Egg Punk, was ist das eigentlich? Wikipedia sagt, ein Internet-Microgenre des Punkrock. Typisch dafür ist lo-Fi-Recording, Synthies und satirische Texte. Das klingt spannend. So richtig wahrgenommen hab ich den Begriff irgendwann letztes Jahr, als ich auf die Band Apéro gestoßen bin. Leider war ich für ein Review zum Debüt-Tape Cold Drinks, Cool Snacks etwas spät dran. Um so mehr freut es mich, dass jetzt mit Dragons & Eels eine neue EP des Eggpunk-Trios kommt.
Und mit dem knarzigen Lo-Fi-Synthiesound geht’s auch direkt los. Rock ‚n‘ Roll Tonight ist ein Brett von einem Opener. Und vielleicht geht es nur mir so, aber der Song erinnert mich irgendwie an die Turtles auf dem Game Boy. Nur in dreckiger. Geil.
The Rent Is Too High (And I’m Too Fucking Sober) ist nicht nur Gentrifizierungskritik und eine Auseinandersetzung mit dem eigenem Alkoholkonsum, sondern vor allem ein ziemlich geiler Songtitel. Hinter diesem Titel verbirgt sich ein garagenrockiger Synthiesong, der nach vorne brettert. Zweiter Song, zweiter Treffer.
Bei den zwei folgenden Songs wird dann der EP-Titel aufgearbeitet. Dragon Slayer zeigt die Heldinnen und Helden aus Fantasygames, -filmen und Büchern aus einem anderen Licht. „Leave my friends alone“ wird den Drachentöterinnen und Drachentötern entgegengeschmettert. „You’re nothing but a cop“. Habe ich aus der Sicht auch noch nicht gesehen. Und Tribute To Eels ist genau das: Ein Lobeslied auf Aale.

Nach sieben Minuten ist der Spaß dann auch schon wieder vorbei. Also schnell wieder auf Play bzw. die Nadel zurück. Denn neben dem digitalen Release am 31.07.2026 gibt es Dragons & Eels auch als schicke 7“. Da kann man nichts verkehrt machen. Wobei schick bei dem Cover Geschmackssache ist…Wer auf Garagesound und Synthies steht, sollte definitiv bei Apéro reinhören. Und alle anderen eigentlich auch. Dragons & Eels macht gute Laune in launigen Zeiten. Wenn auch nur für eine kurze Zeit.

















