Fire Sale & The Corps - Split Decision Cover
Fire Sale & The Corps - Split Decision Cover

Bereits am 4. September 2026 ist die Split-EP Split Decision von Fire Sale und The Corps über Negative Progression Records erschienen. Jede Band steuert zwei Songs bei, sodass die EP insgesamt vier Stücke melodischen Punkrocks umfasst.

Fire Sale besteht aktuell aus Matt Riddle (Bass), Chris Swinney und Brad Edwards (Gitarre), Pedro Aida (Gesang) sowie Matt Morris (Schlagzeug). Die Musiker waren oder sind auch bei Bands wie Face to Face, No Use for a Name, Pulley, The Ataris, Ann Beretta, Shotclock, The Iron Roses und Darlington aktiv.

The Corps besteht aktuell aus Dan (Danny) Garrison (Gesang, Gitarre), Dan Stenning (Schlagzeug), Morgan Farrell (Gitarre) und Dave Derksen (Bass). Garrison und Stenning spielten zuvor gemeinsam bei Dead Voices und gründeten anschließend The Corps. Morgan Farrell spielte beziehungsweise spielt bei ATD (A Total Disappointment), Blacked Out und Bishops Green. Dave war ebenfalls bei ATD aktiv, spielte aber auch bei Little Fix und Whiskey River Gun Club.

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Fire Sale gründeten sich während der COVID-19-Pandemie; die ersten Singles erschienen 2021. Die Kanadier von The Corps sind dagegen bereits seit 2014 aktiv; ihre erste EP In Brightest Day erschien ein Jahr später.

Die Kalifornier eröffnen mit dem genialen Stück Kill the Noise und thematisieren darin das Erwachsenwerden/Erwachsensein, das Elternsein und die Tatsache, dass mentale Probleme zum Leben dazugehören und man lernen muss, mit ihnen umzugehen. Hinzu kommen der alltägliche Wahnsinn und die Informationsflut, die aus allen Richtungen auf uns einprasselt. Da tut es gut, wenn der „Krach“ endlich verstummt.

Darauf folgt Dies Irae. Der Titel bedeutet sinngemäß „Tag des Zorns“; der Song bewegt sich im politischen Spektrum und beschäftigt sich mit dem Zustand der Welt. Aber auch wie sehr alles im Eimer ist.

The Corps arbeiten gerne mit Metaphern sowie Szenen und Figuren aus dem DC-Comics-Universum. Imposter Syndrome behandelt das durchaus reale Gefühl, ein Hochstapler zu sein, und die Angst, als solcher entlarvt zu werden. Als DC-Referenz dient Green Lantern, genauer gesagt die Figur Kyle Rayner. Garrison schreibt dem Charakter aufgrund seiner eigenen Lesart dieses Gefühl zu.

Another World spielt mit dem Kontrast zwischen düsteren Themen einerseits und Dur-Akkorden sowie eingängigen Melodien andererseits. Textlich ist es ein „Was wäre, wenn …?“-Spiel: Garrison lässt seinen Gedanken freien Lauf und fragt sich, was passiert, wenn man an alternative Universen denkt und ob Gedanken aus diesen Universen in unsere Gegenwart einfließen könnten.

Wie toll! Viermal gibt es melodischen (Skate-)Punkrock in einem mittleren, angenehm treibenden Tempo. Dazu kommen cleaner Gesang und alles, was sonst noch dazugehört. Die kleine, aber feine EP hat mich gleich viermal positiv überrascht. Die EP ist textlich wie musikalisch sehr interessant und zugleich kurzweilig. Das Release lässt sich problemlos mehrmals am Stück hören.

🎧 Folgt unserer Playlist
– Playlist: Happy Release Day
BEWERTUNG
Gesamt
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Oliver
Mit eigenen Fanzines in den 1990ern gestartet, dann zum Webzine übergegangen. Mittlerweile Bücher mit Prosa veröffentlicht und immer am Schreiben gewesen. Mal hier, mal da.
fire-sale-the-corps-split-decision-review-2026Vier Songs, vier positive Überraschungen: Fire Sale und The Corps liefern melodischen Skate-Punk mit eingängigen Melodien und interessanten Texten.

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