Das neue Album der Celtic Folk Punk Band The Cloverhearts ist eine Hommage an ihr liebstes Touring-Land Deutschland. Seit gut fünf Jahren ist die Band nun aktiv und erleben aktuell einen regelrechten Boom im Wachstum. Jetzt erscheint eben dieses Konzeptalbum, auf dem sich so ziemlich alles um Deutschlad dreht. Bier, Bratwurst und so weiter. Lustige Idee tatsächlich.

Es beginnt aber – wie irgendwie immer, wenn Bands aus Amerika oder Australien über Deutschland schwadronieren – mit dem Klischee des Oktoberfestes. Das Cover zeigt einen Mann in Lederhosen mit einer Maß Bier, einen Würschtlstand und einige Frauen im Dirndl. Warum das so ist, dass Deutschland in Übersee automatisch mit Bayern assoziiert wird, das weiss ich nicht, aber das wiederholt sich schon immer wieder. Somit ist es natürlich auch nicht verwunderlich, dass der Opener Oktoberfest (Beer is good) heisst. So proletisch und blöd es klingt, aber der Song ist unglaublich gut. Wenn ich ein Sauflied will und dazu feiern möchte: Genau so soll es sein. Ein total freundlicher Start und es geht auch so weiter. Egal ob Heartbreaker oder Friday Night at O´Malley´s Pub. Die Songs animieren zum Feiern, Trinken und Mitsingen.

The Cloverhearts Pressebild
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Was mir bei The Cloverhearts auffällt ist: Sie kommen mir allgemein schneller und näher am Melodic-punk vor, als die meisten ihrer Genre-Kolleg*innen. Außerdem ist die Stimme von Sänger Sam Cooper eher eine Skatepunk-Stimme und nicht so hart und rauh, wie die vieler Kollegen. Das macht auch viel aus, was angesprochenen Melodic-Punk ausmacht. Dass die Australier*innen nicht nur saufen und Spaß im Programm haben, das wird bei Never Again Is Now klar. Klare Ansage, dass die aktuellen Entwicklungen mehr als nur beängstigend sind. Ich persönlich hoffe, dass ihnen die eigentliche Bedeutung dieses Satzes klar ist und sie ihn nicht nur inflationär hier benutzt haben. Und jetzt bitte You´ve got a friend anhören und spätestens bei Spielzeit 2:25 genau hinhören. Da ist es mir zum ersten Mal aufgefallen, dass Sam Cooper das fiktive Kind von Tony Sly und Mike Herrera sein könnte. Denn stimmlich ist das hier unglaublich na an (Never forget) Tony Sly. Vielleicht wünsche ich mir das auch nur, dass Tony irgendwie wiedergeboren wurde. Naja, lasst mich schwelgen…

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Das Theme der Germaniacs geht dann auch in Songs wie Gesundheit!, Hungover in Hamburg oder Gertrude´s Ghost: The Haunting of Hafenklang weiter. Oftmals wirklich ein geiler Mix aus Folk und schnellem Punk. Und am Schluß wollen sie dann auch noch ein Goddamn Würstel. Saulustig, das kann man nicht verneinen.

Fazit: Ich bin noch nie der große Fan des Folk-Punk gewesen. Aber ohne Zweifel macht das hier Spaß. Alle 11 Songs sind gut. Manche sind besser und ein paar sind saugeil. Die Scheibe macht aber durchweg Spaß und hat sich einen Platz in meiner Playlist verdient. Fun, beer, The Cloverhearts – würde ich mal so stehen lassen. Prost.

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