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Dead Serious Recordings

Auch dieses Jahr fand das Impericon Festival unter anderem in München statt. Während unsere Kollegin bereits über die Shows in Leipzig berichtet hat, erfahrt ihr von Jule und mir, wie es am 27. April in München war. Vorneweg ein bisschen was zur Location…

Location

Wer das Backstage in München kennt, weiß, dass organisatorisch schon mal relativ wenig schief gehen kann. Der Einlass hat sich dieses Mal ein wenig gezogen, aber das Personal hat den hohen Andrang souverän geordnet. Das Wetter war leider nicht das Beste, der großzügige Biergarten sorgte dennoch für gemütliche Verschnaufpausen. Die Preise sind für Münchner Verhältnisse voll in Ordnung und hungern muss auch niemand. Einziger Punktabzug: stündlich verringert sich die Zahl an benutzbaren Damentoiletten, aber dieses Problem dürfte regelmäßigen Backstage-Besucherinnen ja bekannt sein.

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Stäbruch Festival

Das Backstage besteht aus mehreren Gebäuden und größeren wie auch kleineren Räumen. Für das Impericon Festival waren jedoch zwei räumlich von einander getrennte Bühnen ausreichend. Die Monster Stage befand sich im größeren Werk, während für die Lonsdale Stage die kleinere Halle herhalten musste. Die Wege zwischen den Gebäuden sind kurz, wollte man jedoch einen guten Platz in der Halle, musste man sich allerdings doch ein wenig beeilen. Dies war der straffen Timetable geschuldet, welche sich teilweise sogar überschnitt – schade!

City Kids Feel The Beat

City Kids Feel The Beat

Regina: Der Versuch pünktlich beim Impericon Festival vor der Bühne zu stehen ist grandios gescheitert. Der Andrang um 13:30 Uhr war viel zu groß und erstmal musste gewartet werden. Trotzdem hab ich es zeitlich geschafft die Ulmer Jungs zum ersten Mal live zu sehen. Für den ersten Act des Tages war die Lonsdale Stage gut gefüllt und zu so früher Stund haben die Gäste auch zur Pop Punk Band gehörig gefeiert. Man hat auch den City Kids auf der Bühne angesehen, dass sie ordentlich Spaß dabei haben vor neuem Publikum zu stehen!

Letters Sent

Regina: In der größeren Halle und auch mit einem härteren Musikrepertoire spielten zuerst die mir unbekannten Letters Sent auf der Monster Bühne.

Storyteller

Stroyteller

Regina: Wieder beim Pop Punk angelangt hab ich mir nun die Band Storyteller angeschaut. Ich persönlich habe einen Faible für Pop Punk Bands, weswegen mir Storyteller als Kontrastprogramm sehr gut gefallen hat! Mir kam es aber auch so vor als hätten die restlichen Leute in der Halle auf jeden Fall Spaß dabei gehabt. Ganz besonders einer, der im Britney Spears Shirt und leuchtender Neon Brille aufgetaucht ist.

Trade Wind

Trade Wind

Regina: Das erste Mal, dass ich heute Jesse Barnett live sehen darf. Ein sehr ruhiger und melancholischer Einstieg, der aber von vielen schon besucht wurde! Ich war positiv überrascht von dem Side Project. Auf jeden Fall ein Unterschied zu den anderen Bands wie Stick To Your Guns und Stray From The Path.

 

Get The Shot

Regina: 5 Minuten zu spät und ich bin nicht mal mehr rein gekommen. Aber von der Tür aus sah es sehr vielversprechend aus. Nächstes Mal vielleicht.

Gray Noir

Gray Noir

Regina: Lang ist’s her, dass ich Jennifer Rostock live gesehen habe. Bei Gray Noir hatte ich einen kleinen Flashback als da Nico Webers und Christoph Deckert (beide in Jogginghosen) vor mir standen. Die Jungs waren die erste richtige heavy Band, die auftrat. Viele metallastige Songs und hauptsächlich Screams. Nach einiger Zeit war es dann aber auch schon Zeit für mich raus zu gehen.

