Die Punk-Rock-Durchstarter der letzten Jahre kommen nun langsam auch ins Alter, denn mit ihrem mittlerweile dritten Studioalbum sind Pears schon fester Bestandteil der Punkrock-Landschaft.

Ihr neuestes selbstbetiteltes Werk haut aber mindestens ebenso rein, wie seine Vorgänger (Review) und nicht zuletzt darum, war es für uns mal wieder an der Zeit ihnen ein paar Fragen zu stellen.

„Es ist schön, wenn Leute sagen, dass wir die neue Ära von Fat Wreck repräsentieren, gleichzeitig aber auch den alten Fat-Charme der 90er versprühen.“

AFL: Ihr habt am 06. März euer neues selbstbetiteltes Album vie Fat Wreck veröffentlicht. Wie kamt ihr denn auf diesen „kreativen“ Titel?

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PEARS: Nun, wir glauben das dieses der Inbegriff eines PEARS-Albums ist und wir wollten immer einmal ein selbstbetitltes Album veröffentlichen. Darum machte es einfach nur Sinn dieses so zu benennen.

AFL: Es ist ja auch euer drittes Album bei Fat. Was gefällt euch dort am Besten? Ist es die Bezahlung oder einfach nur ein feiner Laden?

PEARS: Bezahlung! Ganz klar…wir sind reich! Nein, im ernst, es ist die andere Antwort…sie sind einfach großartig: Erin, Bart, Vanessa, Pat, Jordan, Tim, Stephen und Mike. Sie unterstützen uns einfach alle unglaublich und sind immer für uns da, wenn wir einmal eine Frage haben. Wir lieben sie einfach alle und sind ihnen so dankbar für all die Arbeit, die sie in uns investiert haben und fortlaufend investieren.

AFL: Nun ist das Album ja schon draußen, aber für diejenigen die es noch nicht gehört haben…auf was darf man sich dort freuen?

PEARS: Es ist definitiv eine aufregende Platte. Ich sage immer wieder, wir haben die besten Teile von PEARS übernommen und sind jetzt noch besser darin geworden. Ich denke, es ist eine wirklich vollständige Verschmelzung von uns als Band. Das Album ist vielfältig und aggressiv und hübsch und ehrlich und ich denke, die Leute werden es wirklich lieben.

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AFL: Ihr hattet ja von Anfang an einfach einen richtig guten Start. Denkst du manchmal darüber nach was noch als nächstes kommen kann oder denkst du gar nicht erst groß an morgen.

PEARS: Jetzt gerade sind wir nur auf dieses und das nächste Jahr fokussiert und sind gespannt wohin und wie weit uns das Album trägt. Wir haben ja auch seit Green Star kein Full-Length mehr veröffentlicht und darum sind wir auch gespannt darauf, auf die Straße zu gehen und dieses geile Album zu supporten, das wir so lieben. Es wird toll ein ganzes Repertoire an neues Songs mit dabei zu haben.

AFL: Was glaubst du denn warum eure Popularität so schnell gestiegen ist und auch weiterhin noch steigt?

PEARS: Ich denke, wir sind gut darin, viele verschiedene Arten von Punk in einer Art verschmelzen zu lassen. Wir für uns haben alle einen unterschiedlichen Musikgeschmack und diese verschiedenen Einflüsse fließen alle in unsere Musik mit hinein. Es ist schön, wenn Leute sagen, dass wir die neue Ära von Fat Wreck repräsentieren, gleichzeitig aber auch den alten Fat-Charme der 90er versprühen.
Wir wollen all die Scheiße mischen, die wir mögen, und versuchen
dabei auch mit unserem Sound einzigartig zu sein. Es hilft dabei übrigens ungemein, dass Brian und Zach einfach unerbittlich kreative Songwriter sind.

AFL: Bist du denn mittlerweile abgebrühter vor einer neuen Veröffentlichung oder immer noch recht aufgeregt?

PEARS: Oh, ich bin definitiv noch immer sehr aufgeregt. Wie ich bereits sagte, haben wir ja seit vier Jahren kein Full-Length mehr veröffentlicht und so ist alles nach dem Release ausgerichtet, all die Planung, die Tour, das ist alles höllisch aufregend.

