Kaiserslautern, Kammgarn

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BEWERTUNG
Bewertung
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Ich bin die Jule, Jahrgang ‘92, aus dem schönen Landshut in Niederbayern. Seit April 2017 bin ich Teil des AWAY FROM LIFE-Teams. Neben sporadischen Reviews und Konzertberichten präsentiere ich regelmäßig die Top-10-Songs und belästige euch jeden Monat mit unserem Newsletter. Am wohlsten fühle ich mich in melodischen Punk-Rock-Gefilden, dabei darf es weder an rauen Stimmen noch an harmonischen Gitarrenriffs fehlen!

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