K-Man & The 45s - Heed The Call (2026)
K-Man & The 45s - Heed The Call (2026)

Draußen wird es langsam ungemütlich, die Temperaturen fallen und der Sommer verabschiedet sich endgültig. Aber nicht mit mir! Ich habe nämlich beschlossen, meinen Sommer noch ein wenig künstlich zu verlängern. Der nächste Urlaub auf einer sonnigen Insel steht bereits vor der Tür, und mit Heed The Call von K-Man & The 45s habe ich auch gleich den passenden Soundtrack dafür gefunden.

K-Man & Th 45s (2026)
K-Man & Th 45s (2026)

Die Ska-Punker aus Montreal veröffentlichen am 9. Oktober 2026 über Stomp Records ihr neues Album mit insgesamt 13 Songs. Und was soll ich sagen? Das Ding macht einfach verdammt viel Spaß!

Schon der Opener Bankrupt In Berlin legt ordentlich punkig los und versetzt einen gedanklich direkt in eine Kneipe irgendwo auf dem Berliner Kiez. Ein paar Bier, laute Musik, tanzen und das letzte Geld auf den Kopf hauen, bis man tatsächlich bankrott ist. Herrlich! Genau so muss ein Abend aussehen, der eigentlich nur mit einem gemütlichen Bier anfangen sollte.

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Natürlich muss man sich nichts vormachen: Ska-Punk ist ein Genre, das musikalisch nur einen begrenzten Spielraum bietet. Das Rad lässt sich hier nicht ständig neu erfinden, und wer auf die nächste musikalische Revolution wartet, ist vermutlich an der falschen Adresse. Aber muss das denn überhaupt sein? Viel wichtiger ist doch, dass die Musik Energie versprüht, frisch klingt und einen dazu bringt, den Hintern vom Sofa zu bewegen. Und genau das schaffen K-Man & The 45s mit Leichtigkeit.

Bei Demon Days musste ich sofort an Madness denken, genauer gesagt an deren Klassiker Night Boat to Cairo. Sowohl der Gesang als auch der gesamte Sound wecken Erinnerungen an die britischen Ska-Legenden.

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In A Mess bringt derweil eine wunderbar passende Botschaft mit: Man steckt zwar mitten im Schlamassel, hat aber heute Abend absolut keinen Bock auf eine Schlägerei. I Don’t Wanna Fight Tonight! Recht hat er! Lieber noch ein Bier bestellen und weitertanzen.

Mit Working In The Sun wird es dann deutlich entspannter. Ein extrem relaxter Song, der trotzdem wunderbar ins Gesamtbild passt und zeigt, dass die Band nicht permanent Vollgas geben muss, um zu überzeugen.

Eine besondere Überraschung wartet mit I Wanna Live (Ska-Mones). Ein Cover der Ramones, und ganz ehrlich: Ich hätte niemals gedacht, dass dieser Song als Ska-Nummer funktionieren könnte. Tut er aber! Und zwar erstaunlich gut.

Den Schlusspunkt setzt Fire (On The Second Floor) mit wunderbar smoothen Dub-Beats. Nach der ganzen Tanzerei darf man sich schließlich auch mal zurücklehnen und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Und damit wären wir bei der ewigen Party. The Bar Stool Preachers hatten mit Party Eternal eine solche versprochen, konnten dieses Versprechen für meinen Geschmack aber nicht wirklich einlösen. K-Man & The 45s schaffen mit Heed The Call dagegen genau das, was ich mir darunter vorstelle. Ein herrlich spaßiges Album, das vor Energie und Spielfreude nur so strotzt und bei dem man am liebsten sofort die nächste Runde bestellen möchte.

Heed The Call erfindet den Ska-Punk nicht neu. Muss es aber auch überhaupt nicht. Dieses Album hat Power, klingt frisch, macht gute Laune und lädt vom ersten bis zum letzten Song zum Skanken ein.

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Und während es hier langsam kalt und ungemütlich wird, freue ich mich schon auf meine persönliche Verlängerung des Sommers. Denn demnächst geht es für mich noch einmal auf eine sonnige Insel. Heed The Call landet deshalb definitiv auf meiner Urlaubsplaylist. Schließlich gehört diese Musik genau dorthin, wo ihre Wurzeln liegen: in die Sonne, an den Strand und auf eine Insel. Auch wenn meine Reise nicht unbedingt nach Jamaika führt.

Sommer, Sonne, Ska-Punk – was will man mehr?

Tracklist

  1. Bankrupt In Berlin
  2. Clark St.
  3. Buzz Off
  4. Oh Yeah Attitude
  5. Demon Days
  6. In A Mess
  7. Working In The Sun
  8. We Won’t Stop
  9. Heed The Call
  10. I Wear The Black
  11. I Wanna Live (Ska-Mones)
  12. Tune Out
  13. Fire (On The Second Floor)
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– Playlist: Happy Release Day

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