Dystopic Festival (2026)
Dystopic Festival (2026)

Im April hatte ich euch das Dystopik Festival bereits angekündigt. Am 2. und 3. Oktober war es dann endlich so weit und wir machten uns auf den Weg nach Nancy beziehungsweise Maxéville zur zweiten Ausgabe des Festivals.

Zwei Tage Punk, Post-Punk, Hardcore, Oi! und Synthpunk standen auf dem Programm. Das Ganze fand in einer Brauerei statt und war auf gerade einmal 300 Leute limitiert. Beste Voraussetzungen also für ein kleines DIY-Festival.

Und um es schon einmal vorwegzunehmen: Die Reise hat sich definitiv gelohnt.

- Stäbruch 2026 - Stäbruch Fest 2026 Stäbruch Fest 2026

Freitag 02.Oktober 2026

Bevor es überhaupt zum Festival ging, stand am Freitag erst einmal Nancy auf dem Programm. Und die Stadt überraschte mich wirklich. Die Altstadt und natürlich der Place Stanislas sind wunderschön und definitiv einen Besuch wert.

Natürlich fanden wir irgendwann auch eine Bierbar mit einer ziemlich beeindruckenden Auswahl an Bieren vom Fass.

So weit, so entspannt.

 

Kurz darauf wurde es allerdings etwas weniger entspannt.

Wir gerieten mitten in Studentenproteste. Brennende Mülltonnen, Polizei und schließlich sogar Tränengas – Nancy bot an diesem Nachmittag jedenfalls deutlich mehr Rahmenprogramm, als wir erwartet hatten.

Danach ging es endlich zum eigentlichen Grund unseres Besuchs: dem Dystopik Festival.

Die Location passte perfekt. Eine Brauerei voller Punks und Skins, die Stimmung vollkommen relaxt und easy. Dazu gab es jede Menge Distro-Kram mit Platten, Tapes, Fanzines und allem, was dazugehört. Für das leibliche Wohl sorgte unter anderem ein veganer Foodtruck.

Das Craftbeer der Brauerei war zwar nicht unbedingt meine große Leidenschaft, aber irgendwas ist ja immer.

Chivers

Den Anfang machten Chivers aus Nancy. Zwei Typen, ein Synthesizer und ein Bass – mehr braucht es manchmal einfach nicht.

Dunkler Synth-Wave/Post-Punk traf auf fette Beats und ordentlich 80er-Flair. Das Ganze klang ein wenig, als würde irgendwo in einem düsteren Bunker eine Party stattfinden, von der eigentlich niemand wissen durfte.

Vor allem war es aber total mitreißend. Ein richtig guter Einstieg in das Festival.

Chivers - live @ Dystopic Festival 82026)
Chivers – live @ Dystopic Festival 82026)

No Filter

Eigentlich hatte ich an dieser Stelle Utopie auf meinem Zettel, allerdings hatten No Filter und Utopie ihre Plätze getauscht.

No Filter legten direkt ordentlich los. Synthpunk, Coldwave und Oi!-Elemente trafen aufeinander, live entwickelte das Ganze aber noch einmal eine ganz eigene Energie.

Das Publikum ging schnell mit, es wurde gepogt und die Band wurde tatsächlich von Song zu Song besser.

Spätestens bei Sauvages gab es dann kein Halten mehr. Sauvage, on est sauvage – und genau so benahm sich das Publikum auch. Der Song wurde komplett abgefeiert.

Mit Le Suicidaire killten No Filter dann endgültig alles. Der Sänger ging ins Publikum und ab dafür. Was für ein Song und was für ein Moment.

Richtig geiler Auftritt!

No Filter - Live @ Dystopic Festival
No Filter – Live @ Dystopic Festival

Utopie

Danach waren dann wirklich Utopie an der Reihe – und damit tatsächlich die erste Band des Abends mit einem richtigen Drummer.

