Die erste Show, die erste Platte und seine größten Einflüsse! Wir sprachen mit Blackout Problems Sänger und Gitarrist Mario Radetzky über seine Hardcore-Punk Roots und wie er zur Musik und Szene gekommen ist.

1Weißt du noch in welchen Club deine erste Hardcore / Punk Show stattfand? Gibt es den Club heute noch und hast du dort schon einmal selbst auftreten können?

Ohja, das erste Konzert der härteren Gangart, war ein Alexisonfire Konzert im Münchner Backstage. Die Band war 2005 als Support von Rise Against unterwegs. Das Konzert war ausverkauft, aber wir sind auch ohne Tickets 150km hingefahren und waren mit Abstand die jüngsten Kids vor Ort. Wir haben einfach dreist vor Ort Leute angelabert und gefragt ob sie uns reinbringen können. Einer davon war der Drummer der zweiten Support Band „Red Lights Flash“ aus Österreich. Zu einem anderen habe ich gesagt „Hey, wir sind extra wegen Alexisonfire 150 hergefahren, kannst du uns irgendwie in die Halle lassen?“ Er konnte kein Deutsch und nachdem uns tatsächlich Chris Steele auf die Gästeliste schrieb, hat sich unser nicht-deutsch-sprechender Kumpel als Bassist der Hauptband Rise Against herausgestellt. Das hat erklärt, warum er gar nicht mal so erfreut war, als wir ihm erzählt haben, dass wir nur wegen der Vorband hier sind.

Im Backstage haben wir seitdem auch gespielt. Ungefähr 7 mal.

2Hast du einen absoluten Lieblingsclub (In deiner Heimat / in Europa)?

Ich mag das Strom und das Ampere in München unglaublich gerne. Ansonsten haben uns die Clubs in Frankreich extrem umgehauen. Tolle PAs, und hammer Catering.

3Erinnerst du dich an deine erste Hardcore-Punk Platte, die du besitzt hast?

Das ist zwar eher Screamo und aber hey.. : Thursday – War all the time.

4Wie sieht für dich die perfekte Show aus?

Ich habe mir einen kleinen Traum erfüllt und bin letztes Jahr nach London zu Enter Shikari geflogen und hab mir die Band im Alexandra Palace angesehen. Das war perfekt. Unfassbar irre, da hat alles gestimmt.

5Was war deine absolute Lieblingsshow, die du besucht hast?

Eben jene!

6Was war deine absolute Lieblingsshow, die du selbst gespielt hast?

Ich erinnere mich an einen wahnsinnigen Abend im Underground in Köln, die Energie in dem Raum war so intensiv. Das zählt auf jeden Fall zu den besten Shows die wir bisher spielen durften.

7Gab es eine Show, bei der du dich heute noch ärgerst, dass du nicht dabei sein konntest?

Moderat in Berlin am 01.09.2017 – das letzte Konzert vor ihrer Pause. Sau ärgerlich, dass ich das verpasst habe.

8Welche bereits aufgelöste Hardcore / Punk Band würdest du am liebsten noch einmal sehen?

Das sprengt wieder ein bisschen den Genre Rahmen, aber ich würde alles für ein Nirvana und ein The Doors Konzert geben.

9Gibt es eine Person, die dich in Sachen Hardcore/Punk besonders beeinflusst hat?

Rou Reynolds. Was für ein Typ! Reflektiert, intelligent und kreativ.

10Was sind deiner Meinung nach die Top 3 Hardcore Frontmänner (-frauen)?

Eindeutig: 1. Andrew Neufeld, 2. Frank Carter, 3. Wade MacNeil (als Fronter bei den Gallows)

11Was ist für dich die meist unterschätzteste Hardcore/Punk Band?

Comeback Kid. Ich kenne keine bessere, tightere Band in dem Genre und es ist wirklich schade, dass deren Shows nicht annähernd so gut laufen wie die von Kollegen wie den Deez Nuts, Terror oder Stick to your John Feldman Guns.

12Welche neueren Hardcore-Punk Bands hörst du momentan?

In letzter Zeit fehlt mir hier etwas der Input, teils aus fehlender Zeit und teils aus viel zu viel Musik aus anderen Genres die sich bei mir stapeln. Also: gerne her mit den Tipps, da freu ich mich drüber.

Blackout Problems werden am 15. Juni 2018 ihr neues Album KAOS veröffentlichen.

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