Unter dem Namen Stab findet man so einige Bands. Hier auf unserer Website z.B. eine belgische Beatdown-Band. Jetzt gesellt sich eine weitere dazu, diesmal aus dem US-Bundesstaat Maine. Aus der dortigen Szene hat sich eine weitere Band unter dem Namen Stab gefunden. Die Jungs bringen aber etwas mehr Melodie in ihren Hardcore als die belgischen Namensvetter.
Bereits die ersten Töne des Intros fangen eine Stimmung auf, die perfekt zum Titel der EP passt bzw. zu dem, was ich mir darunter vorstelle: Lost In Maine. Melancholischer Start, dann setzen die Backingvocals ein und dann gibt es noch ein paar Shouts vom Sänger. Abgerundet wird’s mit einem Sample aus Gottes Werk & Teufels Beitrag, Fertig ist das stimmige Intro.
Direkt der erste Song ist dann auch gleich ein Melodic-Hardcore-Brett. New England Numb greift die Stimmung aus dem Intro auf und macht wieder etwas Hoffnung. Allen voran der catchy Refrain, der sich bestimmt live prima in Mikros schreien lässt. Damit liegt die Messlatte schonmal ziemlich hoch.
Ganz so stark geht es zwar nicht weiter, aber einen richtigen Durchhänger gibt es auf der EP auch nicht. Die Ballade Nuit nimmt in der Mitte zwar mal kurz das Tempo etwas raus, ist aber trotzdem ein guter Song. Nur vielleicht am falschen Punkt platziert. Auch die restlichen Songs gehen ins Ohr und die Beine.
Zum Ende gibt es mit Irish Goodbye auch nochmal einen Hit als Rausschmeißer. Passenderweise wird hier das Verschwinden von einer Party ohne Verabschiedung besungen. Wobei der Song im Ohr bleibt – wird also nichts mit dem unbemerkten Abgang.
Nach sieben Songs sind Stab dann aber auch schon durch. Als Kritikpunkt könnte man jetzt aufführen, dass man alles schonmal gehört hat und es nicht wirklich neue Innovationen gibt. Aber das braucht es auch gar nicht. Lost In Maine ist melodischer Hardcore, wie er sein soll: Ohhs und Ahhs, in die Luft gestreckte Fäuste und sämtliche Gefühle in ca. 2:50 Minuten gepackt. Funktioniert super. Never change a running system.
Hoffentlich schaffen es Stab möglichst schnell über den großen Teich, damit wir uns von deren Live-Tauglichkeiten überzeugen können. Für das Ain‘t Like You-Festival nächstes Jahr wurden sie immerhin schon bestätigt.
Ab dem 24.Juli 2026 könnt ihr euch von Stab ein Bild machen. Dann erscheint Lost In Maine über Unbeaten Records.



