Nach eigener Aussage hatte die Band schon ewig nicht mehr gespielt. Musikalisch gab es Punk, teilweise schön schnell gespielt. Schlecht war das definitiv nicht und einige Songs gefielen mir durchaus.

Nach Chivers und vor allem No Filter packte mich Utopie persönlich allerdings etwas weniger.

Also nutzte ich die Gelegenheit und schaute mich etwas genauer bei den Distros um. Die Auswahl war riesig. Besonders die vielen alten Fanzines machten Spaß.

Dabei wurde mir wieder bewusst, wie schade es eigentlich ist, dass man sich viel zu selten mit der französischen Szene beschäftigt. Frankreich hatte schon immer eine verdammt interessante Punk-Szene – und hat sie noch immer.

Zwischendurch musste natürlich auch etwas zu essen her. Beim veganen Foodtruck La Chouette Cuisine gab es Gemüse-Beignets.

Geiles Zeug!

Youth Avoiders

Dann kamen Youth Avoiders.

Hier kannte ich endlich auch mal einige Songs. Zuletzt hatte ich die Band einige Jahre zuvor bei der Booze Cruise im Hafenklang gesehen.

Und was soll ich sagen? Die sind immer noch geil.

Von der ersten Sekunde an gab es eine energiegeladene Show. Genau das ist Hardcore – zumindest das, was ich darunter verstehe. Kein unnötiger Schnickschnack, sondern einfach nach vorne und alles niederreißen.

Was für eine Wucht!

Der Sänger ging ab wie Sau, Stagedives inklusive, und vor der Bühne entstand der wildeste Pit des bisherigen Abends. Für mich waren Youth Avoiders ganz klar die härteste Band des Freitags.

Sie rissen den Laden einfach komplett auseinander.

Sau, sau geil!

Youth Avoiders - Live @ Dystopic Festival (2026)
Youth Avoiders – Live @ Dystopic Festival (2026)

Saccage

Zum Abschluss standen Saccage aus Paris auf der Bühne. Antifaschistischer Oi!, Sturmhauben und keinerlei Zweifel daran, wohin die Reise ging.

Musikalisch gibt es straighten Oi! mit jeder Menge Ohoho-Chören zum Mitgrölen. Die Band hatte hier offensichtlich eine ordentliche Fanbase, denn von Beginn an ging vor der Bühne einiges.

Saccage lieferten eine richtig starke Show ab und zeigten ziemlich schnell, warum sie an diesem Abend ganz oben auf dem Billing standen.

Später kam sogar noch ein Saxophon zum Einsatz, was mich ein wenig an die Stage Bottles erinnerte und erstaunlich gut zum Sound passte.

Für mich gehörten Saccage zusammen mit Youth Avoiders und No Filter zu den absoluten Höhepunkten des ersten Tages.

Wer auf guten, straighten Oi! steht, sollte sich die Pariser unbedingt anhören.

Ultra geiler Auftritt und ein mehr als verdienter Headliner.

Damit war Tag eins durch.

Saccage - Live @ Dystopic Festival (2026)
Saccage – Live @ Dystopic Festival (2026)

Samstag 03. Oktober 2026

Am Samstag ließen wir es zunächst etwas ruhiger angehen. Wir schauten uns noch ein wenig Nancy an, gingen shoppen und natürlich gab es auch das eine oder andere leckere Bier.

Danach ging es zurück ins Airbnb. Ein bisschen hinlegen konnte schließlich nicht schaden.

Nun ja.

Aus ein bisschen hinlegen wurde offenbar genug Schlaf, um die ersten beiden Bands des Tages zu verpassen. Scheiße gelaufen. Dafür waren wir rechtzeitig zu Joy/Disaster wieder am Start.

Joy/Disaster

Bei Joy/Disaster ist der Name irgendwie Programm.

Der Einfluss von Joy Division war kaum zu überhören. Teilweise hatte man tatsächlich den Gedanken, Ian Curtis sei samt Band noch einmal auferstanden.

