Über Instagram, genauer gesagt durch das fabelhafte Klamotten-Label Constant Unease, bin ich auf diese Band gestoßen. Und ehrlich gesagt war es erstmal der Bandname, der mich neugierig gemacht hat. Ich habe eben einfach eine Schwäche für zotige Wortspiele und Räuberin Fotzenrotz ist da ganz vorne dabei. Durch meine Quelle konnte ich auch sicher sein, dass mich hier keine sexistische Cis-Kombo erwartet. Passenderweise hat die Band gerade ihre erste EP veröffentlicht. Da nutze ich doch die Chance und schreibe ein paar Worte dazu.
Die EP hört auf den Namen Schmollotow Cocktail. Hier erwarten euch sieben rumpelnde Deutschpunk-Songs – mal eher Post-Punk, dann wieder Garage-Punk, aber immer DIY und feministisch. Aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einer Prise Humor. Anfangs plakativ mit dem Song Papapatriarchat, aber mit dem zweiten Song Ich flirte mit allen dann etwas dezenter. Beides funktioniert super.
Und auch die restlichen Songs schlagen mehr oder weniger auch in diese Kerbe. Natürlich wird es bestimmt einige geben, denen das „zu direkt“ ist. Und auch der rumpelnde Sound und der etwas nölige Gesang sind bestimmt für einige Hörende „etwas gewöhnungsbedürftig“. Diese Leute verpassen aber eine großartige EP, die mit Humor, Botschaft und starkem Sound glänzt. Auch wenn es Hier und Da etwas holpert.
Ihr solltet also alle Räuberin Fotzenrotz unbedingt eine Chance geben. Schmollotow Cocktail gibt es seit 07. Juni 2026 auf der Bandcamp-Seite der Band. Tapesammlerinnen und -sammler werden bei Bremspedal Records fündig.

















