Caloris Impact (©redit: Felix Paltauf)
Caloris Impact (©redit: Felix Paltauf)

Mit der Band Caloris Impact konnte ich das „6 Fragen an…“-Interviewformat durchführen. Die Fragen wurden per E-Mail beantwortet. Die Band besteht aus Rebeca am Gesang, Pauli am Bass, Christian an der Gitarre und Metti an den Drums. Das aktuellste Release ist die Split-12″ mit The Snub und erschien kürzlich am 15. Juni 2026.

Gesprochen haben wir über Einflüsse (musikalisch, Literatur, Filme, etc.), Themen, Erwartungen / Sorgen / Ängste, Instrumente, Songs und Veröffentlichungen. Viel Spaß beim Lesen des Interviews.

Welches Album hatte den größten Einfluss auf dich als Musiker?

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Christian: Die Frage ist natürlich sehr schwer zu beantworten – es gab/gibt so viele. Wenn ich mich entscheiden muss: “Less Talk, More Rock” von Propagandhi. Einfach nur, weil ich das als Jugendlicher unglaublich progressiv fand und sie die Grenzen des Punk so richtig ausreizten.

Metti: Ich tu mir mit Rangstellungen generell schwer. Stark prägend waren für mich definitiv diverse Alben, die ich so mit 12 oder 13 von einem meiner bis heute besten Freunden bekommen habe, nachdem ich in den ersten Schuljahren etwa mit The Offspring oder The Bates in Berührung kam. Darunter ebenfalls Propagandhi mit “Today’s Empire, Tomorow’s Ashes”, welches einen speziellen Eindruck hinterließ. Damals waren weiters Alben von Sick of it All, Tsunami Bomb, The Vandals, Misfits oder NOFX dabei. Bei letzteren war ich beeindruckt, als ihr herausfand, dass Smelly alles mit Single-Kickpedal spielt.

Pauli: “Paranoid” von Black Sabbath und ein bisschen später dann “IOWA” von Slipknot. Hab das Album damals zum Release von meinen Eltern geschenkt bekommen und dadurch eine schöne Debatte im Haushalt meiner Eltern ausgelöst. Paranoid lief irgendwann im Urlaub im Auto, da war ich so 7 Jahre alt, und mir war klar, dass ich den Riff auf der Gitarre spielen will!

Rebeca: Very difficult question, I do not have a full album that influenced my musical career. I have albums that influenced phases of my life, and these life phases influence me as a musician. Big variety from “White Pony” by Deftones, to “Start Today” by Gorilla Bisquits, to “I against I” by Bad Brains, and big time on “New Hope for the Wretched” by Plasmatics.

Welcher Song kam positiver bei dem Publikum an, als du erwartest hast? Und wieso hattest du diese Erwartung(en)/Befürchtungen?

Christian: Definitiv Arrogance (GEOID LP). Es überrascht mich immer wieder, dass der Song so gut ankommt, aber es freut mich umso mehr!

Metti: Ganz ehrlich, ich denke nicht wirklich daran, wie ein einzelner Song beim Publikum ankommen könnte. Solange wir selbst damit zufrieden sind und besonders die Setlist in sich funktioniert, wird meines Erachtens das transportiert, was wir weitergeben und teilen möchten. Da geht es weniger um einzelne Songs, sondern um das Ganze.

Pauli: Kann ich nicht genau sagen, weil ich die meiste Zeit höchst konzentriert auf den Hals von meinem Bass schaue, aber immer wenn ich einen Blick ins Publikum riskiere und Leute tanzen sehe, freue ich mich extrem! Fällt mir vor allem bei “Second Row” auf.

Rebeca: When we perform “Hippolyta,” I am every time impressed by the mosh pit, since we consider it a calm song. But I am summoning the great queen of the Amazon warriors, so it kinda makes sense.

Gibt es ein Buch/Film, das/der Einfluss auf eure Texte genommen hat? Wenn ja, welches/welcher und wieso (gerade dieses Werk)?

Christian: Meine Texte sind eher selten von Büchern/Filmen inspiriert, maximal von Dokus. Meist aber nur von einem einzelnen Gedanken, einem Zitat oder einem Fakt. Der Text “30 000 – 20 years” entstand zum Beispiel nach einem Zeitungsbericht, in dem stand, dass in den letzten Jahren 30 Tausend Geflüchtete im Mittelmeer ertranken. Das fand und finde ich absolut krank! GEOID habe ich mit ca. 20 Jahren geschrieben und es geht einfach darum, dass die Erde die Form einer Kartoffel hat: Nothing is perfect, keep on spinning!

Rebeca: Yes, the opener from our latest Split THE LIFE. I decided to use the children’s poem by writer Maya Angelou, “Life Doesn’t Frighten Me”.
Not only do I love this Poem, but it deserves to be screamed, since the writer went mute for 5 years after being raped at the age of 7.

Wie entstehen eure Songs in der Regel, ausgehend von einem Riff, spielt ihr einfach los und ordnet dann …?

Christian: Unterschiedlich. Meist gibt es schon einen Riff, von dem alles ausgeht. Manchmal komme ich schon mit einer fixen Idee, die wir aber sehr oft komplett verwerfen und es entsteht etwas völlig Neues daraus – diese Sessions sind die besten!

