Am 27. April 2018 erschien der Sampler Burn The Borders. Was hinter dem Projekt Burn The Borders steckt und welchen guten Zweck der Sampler erfüllt, könnt ihr hier nachlesen. Nun ist die Scheibe auch bei mir angekommen und meinen ersten Eindruck möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Das Projekt Burn The Borders hat seinen Ursprung in Österreich, da macht das natürlich Sinn, dass die Platte von den österreichischen Vorzeige-Punks Turbobier eröffnet wird. Während diese sich sonst gerne als Vollzeit-Biertrinker präsentieren, hat ihr Song A Mensch is a Mensch vom neuen Album Das neue Festament schon deutlich mehr Tiefgang – gemeinsames Biertrinken wird natürlich trotzdem besungen! Ein wunderbarer Song zum Einstieg. Weiter geht es mit Holiday Refused und ihrem Song No Hope. Holiday Refused ist eine bisher noch recht unbekannte Band aus Wien, das könnte sich jedoch mit diesem Song noch ändern – solider, politischer Punkrock, der absolut den Geist der Zeit trifft. Es folgt der Track Donald Duck and the Supertramp von Criminal Colection. Dieses tschechische Trio hat sich dem melodischen PunkRock verschrieben und trifft damit bei mir direkt ins Schwarze. 

Hier sagt der Titel schon alles: I Hate PEGIDA von The Morphine Pilgrims kommt recht schnell und wütend daher – verständlich! In gerade mal einer Minute sagt der Song in Oi!-typischer Manier alles, was gesagt werden muss. Deutschsprachig geht es weiter mit Rebell Bagatell und ihrem gleichnamigen Song. Relativ eingängiger PunkRock, mit dem ich allerdings sonst nicht sehr viel anfangen kann. Dafür ziehen mich Coldhands mit ihrem Song This Sickness wieder voll in ihren Bann. Melodischer Hardcore aus Wien, der nicht nur musikalisch, sondern auch textlich unter die Haut geht. Dem schließen sich Deadends mit ihrem etwas schnellerem Track The Essence of Every Second direkt an. 

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BDHW

Auf der B-Seite geht es weiter mit Templeton Pek und ihrem Opener Nowhere to Hide vom neuen Album Watching The World Come Undone. Auch die Münchner von Straighline steuern einen Song bei. One Nation erinnert mich schon fast ein bisschen an Anti-Flag und eignet sich hervorragend zum Mitgröhlen – auch hier wird’s schnell, wütend und vor allem politisch. 

Natürlich steuert die Band des Mannes im Hintergrund von Burn The Borders auch einen Song bei. Mit Next Generation präsentieren uns Escape Artists einen recht mitreißenden female-fronted PunkRock Song. Dann wird’s ziemlich ruhig – Unconditional von Singer-Songwriterin Kinga Dula könnte bei dem ein oder anderen Akustik-Liebhaber für ordentlich Gänsehaut sorgen.  

Auf diesen Kontrast war ich jetzt nicht vorbereitet. Alles andere als sanft kommen KRANG daher mit ihrem Song No Fun In Fundamentalism. In unter einer Minute hauen die Jungs mächtig in die Saiten – passt! Ähnlich schnell geht es weiter mit Dead City Radio und ihrem Track A New, Censored Feeling. Abgeschlossen wird der Sampler mit einer anfänglich als Ska getarnten PunkRock-Nummer der Band The Eccos. Ihr Song Deine Stadt ist laut, wütend und hat keinen Bock auf Nazis.

Fazit

Alles in Allem bietet der Sampler Burn The Borders 14 Songs die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch alle etwas gemeinsam haben. Die Bands haben ihr Herz am rechten – oder sollte ich besser sagen linken – Fleck und steuern ihre Songs einem guten Zweck bei. Das aussagekräftige Artwork der Platte hat SBÄM höchstpersönlich spendiert. Den Sampler gibt es übrigens ausschließlich auf Vinyl und ist über office@earlbooking.com erhältlich. Mit dem Kauf dieser Platte tut man also nicht nur gutes, sondern entdeckt vielleicht auch noch die ein oder andere neue Lieblingsband für sich. 

Tracklist

Seite A

Turbobier – A Mensch is a Mensch
Holidays Refused – No Hope
Criminal Colection – Donald Duck And The Supertramp
The Morphine Pilgrims – I Hate PEGIDA
Rebell Bagatell – Rebell Bagatell
Coldhands – This Sickness
Deadends – The Essence Of Every Second

Seite B

Templeton Pek – Nowhere To Hide
Straightline – One Nation
Escape Artists – Next Generation
Kinga Dula – Unconditional
Krang – No Fun In Fundamentalism
Dead City Radio – A New, Censored Feeling
The Eccos – Deine Stadt

Demons Run Amok - Fest

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