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Christmas

Zum Jahresende bei ihrem Jahresabsch(l)uss Konzert hatten wir zum zweiten Mal das Vergnügen uns mit den Jungs von The Prosecution zu unterhalten.

Hier kommt ihr zum ersten Interview

Nach einer langen Festival Saison und eigener Headliner Tour kam die Band traditionell wieder in bekannte Gefilde. Jährlich wird in der Alten Mälzerei in Regensburg der Abschluss zelebriert und dieses Jahr waren wir dabei! Sänger/Gitarrist Simon Bernhardt und Posaunist/Sänger Valentin „Tini“ Damjantschitsch haben sich mit uns zusammengefunden und uns erneut ein paar unserer Fragen beantwortet.

AFL: Hallo ihr Beiden! Falls es noch ein Paar Leute gibt, die euch nicht kennen, könnt ihr euch nochmal kurz vorstellen?

Simon (S): Hi, ich bin Simon und singe und spiele Gitarre.

The Prosecution, 15.12. in Regensburg

Tini (T): Ich bin der Tini. Hallo, und ich spiele Posaune.

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AFL: Ihr habt im Sommer euer neues Album The Unfollowing veröffentlicht, viele Festivals gespielt und dann auch noch eine große Headliner Tour gespielt. Was waren eure Highlights?

S: Für mich war das Highlight die Release-Party im August auf dem Open Flair Festival. Gegenüber hat vor unserer Release-Show auch noch Pennywise gespielt. Das war auch sehr krass. Du baust da deinen Stuff für die Show auf und dann spielt eine total geile Band gegenüber. Das war seit langem eine Show, wobei ich vorher richtig nervös war. Schon ein bisschen zittrig und so.

Das Wetter war bei unserer Show tatsächlich ganz geil und das Publikum war überwältigend. Diese Fahnen, die wir haben, im Publikum und das ganze Konzert war einfach total geil und überwältigend. Das war mein Highlight.

T: Es hat tatsächlich als wir angefangen haben zu spielen auch aufgehört zu regnen und bei unserer Zugabe hat es dann wieder angefangen zu regnen. Das war ein ganz epischer Moment!

Und auf der Tour war natürlich alles geil, aber was besonders war, war zum Beispiel Wiesbaden. Die Show war ausverkauft und es war einfach mega krass. Wir waren in dieser Ecke erst ein oder zwei Mal und in Wiesbaden selber erst ein Mal und dann sind da einfach über 300 Leute da. Das war fett.

AFL: Und wie ist euer neues Album angekommen?

S: Die Leute feiern es. Wir feiern es sowieso auf der Bühne!

Es gab jetzt keine negativen Reaktionen, wie es vorher gegeben hat. „Ah das neue Album ist ja schon etwas poppiger, als das vorige“, aber live ist das alles nochmal anders. Die Leute, die etwas kritisch waren am Anfang, sind nach der Show dann zu uns gekommen und meinten „hey, total geil. Coole neue Songs. Feier ich voll!“.

AFL: Ja cool! Gab es abgesehen von euren Show unvergessliche Momente oder Situationen?

T: Die ganz unvergesslichen dürfen wir immer nicht sagen.

What happens on tour stays on tour!

Mh, was war denn absolut unvergesslich?

S: Wie du schon gesagt hast. Die absolut unvergesslichen dürfen wir hier nicht erzählen. Wir haben ein Verbot auferlegt bekommen, dass man die nicht erzählen darf.

T: Aber bevor das jetzt irgendwelche Freundinnen von uns lesen. Ihr könnt beruhigt sein, denn um so etwas geht es nicht! Es geht um Alkohol.

AFL: War fast klar. Ab März stehen ja schon wieder einige Shows auf dem Programm. Gönnt ihr euch bis dahin eine Verschnaufspause oder habt ihr noch andere Pläne für die Zwischenzeit?