Metti: Wir spielen oft gemeinsam an Riff-Ideen von Christian herum, bis sich alles gut anfühlt oder sich auch neue Strukturen ergeben. Besonders interessant wird es dann, wenn ich an den Drums Gitarrenriffs von Christian anders höre als er, bezogen auf Betonung bzw. Timing. Songentwürfe nehme ich dann auf, wir hören gemeinsam oder separat drüber und bauen dann weiter darauf auf. Außer ein Song steht nach einer einzigen Probe fix. So wie etwa “Life doesn’t frighten me at all”, unser erster Song von unserer letzten Split mit The Snub. Mittlerweile bauen wir auch Songs ausgehend von Bassriffs von Pauli auf.

Rebeca: I still don’t know how we do it! It just happens! But I know how it feels; it feels like jumping on a moving train.

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Was für Emotionen wollt ihr beim Publikum auslösen und weshalb?

Christian: Persönlich will ich live eigentlich immer nur Bewegung auslösen. Persönlich bin ich nicht mehr so der Fan von politischen Ansagen auf der Bühne. Das war mal anders. Heute denke ich mir, dass unsere Art der Musik, die Verbreitung, das Touren und natürlich auch die Texte für sich selbst sprechen. Ja, wir sind politisch. Klar! Aber live will ich einfach sehen, wie Leute sich freuen, tanzen und eine gute Zeit mit uns verbringen können!

Metti: Auch hier gehe ich mit keiner konkreten Erwartungshaltung heran. Es ist jedoch wunderschön zu sehen und zu spüren, wenn Menschen Freude an dem haben, was wir selbst mit viel Herzblut entstehen lassen, sich körperlich auspowern oder emotional befreien können. Indirekte Rückmeldungen während sowie direkte nach den Shows sind ein Austausch, der allen Beteiligten Energie weitergibt.

Pauli: Sobald Bewegung im Publikum aufkommt, bin ich glücklich, kann daraus selbst gut Energie ziehen und das hoffentlich wiederum ans Publikum zurückgeben. Ich freu mich besonders darüber, wenn Menschen die Augen schließen und sich einfach der Musik hingeben, gibt ein paar Passagen in unseren Songs wo ich das auch voll nachvollziehen kann, Chains III z.B

Rebeca: P.M.A. (positive mental attitude)! Nothing makes me happier than spreading perspective, reminding humans that “problems” are in fact challenges and that “bad” times are in fact lessons to grow wiser and stronger. Sounds cheesy, but sometimes all one needs is a slap of positivity!

Welches Instrumentarium habt ihr bei euren Aufnahmen zum aktuellen Album genutzt und wieso fiel die Wahl genau darauf?

Christian: Ich spiele einen 5150 Iconic von EVH und einen Dual Terror von Orange. Dann verwende ich von Zeit zu Zeit ein Delay, ein wenig Chorus (beide BOSS) und einen Tube Screamer für 30 Euro, der erstaunlich gut klingt. Dazu meine ziemlich durchgespielte LTD EC-401. Ziemlich metal, wenn ich darüber nachdenke (haha).

Metti: Bei “The Life” habe ich ein Tama Starclassic Maple von Markus (Doom Studios Linz) mit 24” Kick sowie 13” und 16” Toms verwendet. Soweit ich mich richtig entsinne mit einem Remo Powerstroke 3 an der Kick sowie Remo Emperor Clear Heads an den Toms. Meine Tama Rockstar 14×5” Snare spiele ich mit Remo Controlled Sound Coated. Alle Kessel nach Gehör/Gefühl gestimmt. Als Becken spiele ich ein Anatolian Set, das ich sehr preiswert gebraucht erworben habe. Expression 14” Hi-Hats, Baris 18” Crash, Ambient 18” Crash sowie Limited One 20” Ride. Auf der Kick spiele ich ein 20 Jahre altes DW 5000 Single Pedal und ich benutze Vic Firth 5B Extreme Sticks. Wir waren mittlerweile übrigens wieder im Studio und haben unser kommendes Album aufgenommen. Dabei ist bei meinem Setup alles gleich geblieben, außer dass diesmal an den Toms Remo Emperor Coated waren und ich mittlerweile statt dem Anatolian Ambient 18” ein Diamond 17” Crash spiele.

Pauli: Für die letzte Studio Session haben wir Christian’s Austrovox D-luxe Amp benutzt, um den Bass aufzunehmen, was erstaunlich gut funktioniert hat! Dazu noch einen Darkglass Microtubes B7k v2 Preamp und ab geht die Post. Ich spiele einen Squier Precision Bass mit EMG Geezer Butler PHZ Tonabnehmern, wobei ich nicht genau sagen kann, was ich für einen Korpus benutze, hab vor ein paar Jahren einiges an Bass Gear geschenkt bekommen und alles mehr oder weniger irgendwie kombiniert haha

Rebeca: My voice and the Mic Shure SM58, right Markus (Doom Studios)? Same then live.

THE LIFE – 12“ SPLIT w/ The Snub von CALORIS IMPACT

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– Playlist: Happy Release Day

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