Keele aus Hamburg spielen Alternative-/Postpunk- und veröffentlichen mit Meinetwegen ihr mittlerweile drittes Album über Rookie Records. Zwischen dem letzten Album Kalte Wände liegen sieben Jahre und eine Pandemie. Letztere war auch der Grund für die lange Pause. Es kam zu mehreren Umbesetzungen. Aus zwei Gitarren wurden eine und aus einer Stimme mittlerweile drei. So hat sich natürlich zwangsläufig der Musikstil geändert, wenn man auch bei den Wurzeln bleibt. Mit den drei Stimmen wagt man sich jedoch bewusst aus der Komfortzone. Das Album ist sehr druckvoll gehalten, die Texte behandeln sehr metaphorisch persönliche Themen, zum Teil auch ironisch. So zum Bieposiel bei Von Gestern, das bewusst Themen wie das richtige Pronomen aufgreift und die Position der Ewiggestrigen einnimmt, um diese auf die Schippe zu nehmen. Übrigens gleichzeitig auch mein Anspieltipp.
Auf den 10 Songs hört man schon sehr deutlich die Einflüsse heraus, Love A, Leto, Turbostaat, das sind Namen, die man mögen muss, wenn einem auch Keele gefallen soll. Nicht, dass die Band eine Kpoie dieser Bands sein soll. Sie sind schon sehr eigenständig. Aber seien wir ehrlich: wer erfindet Zweisechsundzwanzig das Rad unbedingt neu. Das Album knallt jedenfalls sehr gut rein, hat nur leider ein kleines Manko: mit knapp 30 Minuten ist das Album auch sehr schnell wieder vorbei.
- Meinetwegen
- Von Gestern
- Kontur
- Chérie
- Schweig Mich Aus
- Keiner Hat Gefragt
- Antagonist
- 95 Grad
- Gesehen Und Vergessen
- Kontrolle
Aktuelle Tourdaten:
05.11.26 Hamburg, Hafenklang (Goldener Salon – Releaseparty) – Tickets: https://www.tixforgigs.com/de-de/Event/76695/keele-joe-astray-hafenklang-hamburg
17.11.26 Hannover, Café Glocksee (Eintritt frei)

