T: Tatsächlich erstmal Pause. Wir waren jetzt zwar auf Tour seit September, aber davor kam auch das neue Album raus und das musste natürlich auch aufgenommen und vorbereitet werden. Wir sind jetzt seit ein einhalb Jahren dabei an diesem Album und der Tour zu schrauben und jetzt können wir uns zum ersten Mal ein bisschen Auszeit gönnen. Jetzt legen wir erst die Füße hoch, bis die Tour im Frühjahr wieder startet und mal daheim die Familie besuchen oder auch in den Urlaub. Wir waren echt schon lange nicht mehr im Urlaub und es haben tatsächlich ein paar von uns schon Flüge gebucht.

AFL: Es sei euch gegönnt. Im Sommer waren wir bei eurer Akustik-Session hier in Regensburg. Wir fanden das richtig gut! Habt ihr in diese Richtung schon mehr geplant – ein Akustik Album vielleicht?

S: In weiterer Planung ist es jetzt nicht. Wir dachten uns es ist eine total coole Idee ein paar Songs vor den Shows zu spielen. Es bietet sich bei Festivals auf den Campingplätzen einfach gut an. Beim Open Flair waren wir auch schon früher und sind da zwei Tage vorher über den Campingplatz gegangen und es ist total cool das Festival Feeling aufzunehmen, weil du da auch gleich ein Dosenbier in die Hand gedrückt bekommst und dann ein paar Shows spielst. Du bist natürlich auch den Leuten sehr nahe und es ist was ganz anderes als, wenn du auf der Bühne stehst.

Ansonsten haben wir auch Indoor-Shows gespielt auf Tour. Zum Beispiel in einem Plattenladen in Nürnberg an einem Nachmittag. Das war auch total cool.

T: Im EMP Store waren wir dann auch. Das wurde echt immer gut angenommen und ist auch eine coole und einfache Möglichkeit die Zeit rumzukriegen.

AFL: Also dann spontan ohne Ankündigung?

S: Manchmal auch spontan. Wenn es sich natürlich irgendwo ergibt, wo wir nur 2-3 Stunden hin fahren, dann natürlich auch spontan.

AFL: Dann sollten eure Fans auf jeden Fall ihre Augen offen halten.

AFL: Jetzt zu einem anderen Thema, nämlich habt ihr zu Beginn eurer Tour euch eine Tauschaktion ausgedacht. Dabei habt ihr mit einem Feuerzeug angefangen und während der Tour gegen immer hochwertigere Sachen getauscht. Wie kamt ihr eigentlich auf diese Idee?

T: Ich glaube das war eine Gemeinschafts-Idee von uns. Wir haben mal im Bus gehockt und man blödelt viel auch herum und dann haben wir uns überlegt, was wir so machen könnten. Wir hatten mal diese Wette als wir mit Talco auf Tour waren. Da hatten wir diese Shirt-Wette: Drei Leute von uns (Lookie, Kötti und ich) haben gewettet, wer auf der Tour am längsten sein Shirt, was er auf der Bühne anhat, trägt ohne es zu waschen. Zum trocknen durfte man es aufhängen, aber nicht waschen. Wir haben uns da halt eingebildet, obwohl es die meisten schon ekelig fanden, dass es fernab vom ganzen Tour Alltag ganz interessant war, mal abseits ein bisschen was zu machen. Dann sind wir gemeinsam auf diese Idee gekommen, dass wir uns ja hoch tauschen könnten. Jeder fängt mit einem Feuerzeug an und dann schauen wir mal wie weit wir kommen.

Ich finde schon, dass wir weit gekommen sind.

S: Es war eher ein Experiment am Anfang, aber es hat funktioniert. Die Leute sind echt zum tauschen gekommen und wir haben mittlerweile echt coole Sachen getauscht.

AFL: Werden dann heute auf der Abschluss-Show die Ergebnisse präsentiert?

S: Vielleicht ergibt sich ja noch ein Tausch heute nach der Show. Wäre cool, wenn sich irgendwer gedacht hat „Ich warte jetzt mal bis zum Ende der Tour“. Die Ergebnisse gibt es dann auf jeden Fall online auf Instagram und Facebook.

AFL: Waren da auch vielleicht Errungenschaften dabei, die ihr gerne behalten hättet?

T: Ich glaube alle! Wir haben inzwischen zwei Spielekonsolen (Nintendo 3DS und PSP), Kötti hat ein Fahrrad, Hardy hat eine E-Gitarre, Simon hat eine Akustik Gitarre, einen Drumstick und Andrew hat die Trainingshose von Julian Draxler.