Being As An Ocean (Acoustic Set)

Being As An Ocean Acoustic

Jule: Da mir 14:00 Uhr einfach viel zu früh ist, beginnt das Impericon Festival für mich mit dem Acoustic Set von Being As An Ocean und ich bin wirklich froh, dass ich das nicht verpasst hab. Pünktlich um 16:35 Uhr ist die Halle gut gefüllt und die beiden Jungs von Being As An Ocean verzauberen ihr Publikum mit vier Songs. Ich muss ja gestehen, dass man mich mit akustischen Klängen wirklich schnell um den Finger wickeln kann. Obwohl das Set fast ein wenig eintönig ist, strotzten die Nummern nur so vor Emotion – schön! Spätestens als den Refrain von Dissolve auch das Publikum in der letzten Reihe mitsingt, ist es um mich geschehen!

Regina: Being As An Ocean liefert immer einen ganzen Wasserfall an Emotionen. Trotz kurzem Set hat es sich auf jeden Fall gelohnt sich die Band in akustisch anzuhören!

Holding Absence

Jule: Weiter geht es mit Holding Absence im Werk. Diese Band war mir bis dato unbekannt, doch Regina hatte schon ein wenig geschwärmt – zu recht. Die Jungs aus Cardiff, Wales wirken zwar noch ganz schön jung, überzeugen aber mit einer fantastischen Bühnenpräsenz. Als hätten sie bereits ihr halbes Leben auf der Bühne verbracht, ziehen sie das Publikum schon am frühen Abend in ihren Bann. Holding Absence erinnern mich fast ein wenig an Bring Me The Horizon – nur härter und besser! Meiner Meinung nach bräuchte es nur die elektronischen Spielerein nicht.

Holding Absence

Regina: Wie gesagt fand ich die Jungs von Holding Absence im Vorhinein schon sehr gut! Der Sänger hat mich mit seinem sanften Aussehen, aber starkem Gesang in seinen Bann gezogen. Es lohnt sich die Band unbedingt mal live anzuhören!

Counterparts

Jule: Nach Holding Absence gönne ich mir erstmal eine kurze Pause – diese hätte man aber auch mit Grizzly in der Halle füllen können. Für mich geht es also mit Counterparts weiter, welche mir bisher tatsächlich nur vom Hören-Sagen bekannt waren – shame on me! Schon mit dem ersten Song eröffnen die Kanadier den Mosh Pit und heizen dem Publikum ordentlich ein. Inzwischen wirkt auch das Werk gut gefüllt und die Gäste glücklich. Von irgendwo taucht plötzlich ein Gastsänger auf, später stimmt das Publikum ein Happy Birthday zu Ehren des Sängers an. Die sympathischen Ansprachen sorgen für eine ausgelassene Stimmung und runden die Show perfekt ab!

Counterparts

Regina: Counterparts haben endlich die härtere Stimmung herbei geführt. Schlagartig fing das moshen und das stagediven an. Ich hab die Band auch zum ersten Mal gesehen, aber auch schon viel gehört! Mich haben sie auf jeden Fall überzeugt und die Show hat mir Spaß gemacht zum zusehen.

Deez Nuts

Deez Nuts

Jule: Ja klar, Deez Nuts lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Keine Ahnung warum, aber ich steh einfach krass auf die Jungs. Noch nicht einmal als sie vergangenes Jahr ohne JJ auftreten mussten, haben sie enttäuscht. Anlässlich des 10ten Jubiläums ihres Longplayers mit dem Titel Stay True, wird dieses von Anfang bis Ende durchgeprügelt. Ich vermisse Band of Brothers ein wenig, ist es ja sonst fester Bestandteil ihrer Shows. Doch noch mehr beschäftigt mich die Frage, wie es JJ knapp 40 Minuten in einer Winterjacke auf der Bühne aushält?!

Regina: Es ist mir immer wieder eine riesen Freude Deez Nuts wieder zu sehen. Da schließe ich mich Jule einfach an!