Das soll allerdings nicht heißen, dass Joy/Disaster einfach nur eine Joy-Division-Kopie sind. Auch Sisters of Mercy sind für mich als Einfluss herauszuhören und die Band bringt durchaus genug Eigenes mit.

Vor allem holte mich das Ganze ab – und das ist am Ende schließlich die Hauptsache.

Sehr guter Auftritt!

Zwischendurch traf ich draußen Julien von Rancoeur an seinem Merchstand von Tendresse Apparel. Er erzählte mir, dass er noch jede Menge Nachrichten von Leuten bekommen hatte, die gerne zum Festival gekommen wären.

Aber ausverkauft war nun einmal ausverkauft. Keine Ausnahmen.

Das zeigte natürlich auch, dass man mit dem Dystopik einiges richtig gemacht hatte.

Short Days

Als Nächstes kamen Short Days.

Speedpunk – und hier ist der Name wirklich Programm.

Die Band hatte ich bis dahin überhaupt nicht auf dem Schirm. Das sollte sich nach diesem Auftritt definitiv ändern.

Von Beginn an ging es in einem Wahnsinnstempo nach vorne. Keine großen Pausen, kein unnötiger Schnickschnack – einfach drauf.

Gegen Ende knüppelten sie dann endgültig alles nieder.

Brutal gut!

Nach ungefähr einer halben Stunde war Schluss. Bei dieser Geschwindigkeit reichte das allerdings auch vollkommen.

Eine der großen Überraschungen des Festivals und definitiv eine Band, mit der ich mich noch einmal genauer beschäftigen muss.

Chain Cult

Bei Chain Cult wurde es dann richtig voll.

Gefühlt wollte jeder auf dem Festival die Band sehen – und für mich waren Chain Cult ebenfalls einer der Hauptgründe gewesen, überhaupt nach Nancy zu fahren.

Witzigerweise hätte ich sie wohl schon längst einmal sehen können. Mein Kumpel Zechi erzählte mir letztens, dass Chain Cult wohl bei einer Ausgabe der Booze Cruise gespielt hatten, bei der ich ebenfalls war. Die muss ich dann irgendwie verpasst haben.

Und mein Kumpel Dennis hatte sie sogar schon einmal im Dreikönigskeller in Frankfurt veranstaltet. Ausgerechnet an dem Abend konnten wir aber nicht hin.

Also musste ich erst nach Nancy fahren, um Chain Cult endlich live zu sehen.

Mittlerweile herrschten gefühlte 100 Grad in der Halle. Niemand wollte die Band verpassen und entsprechend voll war es vor der Bühne.

Und Chain Cult lieferten.

Hit nach Hit.

Mit The Uninvited, End of Days und Shallow Grave waren einige meiner Favoriten dabei. Und natürlich durfte auch We’re Not Alone nicht fehlen – mein absoluter Lieblingssong von Chain Cult.

Spätestens da hatte sich die Fahrt für mich schon gelohnt.

Ein verdammt starker Auftritt einer Band, die ich nun endlich auch live gesehen hatte.

Chain Cult - Live @ Dystopic Festival (2026)
Chain Cult – Live @ Dystopic Festival (2026)

Cuir

Zum Abschluss kamen CUIR .

Ausgesprochen wird der Name queer, das französische Wort cuir bedeutet Leder. Und das passt ziemlich gut: Lederjacken überall und der Sänger natürlich mit seiner typischen rosa Leder-Fetischmaske.

Wie der Typ es bei der Hitze unter diesem Ding ausgehalten hat, bleibt mir ein Rätsel. Der musste da drunter eigentlich komplett kaputtgegangen sein.

Was soll ich zu Cuir groß sagen? Ich habe die Alben und die sind geil.

Live war das Ganze allerdings noch einmal eine Nummer besser.

Unfassbar, wie diese Band abging!

Der Synth-/Electro-Punk klang live mit kompletter Band deutlich weniger elektronisch als auf Platte und bekam stattdessen eine sau geile Energie.

Das Publikum feierte Cuir vollkommen zurecht.

