Bad Ass aus dem Süden Kaliforniens sind seit 2010 unterwegs und habe Punkrock dabei, der irgendwo zwischen Old School Vandals und dem Charme der Strasse wandelt. Auf ihrem selbstbetitelten Album, das via Under Attack Records erscheint, zeigen sie, dass eine raue Gangart und ein etwas rough produziertes Album durchaus auch gute Laune versprühen kann. Die Band war ja auch bereits mit vielen großartigen Vertretern des Genres auf Tour, so wie The Business, Funderal Dress oder den English Dogs. Das zeigt, dass sie auch die Bühnen bereits fleißig zum kochen bringen durften.

Wenn man die Platte dann startet und sich Cougars and Cubs anhört, dann kommt obiger Vandals-Vergleich aber glaub ich fast allen in den Sinn, oder? Easy going, schnörkellos und einfach Punk der etwas älteren Schule. Auch die abwechselnd weiblichen und männlichen Vocals sind sehr gut. Das macht das Ganze unique und geht fein ins Gehör. Auch im folgened Kitty better run kommt der Spaß nicht zu kurz. Dementsprechend trifft auch hier der Eingangs erwähnte Wandel zwischen Fun und Rauhheit ziemlich gut zu. Ich muss auch sagen, dass ich schon lange keine Band mehr gehört habe, die mich wirklich so extrem 30-35 Jahre zurück katapultiert hat. Meistens, wenn so Mitt-Neunziger Vergleiche kommen, dann befinden wir uns im Bereich Millencolin oder Green Day. Aber hier sind wir eher bei Bands, deren erste Alben auch nicht die glattgebügelten Produktionswunder waren. Man nehme die ersten Pennywise, die ersten Descendents oder Screeching Weasel.

Band Ass Bandcamppic
Band Ass Bandcamppic

Versteht mich nicht falsch, wir sind hier bei Weitem nicht im Melodicpunk-Sektor unterwegs, sondern schon sehr nah am Streepunk, aber dennoch ist der SOund einfach vergleichbar, wie ich finde. Sorry, ich schwafele… Weiter im Text. Denn es kann auch ganz schön im ganz hohen Tempo ballern. Springen wir dazu beispielsweide zu Ringing in my ears. Hier geht´s mal richtig ab. Aber nicht einfach nur mal schnell 30 Sekunden drauf geballert, sondern schon voll durch. Ganze drei Minuten. So zieht sich das komplette Album auch durch. Es gibt Songs, die dir die Seele aus dem Leib prügeln wollen und auch Nummern im Midtempo gehalten. Alles immer mit einem gewissen Schmunzeln und nicht der finalen Ernsthaftigkeit.

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Für mich ist die Scheibe von Bad Ass ein absolut willkommener Ohrenschmaus. Es muss nicht immer das Ultrahitech-Produkt sein. Ab und zu tut es auch der alte Springerstiefel. Colle Scheibe, wird fleißig laufen, weil sie wirklich Spaß macht.

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