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Nachdem World Negation aus Saarlouis 2016 ihr Debütalbum Imbalance vorlegte, gibt es es nun ein gutes Jahr später Nachschlag von der die im Jahr 2013 gegründete Hardcore Band. So veröffentlicht World Negation mit Born Broken eine brandneue EP auf Demons Run Amok Entertainment.

Grund für uns der Band noch einmal näher auf den Zahn zu fühlen. Wir hatten Sänger Andreas und Gitarrist Maik dazu bei uns im Interview.

Viele sind oft der Meinung, in eine Hardcore Band einzusteigen bedeutet, sich in einen Nightliner zu setzen und anschließend Gage und Merchkohle auf den Kopf zu hauen.

Interview mit Maik und Andreas von World Negation

AFL: Seit der Veröffentlichung eures Debütalbums „Imbalance“ und unseres letzten Interviews ist etwas mehr als ein Jahr vergangen. War es für euch wichtig nicht zu lange damit zu warten neues Material zu veröffentlichen?

Maik: Wir wollten halt nicht zu viel Zeit verstreichen lassen und hatten neues Material parat. Zudem hatten wir ja sowieso eine Live-Pause aufgrund von persönlichen Dingen, die wir dann sinnvoll genutzt haben und ins Studio gegangen sind.

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AFL: Meiner Meinung nach macht ihr bei „Born Broken“ dort weiter, wo ihr bei „Imbalance“ aufgehört habt. War es für euch wichtig euren Sound beizubehalten? Und wo und wie unterscheidet sich die neue EP von „Imbalance“ eurer Meinung nach?

Maik: Indirekt stimmt das. Irgendwo ist man als Band ja aufeinander eingespielt und hat somit seinen Style. Wobei ich finde, dass bei der Born Broken 7“ der Sound etwas metallischer und härter ist als bei der “Imbalance” aber im großen und ganzen sind wir unserer Linie ziemlich treu geblieben

Andreas: Textlich geht’s im Prinzip genauso weiter wie bei den vorigen Releases, wobei es mit den Songs „My Own Hell“ und „Black Rain“ sehr stark in eine persönliche Richtung geht, ähnlich wie bei z.B. „Touching The Void“ von der Imbalance, und die beiden andern Songs dann eher vergleichbar sind mit „Walking Tall“ oder „Snakes“ von unserer ersten EP. Also bunt gemischt diesmal.

World Negation – Born Broken ::: Review (2017)

AFL: Es gab auch einen Wechsel im Line-Up. Ihr seid nur noch zu viert unterwegs. Wollt ihr den Platz in Zukunft wieder auffüllen oder bleibt ihr jetzt zunächst einmal Quartett?

Maik: Wir werden zunächst mal als Quartett weitermachen. Es ist halt auch oftmals schwierig Leute zu finden, die zum einen hundertprozentig hinter der Sache stehen und auch ein so zeitintensives “Hobby” in ihren Alltag integriert kriegen.

Andreas: Viele, vor allem junge Musiker, sind oft noch der Meinung, in eine Hardcore Band einzusteigen bedeutet sich in einen Nightliner zu setzen und anschließend Gage und Merchkohle auf den Kopf zu hauen. Wenn man die Jungs dann auf den Boden der Tatsachen zurückholt und sie sehen, dass die Sache mit Arbeit, Abstrichen im Privatleben und Kosten verbunden ist, ist das Interesse ganz schnell verflogen. Wir schließen nicht aus, nochmal zu fünft aufzutreten, allerdings wollen wir uns nicht unter Druck setzen und lieber warten, bis jemand gefunden wird, bei dem alles 100% passt…

AFL: Wie kamt ihr auf die Idee zum Artwork von „Born Broken“ und wer war dafür zuständig? Das Cover lässt ja ein wenig an BAD RELIGION erinnern.

World Negation – Born Broken (Cover zur Verfügung gestellt von 7even AM)

Andreas: Die Grundidee kam von mir und wurde dann von uns gemeinsam ausgearbeitet. Wir wollten Dinge integrieren, die einem das Leben schwer machen können, aber auch aufbauende Sachen, wie eben die Poster an der Wand von Madball und Bad Religion.