Ein würdiger Headliner und ein mega Abschluss für zwei Tage Dystopik.

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Eigentlich wollte ich doch sparen …

Nach Cuir ging ich noch einmal kurz raus, quatschte mit ein paar Leuten und machte dann den Fehler, noch einmal bei den Distros vorbeizuschauen.

Eigentlich hatte ich ja sparen wollen.

Eigentlich.

Am Ende wanderten noch eine Chain-Cult-LP, eine Single von La Gare du Nord – die ich an dieser Stelle ebenfalls nur empfehlen kann –, ein Fanzine und ein The-Oppressed-Shirt in meinen Besitz.

Zu meiner Verteidigung: Die Preise waren wirklich sau fair.

Das galt übrigens nicht nur für die Distros, sondern eigentlich für das gesamte Festival.

Fazit

Was bleibt also nach zwei Tagen Dystopik?

Zwei geile Tage mit sau geilen Bands, einem klasse Publikum und Leuten, die von überall her angereist waren. Wir trafen Menschen aus Mainz, Mannheim, Luxemburg, Saarbrücken, der Pfalz, Frankreich, Belgien und wer weiß, woher noch.

Dazu eine coole Location und eine Atmosphäre, die von Anfang bis Ende entspannt war.

Ein einziges wirkliches Manko gab es allerdings: zwei Klos.

Zwei.

In einer Brauerei.

Bei einem Punkfestival.

Ihr könnt euch vorstellen, wie gut das funktionierte.

Teilweise entstanden ziemlich lange Warteschlangen, was leider auch dazu führte, dass einige Typen irgendwann draußen die Hecken als Alternative entdeckten.

Aber sei’s drum.

Natürlich könnte man das Dystopik größer aufziehen und aufgrund der Nachfrage wahrscheinlich auch deutlich mehr Tickets verkaufen. Gerade dass es so klein geblieben ist, machte für mich aber einen großen Teil des Charmes aus.

Es war einfach sau nett.

Und ich sage es immer wieder: Man sollte seinen Blick viel öfter auf französische Bands richten. Hier gab und gibt es sau geile Bands zu entdecken.

Die Szene lebt – und wie!

Ich habe schon lange nicht mehr so viele Iro-Punks und Skinheads auf einem Fleck gesehen.

Das hier ist sicherlich nichts für Nike-Air-tragende Banker, die am Wochenende zu Terror gehen und danach meinen, sie wären plötzlich Punks oder Teil einer Hardcore-Szene.

Das hier war der Real Deal.

DIY bis zum Ende.

Respekt dafür.

Nächstes Jahr gerne wieder.

Oi!

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Version française

En avril, je vous avais déjà parlé du Dystopik Festival. Les 2 et 3 octobre, le moment était enfin venu : direction Nancy, ou plus précisément Maxéville, pour la deuxième édition du festival.

Deux jours de punk, post-punk, hardcore, Oi! et synthpunk étaient au programme. Le tout se déroulait dans une brasserie et était limité à seulement 300 personnes. Autant dire que les conditions étaient idéales pour un petit festival DIY.

Et autant le dire tout de suite : le déplacement en valait vraiment la peine.

Vendredi 02. Octobre 2026

Avant même de nous rendre au festival, nous avons commencé notre vendredi par une visite de Nancy. Et franchement, la ville m’a vraiment surpris. La vieille ville et, bien sûr, la place Stanislas sont magnifiques et valent clairement le détour.

Évidemment, nous avons fini par trouver un bar proposant une sélection assez impressionnante de bières à la pression.

Jusque-là, tout était tranquille.

Mais peu après, l’ambiance est devenue un peu moins calme.

Nous nous sommes retrouvés en plein milieu de manifestations étudiantes. Poubelles en feu, police et même gaz lacrymogènes – Nancy nous a offert cet après-midi-là un programme annexe un peu plus mouvementé que prévu.

Ensuite, il était enfin temps de rejoindre la vraie raison de notre venue : le Dystopik Festival.

