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Platten der Woche mit Talco und First Brawl

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In der Kategorie Platten der Woche stellen wir – das sind Jule, Fischi und Brello sowie heute zum ersten Mal Sven – euch jeden Freitag ein paar Scheiben vor, die uns ganz besonders am Herzen liegen. Egal ob Klassiker oder Underground, ob Deutschpunk oder Post-Hardcore, Hauptsache es gefällt!

Diese Woche nehme ich euch mit nach Italien.

1Talco – 10 Jahre Mazel Tov

Vor etwas mehr als zehn Jahren haben Talco Ihr drittes Studioalbum mit dem Titel Mazel Tov veröffentlicht. Die Erwartungen nach dem hervorragenden Vorgänger Combat Circus waren schon groß, konnten aber doch tatsächlich erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen werden. Die sympathische Ska Punk Band aus Venedig, ist von Anfang an durch Ihre Antifaschistischen und Antikapitalistischen Texte eindeutig dem linken Flügel zuzuordnen.

Auf Mazel Tov befinden sich mit La mano de Dios, La torre und La casa delle impunità , um hier nur drei hervorzuheben einige richtig gute Tracks, die sofort in den Kopf und in die Beine gehen, kaum vorstellbar das man hier nicht das Tanzbein schwingen möchte.

Der Gesang, die Gitarre, Bass und Schlagzeug bilden eine schöne Basis, die durch die Bläser zu einem klanglichen Erlebnis abgerundet werden. Talco erzählen auf Mazel Tov mit ungeheurer Leichtigkeit Geschichten aus dem Leben und der Politik. Ein weiteres Zeichen gegen Faschismus setzten die Venezianer, wie bei den Vorgänger Alben damit, dass die Release Party am 25. April stattfand, dem Tag der Befreiung Italiens vom Faschismus.

Als Bonustrack und ich muss gestehen, ich weiß nicht mehr ob tatsächlich schon beim ersten Release oder erst später findet sich der Song St. Pauli, als Hommage an den Hamburger Stadtteilverein, auch ein Grund warum ich mich so mit Talco verbunden fühle, aber hier geht es ja auch um meine Lieblingsplatten … 😉

2First Brawl – Full of Nothing

Ganz anders die zweite Band heute. Sie kommen zwar auch aus Italien aber aus Modena/Bologna und das liegt zwar keine 200 Km südlich von Venedig, aber die Musik von Talco war hier wahrscheinlich kein Einfluss.

First Brawl die, mit Ihrem Debütalbum Full of nothing, 2016 richtig gut abgeliefert haben. Vor ein paar Wochen haben sie mit der EP Turning Point auch ordentlich nachgelegt. zum Review von Turning Point geht es hier.

Aber zurück zu Full of nothing. First Brawl zeigen hier, nach dem es einen Besetzungswechsel gab, schon Eindrucksvoll das mit Ihnen in Zukunft zurechnen sein wird. Die Gesamte Szene rund um Modena und Bologna ist ja sehr aktiv und First Brawl haben mal eine ordentliche Duftmarke hinterlassen. Kraftvoll und energisch gibt es hier eine gelungene Mischung aus Oldschool Hardcore und frischen Newschool Elementen.

Neun wuchtige und schnelle Tracks befinden sich auf Full of nothing. Inspiration fanden die vier Jungs aus Modena unter anderem bei Terror, Sick Of It All, No Turning Back, Death Before Dishonour, Madball ….

Ende Dezember und Ende April konnte man First Brawl, auf einigen wenigen Konzerten, bei uns sehen, ich hoffe die Gelegenheit wird sich bald wieder ergeben.
First Brawl Full of nothing für mich eine der Neuentdeckungen 2016.

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