Es ist Frühjahr 2020 und die Corona-Epidemie hält uns alle im Atem. Ich will euch nicht zu lang mit diesem leidigen Thema belästigen, aber es fällt einem dann doch schwer, sich bei all den Tour- und Konzertabsagen auf das restliche Jahr zu freuen. Wann man zur Normalität zurückkehren kann, ist ungewiss…

Umso gewisser ist aber, dass Malevolence da sein werden, wenn es darauf ankommt. Diese haben nämlich eine neue EP im Gepäck, auf die ihr euch definitiv freuen könnt! Diese trägt den Namen The Other Side und enthält drei Songs. Am 24. April 2020 kommt die EP, ganz im DIY-Sinne, über das eigene Label MLVLTD. In einem Facebook-Post geben sie an, dadurch komplett unabhängig sein zu können und über jeden Schritt des Prozesses das Heft des Handelns inne zu haben. Dieser Schritt ist sicher riskant, aber die Jungs verdienen den vollsten Respekt dafür in meinen Augen.

Malevolence (2020, Photo by Kim Quint)
Malevolence (2020, Photo by Kim Quint)

Die drei Songs kommen sehr abwechslungsreich daher und glänzen – wie auch in der Vergangenheit – mit knüppeldicken Breakdowns, aber auch mit den typischen Metal-Riffs. In der Gesamtheit klingen sie dennoch ein ganzes Stück melodischer und eingängiger. Sie gehen manchen Hörern damit sicherlich leichter ins Ohr als beispielsweise das Debut Album Reign Of Suffering. Durch diesen Sound brechen sie ein Stückweit aus der Beatdown-Schiene heraus und öffnen sich so einem breiteren Publikum. Im zweiten Track Keep Your Distance kommt Knocked Loose-Frontmann Bryan Garris mit einem Feature zum Einsatz. Leider wirkt die Stimme etwas deplatziert, was für ein Kaliber wie Garris ungewohnt ist. Der Rest des Songs liefert aber sowas von ab.

Das Intro zum ersten Track Remain Unbeaten ist mit einer cleanen Gitarre eingespielt, genau wie große Teile des dritten Songs, welches den Titeltrack darstellt. Das Lied erinnert an Turn To Stone aus Reign of Suffering und erweist sich als eine weitere, legendäre „Hardcore-Ballade“ – Malevolence haben seit diesem Song das Patent auf diesen Begriff!

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Es bleibt zu hoffen, dass nach dieser kurzen EP in nicht all zu ferner Zukunft der dritte Langspieler der Band folgt. Malevolence präsentieren sich hier als Institution und als einer der stärksten, metallischen Hardcore-Bands, die Europa zu bieten hat!

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