Bunkerjugend bezeichnen ihre Musik als Synth Punk. Tatsächlich handelt es sich um feinen Industrial im Stile solch wegweisender Bands wie Throbbing Gristle oder frühe Neubauten.Die Band kommt aus Dortmund und hatte bislang seit 2018 mehrere EPs und Alben veröffentlicht. im Juni 2018 ist die vorliegende EP Systemprobe als streng limitiertes Tape (50 Exemplare) erschienen.
Harter Industrial mit Texten, die kaum zu verstehen sind, die aber in ihrer Aussage relativ deutlich sind. Am deutlichsten bei P.A.T.R.I.Z.I.D. 2293, das deutlich gegen das Patriarchat zielt. Insgesamt sind es fünf Songs, wobei einer davon ein Remix ist. 20 Minuten intensives Lärmtrauma. Die Texte sind gebprägt von William S. Burroughs, tatsächlich einer meiner Lieblingsschriftsteller, den Filme von Gaspar Noé sowie den Gemälden von Francis Bacon. Man kann sagen: so hört es sich auch an. Die Texte sind poetisch, die Musik, wie beim Industrial üblich, eine Grenzerfahrung. Sound, der herausfordert, sich nicht erklärt und vom Zuhörer ein starkes Nervenkostüm verlangt. Macht Spaß, schon lange nicht mehr so Musik gehört.
1. KONTAKT IM BLUTKREIS 04:15
2. MAUERSCHÜTZE 03:55
3. ZUNGEN UNTER ZWANG 03:52
4. P.A.T.R.I.Z.I.D. 2293 03:01
5. ALPHA CENTURIO [TRAMA BLUE REMIX] 04:23

