S: Also die originale Hose. Die hat er bei der WM in Brasilien getragen.

T: Ungewaschen.

Jetzt haben wir diese ganzen Sachen und versuchen die zu versteigern, wenn wir mal durchgeatmet haben. Der Erlös von der Versteigerung wird dann an ProAsyl gespendet.

AFL: Viel Erfolg dabei. Das Jahr geht jetzt so langsam dem Ende zu. Wenn ihr euch jetzt nochmal an den Anfang des Jahres erinnern, hat sich etwas für euch verändert und was?

S: Also ich merke, dass ich viel mehr planen muss. Ich bin jetzt fertig mit meinem Studium und habt jetzt einen 25 Stunden Job als Sozialpädagoge. Mit dem Studium war das viel leichter. Da hast du auch mal Semesterferien oder schwänzt mal eine Vorlesung, wenn ein Gig rein kommt. Das geht jetzt nicht mehr, wenn man eine feste Arbeitsstelle hast. Jetzt muss ich koordinieren zwischen dem Beruf und der Band, die viel mehr Zeit in Anspruch nimmt, als der Beruf. Die selbe Arbeitszeit, die ich unter der Woche habe, habe ich mit der Band am Wochenende. Das sehe ich aber nicht als Arbeit. Trotzdem muss ich das alles natürlich planen. Das war die große Veränderung bei mir.

T: Es stehen jetzt einige von uns am Ende ihres Studiums und von uns arbeiten schon viele. Es haben sich aber alle das so gelegt, dass das Berufsleben und Famlienleben mit der Band funktioniert. Es wird schon schwieriger spüre ich.

Man kommt gerne nach hause, weil natürlich jeder seinen Freunde und Familie hat, aber unter der Woche fiebere ich auch schon wieder dem Wochenende und der Tour entgegen. Jetzt bin ich ganz traurig, dass es erst mal ruhig ist.

AFL: Habt ihr Vorsätze, die ihr euch für 2018 genommen habt?

S: Ich glaube Vorsätze hat jeder persönlich welche. Mit der Band setzt man sich immer Teilziele und wenn man die erreicht hat, dann überlegt man „Wie geht es jetzt überhaupt weiter?“. Erstmal sind wir glücklich, dass wir eine Tour gespielt haben, wo tatsächlich in ganz Deutschland Leute kommen, wo dann die Clubs voll sind und die Leute die Songs mitsingen. Das ist so ein Moment auf den man immer hin arbeitet als Band und dann hast du das und man macht sich wieder Gedanken: „Was machen wir jetzt?“. Da müssen wir dann erst drüber reden, was unser nächstes Ziel ist.

Wenn man Ziele vor Augen hat, hat man auch etwas worauf man hin arbeiten kann. Das ist eigentlich echt was schönes.

AFL: Apropos Ziele; früher war mal Vans Warped Tour oder Punk Rock Holiday ein Ziel, richtig?

T: Steht auf jeden Fall auf unserer Wunschliste, aber das sehen wir erst am 24.12., ob wir das dann kriegen.

Es gibt natürlich Festivals, wo wir unbedingt mal spielen möchten, aber da haben wir nicht viel Einfluss drauf. Man wird halt genommen oder nicht, aber es ist jedes Jahr ein Festival dabei, wo ich mir denke: „Ah geil, jetzt haben wir das auch geschafft!“.

Für nächstes Jahr haben wir schon das Mission Ready, was wir bestätigt haben. Da freue ich mich mega drauf, weil das Line-Up auch sehr geil ist und auch in der Nähe stattfindet, sodass auch viele bekannte Gesichter kommen. Also es wird großartig. So oder so!

AFL: Dann wünschen wir euch natürlich alles Gute, eine gute Show heute, frohe Weihnachten und ein sau starkes 2018! Das letzte Wort gehört euch.

S: Ich freue mich auf heute Abend. Gleichzeitig freue ich mich auf die Zeit, die ich mit meinen Freunden und Familie verbringen werde. Deswegen lassen wir es heute nochmal richtig krachen!

T: Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

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