Nun habe ich euch ja vergangenen Freitag im Rahmen der Platten der Woche noch das Debüt-Album der Briten vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war das neue Album von Trash Boat bereits veröffentlicht, ich hatte nur noch ein bisschen Angst reinzuhören. Sämtliche Ängste waren allerdings völlig unbegründet. Trash Boat präsentieren sich noch härter, noch lauter und noch besser als sie es mit ihrem Debüt Nothing I Write You, Can Change What You’ve Been Through getan haben. 

Am 20.Juli erschienen das neue Album Crown Shyness über Hopeless Records. Hier dröhnt es weichspülerfreien Pop-Punk aus den Boxen, wie er sein soll. Wütend, derb und rau mit einer guten Portion Melodie zwischen den Zeilen. Wie im düsteren Wald, wenn die Sonne durchblitzt – dem Titel der Scheibe werden Trash Boat durchaus gerecht!

Trash Boat

Der Opener Inside Out macht die Entwicklung der noch recht jungen Band deutlich. Schlag auf schlag geht’s weiter mit Shade. Nothing New enttäuscht mich zunächst, da ist mir der sonst so krächzende Gesang auf einmal zu clean. Dann überzeugt der Song mit seinem treibendem Tempo aber doch. Ihrem Stil bleiben die Briten treu. Wie schon auf dem Debüt-Album gibt es softere Parts zu hören. So präsentiert sich Old Soul zunächst recht ruhig, baut dann allerdings ordentlich Spannung auf. Bei Controlled Burn werden die Jungs anschließend noch wütender und geben richtig Gas. 

Don’t Open Your Eyes lässt dann doch noch die Wurzeln der Band durchblicken. Vor allem der Gesang präsentiert sich hier wieder ein bisschen poppiger. Kontrastiert wird das jedoch durch einen recht düsteren Sound – die Kombination steht Trash Boat tatsächlich richtig gut. Der Titelsong, welcher oftmals ein Album repräsentiert, zeigt sich hier sehr untypisch. Eine tieftraurige Akustiknummer, die mir fast Tränen in die Augen treibt. Das können die Jungs also auch – schön! 

Weiter geht’s dann eigentlich doch recht unspektakulär. Silence schließt sich dem wütenden Sound der ersten Songs an. Der letzte Track Love, Hate, React, Relate vereint nochmal die sowohl ruhigeren als auch die härteren Elemente des Albums und bietet somit einen guten Abschluss. 

Trash Boat vereinen hier derbe Sounds aus dem Bereich des Hardcore und melodische Elemente des Pop-Punks ohne auch nur einen Moment lang kitschig zu werden. Insgesamt ein energiegeladenes und doch abwechslungsreiches Album, das in Sachen Qualität den Vorgänger sicherlich übertrifft. Allerdings fehlen mir noch die Highlights – vielleicht brauch ich dafür aber auch einfach nur ein paar mehr Hördurchgänge! 

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