AFL: Ich habe gehört, dass ihr im Gegensatz zu dem Aufnahmeprozess von Green Star recht unvorbereitet ins Studio gegangen seid. Ist das korrekt und vielleicht auch der Grund dafür, dass euer neues Album seinen ganz eigenen Charme versprüht?

PEARS: Ja, ich würde sagen wir hatten 70 Prozent vom Album instrumental fertig, als es ins Studio ging. Tatsächlich haben wir zwei Songs auch komplett im Studio geschrieben und diverse Songs komplettiert. Da waren aber noch keine Texte geschrieben und es war dann wahnsinnig beeindruckend zu sehen, wie Zach da die Texte aus dem Nichts drauf geschrieben hat.

AFL: Gab es noch weitere Unterschiede zu den Aufnahmen und dem Songwriting von Green Star?

PEARS: Der Druck bei Green Star war größer, denn schließlich war es unsere erste Veröffentlichung bei Fat Wreck und da wollten wir natürlich niemanden enttäuschen und einfach ein richtig gutes Album machen. Seitdem haben wir aber gelernt etwas mehr an uns selber und daran zu glauben, dass wir die Fähigkeit haben ein gutes Album zu schreiben und aufzunehmen.
Es waren jetzt auch unsere ersten Aufnahmen mit Chris Fogal. Alles Vorherige haben wir mit James Whitten in New Orleans aufgenommen. Somit war die Atmosphäre und das was wir gewohnt waren einfach anders. Aber wir haben uns gut eingefunden und alles so genommen wie es kam.

AFL: Ich habe das Album jetzt erst zum ersten Mal gehört, aber ich muss sagen, dass es mir richtig gut gefällt. 14 Songs in einer halben Stunde, das alleine ist ein Kaufargument für mich. Was magst du persönlich denn am Liebsten?

PEARS: Das ist schön zu hören. Wenn du meinst was ich persönlich am Album am Liebsten habe, dann muss ich da nennen, dass dieses Album wirklich unser komplettes kreatives Bestreben und unsere Stärken als Songwriter und Musiker zusammenfasst. Das mag ich persönlich am meisten!

AFL: Pears ist, meiner Meinung nach, auch textlich etwas nachdenklicher als sein Vorgänger. Siehst du das auch so?

PEARS: Definitiv! Zach hat viel persönliches in die Texte gepackt. Sie sind wahnsinnig ehrlich und roh und ich bin einfach sehr stolz auf die introspektive Arbeit, die er geleistet hat. Das ist nicht einfach und es ist verdammt beeindruckend.

AFL: Jetzt haben wir schon mehrfach über die kleinen Unterschiede zum Vorgänger Green Star gesprochen, aber eigentlich war ja die Split mit Direct Hit der Vorgänger.

PEARS: Das stimmt natürlich und diese Split mit Direct Hit hat auch richtig viel Spaß gemacht und wir lieben diese Songs sehr. Aber all diese Songs wurden in voller Länge geschrieben, was einfach ein anderes Gefühl hat. Diese vorherigen 6 Songs von Human Movement existieren zusammen für das, was es ist.
Die 14 Songs auf der neuen Platte fühlen sich einfach wie eine vergrößerte Version dieser Idee an. Wie immer gesagt, wir sind einfach sehr gewachsen.

AFL: Was soll uns eigentlich das Cover-Artwork sagen?

Pears - Pears (2020, Fat Wreck)
Pears – Pears (2020, Fat Wreck)

PEARS: Unser Kumpel Kevin Barrios hat da richtig gute Arbeit geleistet. Wir wussten, dass wir dieses mal etwas abstrakteres wollten. Er hat immer viele Collagen gemacht und dann haben wir ihn gefragt, ob er nicht etwas für uns machen könnte. Als er uns dann seine Idee präsentierte waren wir einfach begeistert. Er kennt uns einfach richtig gut und ist auch schon lange ein Teil der Punk-Szene von New Orleans.

AFL: Ihr tourt gerade in den Staaten und Australien. Wann kommt ihr denn wieder zu uns?

PEARS: Es wird gerade gebucht.

AFL: Habt ihr noch irgendwelche letzten Wort für unsere Leser?

PEARS: Seid gute Menschen!

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