Nach den ganzen komplizierten Punkbands mit ihren hochkomplexen Songstrukturen fühlt sich eine Band wie The Give It Ups wie willkommener und dringend benötigter Urlaub an. Mit All Thumbs veröffentlicht das Trio aus Osnabrück in den kommenden Tagen ihr Debütalbum.
Man weiß eigentlich schon genau, wo die Inspirationen für Text und Musik liegen, wenn eine Band mit einem „The“ beginnt. Die Vermutung wird weiter unterstrichen, wenn auf Schnickschnack wie Soli und Tracks, die länger als zwei Minuten gehen, größtenteils bis ganz verzichtet wird. Und dennoch lassen sich The Give It Ups genug Platz für äußerst hinreißenden Charme und sympathische Backingvocals.
All Thumbs ist sauber produziert, jedoch nicht so sauber, dass es klinisch wirkt. Die drei Instrumente finden zu jedem Zeitpunkt ihr Gehör und trotz der Leichtigkeit gibt es genug zu entdecken. Vielfalt wird im Rahmen des Ramones-Sounds geboten, Ausreißer nach oben oder unten gibt es nicht. The Give It Ups stellen mit ihrem Erstlingswerk eindeutig klar, wie sie klingen wollen. Häufig sind Erstlingswerke inkonsistent, All Thumbs vermeidet diese Stolperfalle problemlos.
Nun ist All Thumbs kein absolutes Must-have im Plattenregal, nur muss man sich auch nicht schämen, die Platte auf der nächsten Familienfeier aufzulegen. Gerade eben als Erstlingswerk braucht sich das Album überhaupt nicht zu verstecken. Sind ein paar Euro im Portemonnaie trotz Inflation über, dann ist eine Investition in ein pinkes Vinyl durchaus erstrebenswert.
All Thumbs erscheint am 19. Juni auf Vinyl und digital.
Tracklist
- Give It Up
- All Thumbs
- Never Give It Up
- Instead of Kurt
- Behind the Autoscooter
- Peanutbutter Junkie
- Everything About You
- Born To Shred
- The Worst Taxi Driver
- Anywhere Else
- Flower Tattoo
- Take Your Hemp Out Of My Amp
- Not Just A Mess
- Gimme Parole
The Give All Ups Live 2026
31.07. Osnabrück – Bastard Club (Bad Cop Bad Cop Support)
21.08. Nordenham – Ahoi Nordenham – Das Stadtfest
















