Long Arms – Young Life (LP/CD – 2017 – Dead Serious Recordings)

Life, love, friendship. Music.

Mit Long Arms aus Richmond (Virginia) hat James Menefee, Sänger bei Higley und ehemaliges Mitglied von River City High, nun mit seiner neusten Band ein Studioalbum. Young Life wird die dritte Platte der Band Platte heißen und am 3. November über Dead Serious Recordings erscheinen.

Beim Reinhören klingt eine angenehme Alternative- oder auch Pop-Punk-Platte aus den Lautsprechern, in sich so stimmig, dass ich ehrlich gesagt manchmal die Liedübergänge verpasse.

„I think the songs represent the struggle with trying to stay young and innocent at heart in the face of a constantly evolving world that places excessive and unrealistic demands on us. And in the process, we forget what truly matters. Life, love, friendship. Music. (…)”

James Menefee

Unschuldig, ja. Das Album klingt irgendwie auch unschuldig und rein. Ein wenig rotziger sollte es für meinen Geschmack schon sein. Einer etwas jüngeren Version von mir hätte das so in der dargebotenen Form aber durchaus so gefallen.
Man startet mit der namendsgebenden Nummer: Young Life; der Song geht fluffig runter und die Gitarrenriffs gehen einem schnell ins Gedächtnis über. Quentin und Run kommen dann mal ein wenig entschlossener und härter daher.
Bei Nova wird es dann hingegen schlagartig wieder balladenhaft. Seinen Schluss findet das Album dann mit Party Girl. Muntere Nummer, netter Abschluss.
Man baut hier und da auf kurze, gezielt eingesetzte Gitarrensoli, meist chorhafte, singbare Refrains und ebenda auf einprägsame Textzeilen.

Mich selbst bringen Long Arms mit der Scheibe zurück in eine Zeit, in der der Klang von Young Life aus den Boxen meines CD-Players wohl hier und da von einem ICQ-Uh-Oh auf meinen PC-Boxen unterbrochen worden wäre, während das Modem nebenan leise vor sich hin geknarzt hätte. Ich wäre zufrieden damit und hätte, der Gesamtstimmung geschludet, überlegt, ob ich danach lieber was von Dashboard Confessional, Yellowcard oder doch eher von The Ataris hören möchte. Die Hausaufgaben wären für die Busfahrt am nächsten Morgen liegen geblieben.

UNTERM STRICH
Auch wenn mich diese Musik heute nicht mehr so abholt wie sie es vor 10 Jahren (ok, vor gut 10 Jahren…) sicherlich getan hätte, handelt es sich bei Young Life um eine Scheibe, die vielleicht gerade jüngeren oder jung gebliebenen Hörern Freude bereitet.
Mir selbst fehlt ein wenig der Tiefgang und ein bisschen was mit Rotz und Reibung. Wer sich jedoch was mit Unbeschwertheit und schlimmstenfalls was Freches anhören möchte, der findet an dem Album gefallen.

 

 

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