Le lieu était parfait. Une brasserie remplie de punks et de skins, avec une ambiance totalement détendue et sans prise de tête. Il y avait également de quoi fouiller du côté des distros : vinyles, cassettes, fanzines et tout ce qui va avec. Et pour manger, il y avait notamment un food truck vegan.

La craft beer de la brasserie n’était pas forcément ce qui me faisait le plus rêver, mais bon, on ne peut pas tout avoir.

Chivers

Ce sont Chivers, de Nancy, qui ont ouvert les hostilités. Deux mecs, un synthé et une basse – parfois, il n’en faut pas plus.

Un mélange sombre de synth-wave et de post-punk, avec de gros beats et une bonne dose d’ambiance années 80. Le tout donnait un peu l’impression d’assister à une fête clandestine dans un bunker sombre quelque part, dont personne n’était censé connaître l’existence.

Mais surtout, c’était vraiment entraînant. Une excellente façon de commencer le festival.

No Filter

À la base, j’avais Utopie sur mon programme à ce moment-là, mais No Filter et Utopie avaient échangé leurs créneaux.

No Filter ont attaqué directement. Synthpunk, coldwave et éléments Oi! se mélangeaient, mais sur scène, l’ensemble développait encore une toute autre énergie.

Le public est rapidement entré dans le jeu, ça pogotait devant la scène et le groupe devenait franchement meilleur morceau après morceau.

Au plus tard avec Sauvages, il n’y avait plus moyen d’arrêter qui que ce soit. Sauvage, on est sauvage – et c’est exactement comme ça que le public s’est comporté. Le morceau a été complètement célébré.

Et avec Le Suicidaire, No Filter ont définitivement tout explosé. Le chanteur est descendu dans le public et c’était parti. Quel morceau et quel moment !

Putain de bon concert !

Utopie

Cette fois, c’était vraiment au tour d’Utopie – et donc du premier groupe de la soirée avec un vrai batteur.

D’après le groupe lui-même, cela faisait une éternité qu’ils n’avaient plus joué. Musicalement, on était dans le punk, avec quelques morceaux bien rapides. Ce n’était vraiment pas mauvais et certains titres m’ont plutôt bien plu.

Mais après Chivers et surtout No Filter, Utopie m’a personnellement un peu moins accroché.

J’en ai donc profité pour aller fouiller un peu plus sérieusement dans les distros. Le choix était énorme. J’ai particulièrement apprécié la quantité de vieux fanzines disponibles.

Et ça m’a une nouvelle fois rappelé à quel point c’est dommage qu’on s’intéresse si peu à la scène française. La France a toujours eu une scène punk vraiment intéressante – et c’est toujours le cas aujourd’hui.

Entre-temps, il fallait évidemment manger quelque chose. Direction le food truck vegan La Chouette Cuisine pour des beignets de légumes.

Excellent !

Youth Avoiders

Puis ce fut au tour de Youth Avoiders.

Là, je connaissais enfin quelques morceaux. La dernière fois que j’avais vu le groupe remontait à quelques années, lors de la Booze Cruise au Hafenklang.

Et qu’est-ce que je peux dire ? Ils sont toujours aussi bons.

Dès la première seconde, le groupe a livré un set bourré d’énergie. Voilà exactement ce qu’est le hardcore – en tout cas, ce que moi j’entends par hardcore. Pas de fioritures inutiles : on fonce droit devant et on détruit tout sur son passage.

Quelle claque !

Le chanteur s’est donné à fond, stage dives compris, et devant la scène s’est formé le pit le plus sauvage de toute la soirée jusque-là. Pour moi, Youth Avoiders étaient clairement le groupe le plus brutal du vendredi.

Ils ont tout simplement retourné la salle.

Putain, putain que c’était bon !

Saccage

Pour terminer la soirée, place à Saccage de Paris. Oi! antifasciste, cagoules et aucun doute sur la direction que tout cela allait prendre.