 

Jesse Barnett (Acoustic Set)

Jesse Barnett

Jule: Mit dem letzten Takt der Deez Nuts verlassen wir auch schon das Werk und gehen zügigst in die Halle. Denn hier wird STYG-Frontmann Jesse Barnett ein akustisches Set spielen. Er scheint zunächst ein wenig verwirrt zu sein und braucht ein wenig bis er weiß, wie man Gitarre spielt. Nach einer Weile stimmt er dann Married To The Noise an und spielt souverän weiter bis er dann doch wieder vergisst, wie der Song eigentlich weiter geht. Nagut, da hätte er sich wirklich ein bisschen besser vorbereiten können. Dank seiner charmanten Art nimmt ihm das aber sowieso keiner übel. Einen Song später gibt er ein Take On Me Cover zum Besten, wobei er tatkräftig vom Publikum unterstützt wird. Den hohen Ton überlässt er seinen scheiternden Fans. Irgendwann weiß niemand mehr den Text und es endet in einem Chaos – sehr schön. Zum Schluss gibt es noch eine Akustik-Version von We Still Believe und alle sind glücklich. Jesse Barnett hat mit diesem Set nicht unbedingt großes Können bewiesen, dafür aber für sehr amüsante und unvergessliche 20 Minuten gesorgt.

Being As An Ocean

Jule: Leider leider habe ich Being As An Ocean ausgelassen. Nachdem mir die ersten zwei Songs irgendwie zu lahm sind und bei mir gerade echt die Luft raus ist, gönne ich mir eine Pause. Manch einer behauptet im Nachhinein, es sei die beste Show des Abends gewesen – verdammt!

Being As An Ocean

Regina: Ich hab mir die Band nochmal von ganz nah im Fotograben anschauen dürfen und wurde glatt von Joel Quartuccio umgerannt. Der Screamer der Band fand seinen Platz immer wieder direkt in der Menge, was natürlich für ein großes Getummel sorgte. BAAO sind natürlich bekannt für ihre sehr komplexen und melodischen Songs. Diese sind live jedoch nie langweilig und überzeugen immer mit einer riesen Emotionalität. Hier wurde es auch so langsam hintenrum ziemlich eng im Werk und ich würde behaupten, dass jeder einzelne die Show gefeiert hat!

Callejon

Jule: Hätte ich doch nur meine Pause ein Stück nach Hinten verlegt! Ich betrete das Werk und es schallt mir ein „Baby, gib mir mehr von dem, was du Liebe nennst…“ entgegen. Ich suche mir einen Platz und jemand schreit mir „Hilf mir zu vergessen, was waaaaaaar….“ mächtig schief ins Ohr. Sichtlich verwirrt blicke ich mich um, doch das Publikum feiert ordentlich mit. Vielleicht liegt ja der Fehler bei mir, aber ich werde im Gegenteil zum Großteil der Gäste nicht mehr warm mit Callejon… sorry!

Regina: Vielleicht war ich das, die so schief geschrien hat. Nicht einer meiner Favoriten, aber ich muss zugeben, dass die Cover schon mächtig ins Ohr gehen!

Nasty

Nasty

Jule: Nasty kenne ich noch aus meiner ganz frühen Jugend, waren sie damals doch noch recht oft vertreten in den Jugendzentren der Region. In freudiger Erinnerung an alte Zeiten, wollte ich diese Show natürlich nicht verpassen – also ab in die Halle! Nun ja, wenn sich hinten das Publikum staut, aber vorne bis auf ein paar Mesh-Shorts-Träger noch jede Menge Platz ist, dann weiß man, was einen erwartet! Nasty betreten die Bühne und schon beim ersten Takt geht’s Rund. Regina hat Angst um ihre Kamera und ich um mein Leben – wir verschwinden dann doch lieber wieder nach hinten. Nasty geben – wie auch ihr Publikum – Vollgas, mir ist es nach den ersten paar Songs dann aber doch zu eintönig.

Regina: Man hat allen angesehen, was in den ersten paar Minuten des Auftritts passieren wird. Meine Angst war nicht zu Unrecht!

Stick To Your Guns

Stick To Your Guns

Regina: Das dritte Mal, dass Jessee Barnett auftritt. Diesmal aber in bekannter Besetzung mit Stick To Your Guns. Die Band habe ich nun im meinem Leben schon mehrmals gesehen und jedes Mal ist es wieder der Hammer! Es ist so viel Energie bei den Auftritten dabei, die einfach ansteckt. Jede Minute im Moshpit macht Spaß. Man hat jedem die Freude ins Gesicht geschrieben gesehen.

Verschwitzt und glücklich sind dann die meisten letztendlich aus dem Pit raus gekommen! Ein gelungener Abschluss von Stick To Your Guns!

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