Me Worst And The Gimme Talents - Good Music EP (2026)
Me Worst And The Gimme Talents - Good Music EP (2026)

Wenn eine Band eine Coverband covert, wird das dann zum Original, weil Minus mal Minus Plus ergibt? Ne, Quatsch. Aber wenn eine Band eine Coverband covert und das so macht, wie es Me Worst and the Gimme Talents machen, dann ist das absolut geil. Es beginnt der Gag an der Sache dann schon mit dem Bandnamen, der unfassbar lustig gewählt ist. Dann die Songauswahl auf dieser Scheibe, die Verbastelung von Punk-Klassikern in das Ganze und nicht zu guter Letzt, die musikalisch sehr sehr gute Umsetzung.

Klar, versteh ich jede*n, die/der sich fragt, ob´s das braucht, aber ich sage ganz klar: Ja. Denn erstens bekommt man die Gimme Gimmes ja nicht einfach so mal für nen Appel und n Ei zu sehen und zweitens hat besagte Band ihren Glanz schon ein wenig aufgebraucht. Nichtsdestotrotz stellt sich weiterhin die Frage, braucht´s das? Ein weiterer Punkt für mein klares „Ja“ ist, dass neben der besseren Verfügbarkeit auch einfach die Leidenschaft und der Fun im Vordergrund stehen. Ich habe Me Worst bereits das ein oder andere Mal live erleben dürfen und es ist jedes Mal ein absoluter Kracher. Denn sie spielen tatsächlich auch nicht nur Songs nach, welche bereits von den Gimme Gimmes gecovert wurden, sondern überlegen sich auch eigene Cover und eigene Eastereggs für den ein oder anderen Titel.

Jetzt aber zu den fünf Tracks dieser EP. Mit Bob Marley startet man in den Tonträger und die Punkversion von Three little birds kann sofort für gute Laune sorgen. Weiter geht es mit The Tide is High von Blondie und Understand your man von Johnny Cash. City of New Orleans von Willie Nelson lässt dann die Lautsprecher doch etwas mehr beben, als das Country-Original von Willie Nelson. Zum Ende werden die Bealtles verpunkt und verPennywised, denn hier fürgt sie die gute alte Bro-Hymn sehr fein an den Song an oder in den Song ein. Auch verdammt gelungen.

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Aufgenommen, produziert, vertrieben und was weiss ich noch alles ist die Platte in klassischer DIY-Manier, was das Ganze nochmal sympathischer macht. Erhältlich als CD und digital über Bandcamp oder die Band direkt. Meines Wissens ist sogar eine Vinyl-Version in Planung aber dazu weiss ich nicht mehr. Diese EP macht sau viel Laune und wäre schön, wenn es davon mehr geben würde, denn ganz ehrlich: Ja! Das brauchts.

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