Die Erwins – Vergiss die Welt ::: Review (2021)

Punkrock, einfach gehalten, schnörkellos, eingängig.

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Mein erstes Deutschpunkevent vor ca. 25 Jahren war ein absoluter Bringer. In Laufen in Oberbayern trafen sich Bands wie die Dödelhaie, Rasta Knast und das Untergangskommando. Jippie, Überleitung gelungen, denn so konnte ich jetzt wunderbar den Bogen zum Debüt-Album von Die Erwins spannen. Der Sänger dieser neuen Band aus alten Bekannten ist nämlich Michel, Gründungsmitglied des Untergangskommandos. Diese Tatsache gibt schon mal den ersten Hinweis auf den Sound der Erwins, denn Michels Stimme ist doch bekannt und markant. Aber jetzt Schluss mit damals und auf ins Heute.

„Vergiss die Welt“ ist wie erwähnt der Erstling der Band und erschien jetzt auf Pauli Punker Records sowohl auf CD, als auch auf Platte. Jaja, digital gibt´s das Zeug natürlich auch, aber als alter Knacker ist mir digital eher schnuppe.

Auf jeden voll haben Michel (Untergangskommando, Wilde Zeiten), Jente (Tante Inge), Marky (Mom’s Day),  Steffo (Sendeschluss) und Tim (Scobben) ein spaßiges, schwungvolles und doch auch ernstzunehmendes Album veröffentlicht, welches viele Geschmäcker im Genre zufrieden stellen dürfte.

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14 Songs geben einem das Gefühl, sich auf einer Punkrock-Party zu befinden, aber genauso kann man sich auf die Couch legen, Löcher in die Luft starren und sich das hier zu Gemüte führen. So wird sich zum Auftakt erstmal vorgestellt und klargestellt, dass hier die Erwins ihren Weg auf den Plattenteller gefunden haben. Naja, textlich ok aber das geht schon klar, da der Song halt super ins Ohr geht.

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Für mich wird die Scheibe von Song zu Song immer stärker und sei es ein Track wie „Was wir lieben“ oder „Unsere Nacht“, jedes dieser Stücke hat seine Daseinsberechtigung. Ich kann mir mich selber sehr gut vorstellen, wie ich angesoffen vor der Bühne stehe und diese Lieder aus voller Kehle mit brülle. Eine weitere Stärke hier ist nämlich die Eingängigkeit sowohl der Texte, als auch der Melodien. Was ich noch zwingend explizit erwähnen will ist die Neuaufnahme des Untergangskommando-Songs „Ich hab´s geträumt“, der auf dem 2001er „Und dann ruft uns die Nacht“ erschienen ist und leider Gottes immer noch genau so aktuell ist, wie er es damals war.

Ich habe heute in der Stadt was Trauriges gesehen,
Ein Asylantenheim ist abgebrannt
Und keiner hat etwas bemerkt und keiner hat’s gesehen,
Die Nachbarn geht das alles gar nichts an.

Fazit: Die Erwins – Ich mag den Bandnamen nicht, das gebe ich zu. Anfangs war ich sehr skeptisch, genau deswegen. Aber was auf dem Album drauf ist, das gefällt mir durchaus. Punkrock, einfach gehalten, schnörkellos, eingängig. Genau das macht diese Band sehr sympathisch und das wird bestimmt auch live so gut rüberkommen. Ich für meinen Teil freue mich auf das, was da noch so kommen wird.

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