Das Original von A Death-Grip on Yesterday erschien am 28. März 2006, am 30. Oktober 2026 gibt es eine Neuauflage vom dritten Studioalbum von Atreyu. Damals gelangte das Werk auf Platz 9 der Billboard-200-Charts und war damit das erste Top-10-Album. Dieses Jahr erscheint es über Craft Recordings, vor 20 Jahren war Victory Records die Label-Heimat.
Es gibt schwarzes Vinyl sowie limitierte Varianten:
Fire Smoke – Craft Recordings
Blazing Yellow – Revolver
Die eigentliche Vinyl-Neuauflage behält die ursprüngliche Tracklist mit neun Songs bei.
Besonders interessant ist Her Portrait in Black: Der Song wurde während der A Death-Grip on Yesterday-Sessions aufgenommen, schaffte es aber nicht auf das Album. Er landete stattdessen auf dem Soundtrack von Underworld: Evolution und ist 2026 wieder offiziell digital verfügbar.
Die Wurzeln auf diesem Release sind noch deutlich zu hören, trotzdem steht die Band im Zeichen des Wandels. Die Härte und Metalcore-Wurzeln von Suicide Notes and Butterfly Kisses (2002) und auch The Curse (2004) sind noch vorhanden, werden aber immer weiter angereichert mit melodischeren, radio-tauglicheren Anteilen. Cleane Vocals, eingängige Refrains – alles wird mehr. Gerade Ex’s and Oh’s als erste Album-Single und auch The Theft zeigen dies sehr deutlich.
Von 2011 bis 2014 war die Band in Pause, im September 2020 trennte man sich von Sänger Alex Varkatzas. Aber nach A Death-Grip on Yesterday empfand ich den Sound eher schwieriger bezüglich Zugänglichkeit. Kein Album nach 2006 ist besonders stark in Erinnerung bei mir (beginnend mit dem 2007er Lead Sails Paper Anchor, dem ersten Release auf Hollywood Records), ein deutlich Unterschied zu den ersten drei Album.
Alle Stücke haben hier richtig starkes Potential und konnte mich damals wie heute überzeugen. Ein Re-Release gibt mir immer wieder Gelegenheit, das Werk nochmal öfter zu hören. Persönliche Texte von dysfunktionalen Beziehungen, über „lass dich nicht von dem Weg abbringen, den du für richtig hälst“, The Theft wurde von Edward mit den Scherenhänden inspiriert.
A Death-Grip on Yesterday bleibt für mich ein Höhepunkt der frühen Atreyu-Phase: hart, melodisch und voller eingängiger Refrains, ohne die Metalcore-Wurzeln zu verlieren. Die neun Songs funktionieren auch 20 Jahre später noch hervorragend. Der Re-Release ist deshalb mehr als Nostalgie – er liefert einen guten Anlass, dieses starke Album erneut zu entdecken.

















