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The Ruts DC melden sich zurück! So wird die britische Punk Legende am 16. September 2016 ihr neues Album „Music Must Destroy“ veröffentlichen. Wir konnten vorab ein Interview mit The Ruts Schlagzeuger Dave Ruffy und Bassist John „Segs“ Jennings über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Band führen.

Interview with the Ruts DC

Ruts DC - Punk Band
Interview mit Ruffy und Segs von The Ruts DC.

AFL: Hey wie geht’s? Danke euch Beiden für das Interview. Erst einmal die für mich wichtigste Frage. Ist euer Bandname den jetzt The Ruts DC oder nur The Ruts? Oder ist beides richtig? Wo liegt der Unterschied und für was steht DC?

Segs: The Ruts DC ist quasi die Fortsetzung von The Ruts. Der ursprüngliche The Ruts Sänger war Malcom Owen, der 1980 ja leider gestorben ist. Wir haben uns trotzdem dafür entschieden weiter Musik zu machen und wollten eigentlich einen neuen Namen annehmen, aber die Plattenfirma (Virgin Records) behaarte damals darauf, dass wir den Bandnamen behalten sollten. Wir wollten ihn trotzdem ein wenig ändern, auch wenn nur geringfügig. So entstand der Bandname The Ruts DC. DC ist dabei eine Abkürzung für DA CAPO, einen musikalischen Begriff der für „zurück zum Anfang“ steht.

“Personally, I write from the heart, a troubled soul and a concerned mind.”

AFL: Ihr werdet am 16. September 2016 euer neues Album “Music Must Destroy” veröffentlichen. Wie zufrieden seid ihr selbst mit der Platte und was kann der Hörer erwarten?

Segs: Wir sind noch nicht ganz mit den Arbeiten an dem kompletten Album fertig, aber wir sind sehr glücklich darüber mit dem was wir bisher haben. “Music Must Destroy” ist sehr vielfältig, aber hat seine Ursprünge definitive mehr im Rock-Genre. Es ist also nicht mehr ganz so Reggae-Dub-lastig wie unser vorheriges Release „Rhythm Collision Volume 2“ aus dem Jahr 2013. Wir bezeichnen unseren Stil selbst als Dub-Rock.

AFL: Gibt es sonst weitere Unterschiede zwischen „Music Must Destroy” und euren älteren Veröffentlichungen?

Segs: Bei den ersten beiden The Ruts Alben “The Crack” und “Bear it” war noch Malcolm Owen an den Leadvocals. Der Zusatz DC kam dann ab unserem dritten Album „Animal Now“ (1981) hinzu. Da wurde ich dann nach Malcolm’s Tod Hauptsänger der Band, obwohl Ruffs und Paul Fox auch Songs auf dem Album sagen. So änderte sich der Sound ja dann quasi automatisch. Unser viertes Album „Rhythm Collision Volume 1“ (1982) war dann etwas ganz Neuartiges, weil es quasi eine reine Dub-Reggae Veröffentlichung war. 1982 lösten wir uns dann kurz nachdem wir mit der Platte auf Tour gingen auf und kamen erst 2007 zurück. In dem Jahr starb mit Paul Fox auch einer unser Gründungsmitglieder. Wir kamen dann mit dem Album “Rhythm Collision Volume 2“ im Jahr 2011 zurück. Das war wie erwähnt auch ein eher ein Dub-Reggae Album. Auf „Music Must Destroy” bekamen wir mit Leigh Heggarty einen neuen Gitarristen. So ja auf der neuen Platte gibt es so viele Unterschiede und Neuheiten im Gegensatz zu unseren älteren Sachen.

 AFL: Welche Themen behandelt ihr auf „Music Must Destroy” und woher bekommt ihr eure Inspiration für die Songs?

Segs: Das Album reflektiert textlich hauptsächlich die Dinge, die wir um uns sehen und fühlen. Ich schreibe die Songs aus meinen Herzen mit einer unruhigen Seele und einen gebrochenen Geist.

AFL: Ihr habt aus dem Album ja bereits ein Video zu dem Song “Psychic Attack” veröffentlicht. Warum habt ihr gerade den Songs als Video und als erste Single ausgewählt?

Ruffy: „Psychic Attack“ ist der erste Punk-Rock Song für The Rus seit 1980! So passt es natürlich perfekt als erstes Release für das neue Album!

AFL: Plant ihr eine größere Tour durch Europa, um euer neues Album ein wenig zu promoten? Falls ja gibt es schon ein paar Termine?

Ruffy: Momentan gibt es noch keine Termine. Wir konzentrieren uns gerade voll auf die Fertigstellung des Albums.

AFL: Ihr habt euch bereits im Jahr 1978 und konnten seitdem so einige Shows spielen. Gab es eine ganz verrückte Sache an die ihr euch zurückerinnert.  Und was war den eure beste Show, die ihr jemals gespielt habt?

Ruffy: Das ist eine Frage, die wirklich schwer zu beantworten ist. Für mich persönlich waren es die Headliner Shows im Marquee club in London 1978 und 1979. Die waren wirklich unvergesslich, weil ich als Teenager selbst sehr viel Zeit dort verbrachte und Bands wie Led Zeppelin, Taste und Free live erleben konnte.

AFL: Was hat sich den deiner Meinung nach in Sachen Punk-Rock von damals zu heute geändert? Vermisst du die alten Zeiten?

Ruffy: Ich vermisste die alten Shows jetzt nicht wirklich sonderlich arg. Früher gab es sehr viel Gewalt zwischen rivalisierten Jugendgans. Ich denke heute hören die Menschen allgemein ein breites Spektrum an Musik. Ich mag keine Bands, die alle gleich klingeln. Für mich war Punk-Rock schon immer die Bewahrung von Originalität.

AFL: Welche drei Songs spielst du den live am liebsten? Warum gerade diese drei Songs?

Ruffy: Ich genieß es noch immer die Songs “S.U.S.”, „It Was Cold” und “In A Rut” zu spielen. Ich finde die Songs sind großartig geschrieben und die Message der Songs ist zeitlos und bleibt immer gleich.

AFL: Ok, mein absoluter Lieblingssong von euch ist “Babylon’s Burning”! AFL: Wenn du eine Band auswählen könntest mit der ihr auf Tour gehen könntet, welche Band würdest du wählen?

Ruffy: Ich würde gern in der Brixton Academy mit Iggy Pop spielen oder Wembley mit den Foo Fighters!

AFL: Was macht ihr den sonst außer Musik?

Ruffy: Ich schreibe auch sonst jede Menge Musik und spiele Schlagzeuger für die Dexy’s

AFL: Was sind den deine derzeitigen Lieblingsbands? Hast du eine absolute Liebingsplatte?

Ruffy: Ich höre sehr gerne Jack White’s Sachen und QUOTSA. Die Foo Fighters rocken noch immer und natürlich der große Iggy Pop. Sein letztes Album „Post Pop Depression” mit Joshua Homme ist atemberaubend!

AFL: Danke für das Interview Ruffy und Segs!

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