Musicalement, on était sur de la Oi! bien directe, avec beaucoup de refrains en Ohoho parfaits pour chanter tous ensemble. Le groupe avait visiblement pas mal de fans sur place et, dès le début, ça bougeait sérieusement devant la scène.

Saccage ont livré une prestation vraiment solide et ont rapidement montré pourquoi ils occupaient la place de tête d’affiche ce soir-là.

Plus tard, un saxophone est même venu s’ajouter au set, ce qui m’a un peu rappelé Stage Bottles – et ça fonctionnait étonnamment bien avec leur son.

Pour moi, Saccage faisaient partie, avec Youth Avoiders et No Filter, des grands moments de cette première journée.

Si vous aimez la bonne Oi! directe et sans détour, allez écouter les Parisiens.

Un concert énorme et une place de tête d’affiche largement méritée.

Et voilà pour le premier jour.

Samedi 03. Octobre 2026

Le samedi, nous avons commencé la journée un peu plus tranquillement. Nous avons continué à visiter Nancy, fait un peu de shopping et, évidemment, bu une ou deux bonnes bières.

Ensuite, retour à l’Airbnb. Une petite sieste ne pouvait pas faire de mal.

Enfin…

La petite sieste a apparemment duré suffisamment longtemps pour nous faire rater les deux premiers groupes de la journée. Tant pis. Au moins, nous étions de retour à temps pour Joy/Disaster.

Joy/Disaster

Avec Joy/Disaster, le nom donne déjà une assez bonne idée de ce qui nous attend.

L’influence de Joy Division était difficile à ignorer. Par moments, on pouvait presque avoir l’impression qu’Ian Curtis et son groupe étaient revenus d’entre les morts.

Mais cela ne veut absolument pas dire que Joy/Disaster ne sont qu’une simple copie de Joy Division. J’entends également une certaine influence de Sisters of Mercy, et le groupe possède suffisamment de personnalité pour exister par lui-même.

Et surtout, ça m’a plu – et au final, c’est bien ça le principal.

Très bon concert !

Entre deux groupes, j’ai croisé Julien de Rancoeur dehors, à son stand de merch Tendresse Apparel. Il m’a raconté qu’il avait reçu beaucoup de messages de personnes qui voulaient encore venir au festival.

Mais complet, c’est complet. Pas d’exception.

Ce qui montre aussi que le Dystopik avait clairement fait les choses comme il fallait.

Short Days

Ensuite, place à Short Days.

Speedpunk – et là, le nom du groupe était vraiment tout un programme.

Jusque-là, je n’avais absolument pas ce groupe sur mon radar. Après ce concert, ça allait clairement changer.

Dès le début, tout est parti à une vitesse folle. Pas de longues pauses, pas de fioritures inutiles – juste à fond.

Et vers la fin, ils ont définitivement tout détruit.

Brutalement bon !

Après environ une demi-heure, c’était terminé. Mais à cette vitesse-là, une demi-heure suffisait largement.

L’une des grosses surprises du festival et définitivement un groupe que je vais devoir écouter de plus près.

Chain Cult

Avec Chain Cult, la salle s’est vraiment remplie.

On avait l’impression que tout le monde au festival voulait voir le groupe – et Chain Cult étaient également l’une des principales raisons pour lesquelles j’avais fait le déplacement jusqu’à Nancy.

Le plus drôle, c’est que j’aurais apparemment déjà pu les voir depuis longtemps. Mon pote Zechi m’a récemment raconté que Chain Cult avaient joué lors d’une édition de la Booze Cruise à laquelle j’étais moi-même présent. J’ai donc dû réussir à les rater je ne sais comment.

Et mon pote Dennis les avait même déjà fait jouer au Dreikönigskeller à Francfort. Évidemment, ce soir-là, nous n’avions pas pu y aller.

Il fallait donc que j’aille jusqu’à Nancy pour enfin voir Chain Cult sur scène.