Maik: Das Born Broken–Cover  wurde von unserem Drummer Hector gezeichnet. Wir hatten halt nach etwas gesucht dass zum Titel und zur Stimmung der Platte passt. Bad Religion und Madball sind Bands, die wir alle sehr mögen und deshalb wurde auch deren Logos bewusst hinzugefügt.

AFL: Ihr seid mittlerweile seit knapp vier Jahren gemeinsam unterwegs. Gab es denn gewisse Bands, die euch damals dazu inspiriert haben WORLD NEGATION zu gründen?

Maik: Ich denke, dass es für jeden von uns die eine oder andere Band gibt, die ihn inspiriert hat ein Instrument zu erlernen und das Bestreben zu haben auf der Bühne zu stehen. Bei mir waren das Bands der 90er Hardcore Schiene.

Andreas: Da wir alle bereits vorher schon mal in Bands gespielt haben, war es eher eine klare Sache, dass jeder von uns  wieder eine Band braucht, um das, was ihn mal an anderen Bands fasziniert und inspiriert hat, weiter umsetzen zu können. Das waren bei mir damals Bands wie Madball, Life Of Agony, Sworn Enemy, Shattered Realm….

AFL: Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür. Man hört immer wieder von Leuten sagen, dass es ganz egal sei, was man wähle, denn am Ende kommt eh nichts raus. Wie steht ihr zu solchen Aussagen?

Maik: Ich finde das solche Aussagen kompletter Quatsch sind. Jeder der wählen geht, kann verhindern, dass dem braunen Pack auf Bundestagsebene eine Bühne geboten wird.

Andreas: Wenn jemand denkt, es ist egal was man wählt, kann man zumindest immer noch durch ungültige Stimmabgabe den Prozentsatz der AfD runterschrauben…. also ich finde die Beteiligung schon wichtig.

AFL: Das Jahr 2017 hat schon das ein oder andere Hammer-Release rausgebracht. Eure bisherigen Favorites sind?

Maik: Mein persönlicher Favorit bislang ist die “Self Supremacy” von MALEVOLENCE. Hammer Platte (unser Review)

Andreas: Ganz klar, Blood By Days – “Throughout The Years” (unser Review).

AFL: Wenn ihr euch eine Band aussuchen könntet, mit der es mit WOLRD NEGATION auf Tour gehen würde, welche wäre es und wo würde die Tour stattfinden?

Maik: Da gibt’s bestimmt die ein oder andere, haha.  Ich würde gerne mal mit Gorilla Biscuits touren.

Andreas: Ich hab da eigentlich keine besondere Wunschband. Natürlich ist es immer cool mit Bands unterwegs zu sein,  zu denen man aufschaut und von denen man inspiriert wird, aber ich finde auf Tour kommt es vor allem drauf an, dass es menschlich passt. Wir hatten schon ne gute Zeit mit großen, erfahrenen Bands, aber auch mit 17-/18-jährigen Jungs, die gerade ihre erste Show gespielt haben. Genauso haben wir aber auch schon Bands beider Kategorien getroffen, die total abgehoben waren… Richtung Südeuropa wäre aber mal cool.

AFL: Apropos Tour; habt ihr da im Zuge des Releases irgendetwas geplant?

Maik: Ende September geh’s nach Finnland für ein Wochenende und am 24. November wird unsere Release Party im heimischen Saarlouis stattfinden.

Andreas: Eine kurze Tour wird es auch noch geben, da gibt’s aber noch kein Datum dazu…

AFL: Vielen Dank für das Interview. Die letzten Worte gehen raus an euch!

Maik: Wir danken euch für das Interview! Preordert die 7” bei Demons Run Amok, geht wählen und supportet lokale Bands! Peace.

Born Broken erscheint auf 300 Stück limitierten 7″ Vinyl auf Demons Run Amok Entertainment und kann hier vorbestellt werden.

Demons Run Amok - Fest

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