In der Kategorie Platten der Woche stellen wir – das sind Jule, Fischi, Tobi und Brello – euch jeden Freitag ein paar Scheiben vor, die uns ganz besonders am Herzen liegen. Egal ob Klassiker oder Underground, ob Deutschpunk oder Post-Hardcore, Hauptsache es gefällt!

Anti-Flag – The Bright Lights of America

Wir haben diese Woche ein ganz besonderes Geburtstagskind. Am 1.April feiert The Bright Lights of America 10-Jähriges. Das muss man sich jetzt schon mal ausrechnen. Das sechste Studioalbum von Anti-Flag wird nun 10 Jahre alt, dass die Herren keine 20-Jährigen mehr sind, merkt man ihnen tatsächlich gar nicht an, wenn sie die Bühne zerlegen – Respekt!

Erschienen ist The Bright Lights of America via RCA Records, produziert wurde das Ganze von Tony Visconti, der auch David Bowie auf seiner musikalischen Karriere lange begleiten durfte. Sich für ein Lieblingsalbum der politischen PunkRocker zu entscheiden, ist schlicht nicht möglich. Diese Scheibe hat aber durchaus eine Menge Highlights zu bieten. Da wird nicht lange gezappelt – mit Good and Ready geht’s schon mal ordentlich zur Sache. Ein Song der sich tief im Gedächtnis einbrennt und bei jeder sich bietenden Gelegenheit mitgegröhlt werden kann.

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Mein persönlicher Favorit ist allerdings die dritte Nummer Vices. Das Klavier zu Beginn sorgt schon mal für eine ordentliche Portion Gänsehaut, der Refrain setzt da aber noch mal eins drauf und geht mir direkt durch Mark und Bein – grandioser Song! Eigentlich fällt es mir schwer, mich danach noch auf den Rest der Platte zu konzentrieren – besser kann es nämlich nicht mehr werden.

Nagut okay, es folgen schon noch ein paar Meisterwerke und jeder davon ein Klassiker. Egal ob No Warning, We Are The Lost oder Shadow of the Dead – man muss nicht der größte Anti-Flag-Fan sein um diese Songs zu kennen.

Abgeschlossen wird dieses Gesamtkunstwerk von der folkigen Akustiknummer Tar and Sagebrush. Nach all der Wut, die Anti-Flag mit ihren Songs transportieren, geht man zum Schluss doch noch mit einem halbwegs positiven Gefühl aus der Sache raus – schön!

Eigentlich will ich hier gar nicht lange über die Scheibe reden, denn ihr alle kennt sie. Viel eher will ich euch dazu auffordern, dieses 10 Jahre alte Ding aus eurem Schrank zu holen und sofort auf den Plattenteller zu legen. Los!

The Prosecution – Words with Destiny

Wer Anti-Flag liebt, der darf sich ihre Schützlinge The Prosecution nicht entgehen lassen. Auf ihrer zweiten Platte Words with Destiny ist Chris #2 nämlich gleich beim Opener A New Sensation zu hören. Im Interview mit den Abendsbergern durften wir ein bisschen mehr über die Zusammenarbeit erfahren. Sowieso können die Jungs vor allem nach diesem Album nicht mehr leugnen, dass sie große Anti-Flag-Fans sind. Der Einfluss ist definitiv nicht zu überhören – das gilt nicht nur für den Sound, sondern auch für die politische Aussage.

Dennoch machen The Prosecution ihr eigenes Ding und mischen dem Ganzen eine ordentliche Portion Pauken und Trompeten – und eine Posaune und ein Saxophon und was man halt eben so braucht für anständigen Ska-Core – bei. Wirklich ganz großes Kino, was die Jungs da machen!

Neben A New Sensation finden sich da noch ein paar weitere Highlights. Zum Beispiel Liars oder Two Hearts One Chest oder auch The Big Bad White. Langweilig wird die Platte aus dem Jahr 2015 auf jeden Fall nicht. Und auch live überzeugen die Jungs auf ganzer Linie – was da so abgeht, könnt ihr hier nachlesen.

Mit The Bright Lights of America und Words with Destiny dürftet ihr für das Wochenende gut ausgerüstet sein – Cheers!

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