À ce moment-là, il devait faire environ 100 degrés dans la salle. Enfin, c’est en tout cas ce qu’on ressentait. Personne ne voulait manquer le groupe et l’endroit était donc blindé.

Et Chain Cult ont assuré.

Tube après tube.

Avec The Uninvited, End of Days et Shallow Grave, plusieurs de mes morceaux préférés étaient au programme. Et bien sûr, We’re Not Alone ne pouvait pas manquer – mon morceau préféré de Chain Cult.

À ce moment-là, le déplacement valait déjà largement le coup.

Un excellent concert d’un groupe que j’avais enfin réussi à voir sur scène.

Cuir

Pour terminer le festival, place à Cuir.

Le nom se prononce queer, mais cuir signifie évidemment… cuir. Et ça colle parfaitement : des vestes en cuir partout et, bien sûr, le chanteur avec son fameux masque fétichiste en cuir rose.

Comment ce type a réussi à survivre sous ce truc avec la chaleur qu’il faisait reste un mystère pour moi. Il devait littéralement cuire là-dessous.

Que dire de Cuir ? J’ai leurs albums et ils sont excellents.

Mais sur scène, c’était encore un niveau au-dessus.

Incroyable de voir à quel point ce groupe se donne en live !

Le synth-/electro-punk du groupe paraissait beaucoup moins électronique sur scène qu’en studio. Avec le groupe au complet, les morceaux prenaient au contraire une énergie énorme.

Et le public les a célébrés, à juste titre.

Une tête d’affiche plus que méritée et une excellente manière de terminer ces deux jours de Dystopik.

Et dire que je voulais faire des économies…

Après Cuir, je suis encore sorti quelques minutes pour discuter avec quelques personnes avant de commettre l’erreur de retourner voir les distros.

À la base, je voulais économiser un peu d’argent.

À la base.

Finalement, je suis reparti avec un LP de Chain Cult, un single de La Gare du Nord – groupe que je ne peux d’ailleurs que recommander –, un fanzine et un T-shirt de The Oppressed.

Pour ma défense : les prix étaient vraiment plus que corrects.

Et ce n’était d’ailleurs pas seulement le cas pour les distros, mais pour l’ensemble du festival.

Conclusion

Alors, que retenir après deux jours de Dystopik ?

Deux putain de bonnes journées, des groupes excellents, un super public et des gens venus d’un peu partout. Nous avons rencontré des personnes de Mayence, Mannheim, Luxembourg, Sarrebruck, du Palatinat, de France, de Belgique et probablement encore d’un tas d’autres endroits.

Ajoutez à cela un lieu vraiment cool et une ambiance détendue du début à la fin.

Il y avait quand même un défaut assez évident : deux toilettes.

Deux.

Dans une brasserie.

Pour un festival punk.

Vous pouvez imaginer à quel point ça fonctionnait bien.

Il y avait parfois de sacrées files d’attente, ce qui a malheureusement poussé pas mal de mecs à considérer les buissons à l’extérieur comme une alternative acceptable.

Mais bon.

Bien sûr, le Dystopik pourrait être organisé à plus grande échelle et, vu la demande, probablement vendre beaucoup plus de billets. Mais le fait que le festival soit resté aussi petit faisait justement, à mes yeux, une grande partie de son charme.

C’était tout simplement super sympa.

Et je le répète encore une fois : on devrait vraiment regarder beaucoup plus souvent du côté des groupes français. Il y avait et il y a toujours énormément de putain de bons groupes à découvrir ici.

La scène est bien vivante – et pas qu’un peu !

Ça faisait longtemps que je n’avais pas vu autant de punks à crête et de skinheads réunis au même endroit.

Ce n’était certainement pas le genre d’endroit pour les banquiers en Nike Air qui vont voir Terror le week-end et pensent ensuite qu’ils sont devenus punks ou qu’ils font partie d’une scène hardcore.

Ici, c’était du vrai.

DIY jusqu’au bout.

Respect.

L’année prochaine ? Avec plaisir.

Oi!

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