SOAB gibts schon seit mehr als zehn Jahren. Seit 2009 noch als Sonuvabitch bekannt kürzte man das ganze seit 2017 als SOAB ab. Musikalisch hat sich an der Mischung aus Alternative Rock, Pop-Punk und Nu-Metal wenig geändert, aber die Texte sind jetzt deutsch und die Musik etwas härter. Geändert hat sich allerdings etwas an der Plattenfirma, den seit diesem Jahr steht die Band bei Dritte Wahl Records unter Vertrag. So erschien bereits im August der gemeinsame Song Mit jedem Kilometer, der auch ein echter Brecher ist, nicht zuletzt  wegen dem markanten Gesang von Dritte-Wahl-Maestro Gunnar.

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So ein bisschen Probleme habe ich ja mit der Bandhistorie von SOAB. Wenn man wirklich jeden Bandwettbewerb mitnimmt, darunter so Mist wie X-Factor, dann fragt man sich schon, ob darunter die Street-Credibilität nicht etwas leidet. Aber ich bin auch kein Marketingexperte. Letztlich entscheidet die Musik. Crossover bin ich nicht immer so aufgeschlossen, klar, ich hatte auch mal meine H-Blockx- und Blackeyed-Blonde-Phase, aber letztlich halte ich es da lieber mit den 1980ern oder wenigstens Body Count. Aber ich geb auch zu, so schlecht finde ich die Mucke der Rostocker nicht. Geht bestimmt gut ab im Moshpit.

Ich mag allerdings auch nicht verhehlen, das ich Textzeilen wie „Trichterin Barbara Salesch mein Name/Ich verurteil Sie heute zur Saufeskapade!“ etwas grenzwertig finde. Nicht der einzige Ausfall auf dem Album, aber doch der gravierendste. Das Cover zeigt die Band auch beim Bierpong-Spielen im Park. Aber dafür gibts auch ein paar eher deepe Tracks, die solche Peinlichkeiten etwas ausgleichen. So gehts bei Get the Fuck Up auch über den Generationenkonflikt. Stichwort Bankenkrise und Letzte Generation. Dagegen geht es bei Gib mir Zeit um Verlust, trauer und Ängste.

Produziert wurde des Album vom Produzententeam Sawdust Recordings (Annisokay), das merkt man der druckvollen Produktion an.

Insgesamt hat mich das Album durchaus beeindruckt.

  1. Wieder da
  2. Beiss ab
  3. Gib mir Zeit
  4. Not Alone
  5. How we know
  6. Get the fuck up
  7. Alles was du willst
  8. Wie fühlt es sich an
  9. WHIRSIR
  10. Hush
  11. Another Fake
  12. Überfall
  13. Mit jedem Kilometer (feat. Dritte Wahl)
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– Playlist: Happy Release Day
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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc. nach dessen Einstellung wechselte er mit Max zu AWAY FROM LIFE.
soab-ok-wow-review-2022Solides Album mit Höhen und Tiefen zwischen Nu-Metal-, Punk und Alternative.

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