Besta - John Carpenter Redux
Besta - John Carpenter Redux

Die portugiesische Grindcore-Truppe Besta kehrte im Herbst 2025 mit dem Studioalbum John Carpenter Redux zurück, das am 4. Oktober über Raging Planet in einer exklusiven limitierten Vinyl-Auflage erschienen ist.

Das ursprünglich 2013 erschienene und von Steve Austin (Today Is The Day) gemischte Album wurde von der Band selbst komplett neu abgemischt und neu interpretiert, wobei der langjährige Frontmann Paulo Rui alle Gesangsparts neu aufgenommen hat, um die aus Sicht der Band „bisher verstörendste und kraftvollste Version zu liefern“.

Es ist, wie am Titel des Releases unschwer zu erkennen, eine Hommage an John Carpenter. Redux steht hier als Synonym für einen ungeschnittenen Film, ähnlich wie bei einem Director’s Cut. Auf diesem Album treffen Grindcore und politisch aufgeladener Punk sowie entsprechende Texte aufeinander.

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Besta-Songtitel Übersetzung des Songtitels Englischer Filmtitel Deutscher Filmtitel
O Regresso do Mal (Redux) Die Rückkehr des Bösen Halloween II Halloween II – Die Rückkehr
Estrela Negra (Redux) Schwarzer Stern Dark Star Dark Star – Finstere Sterne
Assalto À 13ª Esquadra (Redux) Angriff auf die 13. Wache Assault on Precinct 13 Angriff auf die 13. Wache
Cidade Dos Malditos (Redux) Stadt der Verdammten Village of the Damned Dorf der Verdammten
O Carro Assassino (Redux) Das Mörderauto Christine Christine
Nova Iorque 1997 (Redux) New York 1997 Escape from New York Flucht aus New York
Fuga De Los Angeles (Redux) Flucht aus Los Angeles Escape from L.A. Flucht aus L.A.
Eles Vivem (Redux) Sie leben They Live Sie leben
O Nevoeiro (Redux) Der Nebel The Fog Der Nebel
A Bíblia De Satanás (Redux) Die Bibel des Satan In the Mouth of Madness In den Fängen des Wahnsinns
O Príncipe Das Trevas (Redux) Der Fürst der Finsternis Prince of Darkness Fürst der Finsternis

Hier werden der Hörerschaft elf Stücke in unter siebzehn Minuten durch die Gehörgänge geprügelt. Der Opener und der Rausschmeißer sind die beiden letzten Stücke der Platte. Ersterer ist vier Minuten lang, das Ende nicht mal 2,5 Minuten. Alle anderen Tracks schwanken zwischen 19 Sekunden und 94 Sekunden. Also, alles sehr überschaubar.

Auf Grindcore und ähnlichen Prügelorgien muss man schon Bock haben, sonst kommt einem das sehr schnell, sehr eintönig vor. Besta aus Lissabon sind mit einigen Stücken etwas anders unterwegs. Der Opener ist kein Grindcore-Song im ursprünglichen Sinne, sondern nimmt sich Zeit und hat einen Sludge-Touch. Estrela Negra hat eine Hardcore-Kompenente, die nicht ohne ist aber weit von Grindcore im eigentlichen Sinne entfernt ist.

Insgesamt ein sehr interessantes Konzept und ein Album, von dem mich die Texte interessiert hätten. Kurz aber oho. Oder so.

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