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Dedication Records

In der Kategorie Platten der Woche stellen wir – das sind Jule, Fischi, Tobi und Brello – euch jeden Freitag ein paar Scheiben vor, die uns ganz besonders am Herzen liegen. Egal ob Klassiker oder Underground, ob Deutschpunk oder Post-Hardcore, Hauptsache es gefällt!

Eine Frage die ich mir relativ häufig Stelle: Warum sind Bands aus dem Norden Europas eigentlich in den meisten Fällen so überragend gut? Ernsthaft! The Baboon Show hatten wir ja bereits in dieser Kategorie, Honningbarna und Turbonegro auch. Und heute soll es um zwei weitere Bands aus nördlichen Gefilden gehen. Thema diese Woche: Garage Punk! Zum ersten hätten wir da die überragenden Columbian Neckties! Zum anderen das Frühwerk der Punk’n’Roll-Legenden The Hellacopters.

 

Columbian Neckties – Takeaway

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BDHW

Asche über mein Haupt! Auf die Dänen von Columbian Neckties bin ich erst im letzten Jahr aufmerksam geworden. Da haben Sie vor Sage und Schreibe 15 (in Worten: fünfzehn) Leuten im Keller einer Bar in Berlin gespielt. Wie mir zugetragen wurde waren es in Hamburg wohl noch weniger! Asche über euer Haupt!

Aber es soll hier ja nicht um Liveerlebnisse gehen, auch wenn die Dänen live der absolute Abbriss sind, sondern um Platten. Takeaway! Ein Garage-Punk’n’Roll-Brett von der ersten bis zu letzten Minute. Schneller Garage-Rock’n’Roll, bei dem es an allen Ecken und Enden ordentlich scheppert.

Zugegeben: Abwechslung klingt anders. Ein Rock’n’Roll-Brett jagt das nächste. Aber schmalzige Powerbaladen wäre auf Takeaway absolut fehlplatziert. Zwischen dem dancy Play with Myself, über das titelgebende Mitsingbrett Takeaway bis hin zum unfassbar schnellen Boogie Bitch bleibt definitiv kein Raum zum verschnaufen. Einfach eine großartige Platte!

 

The Hellacopters – Supershitty to the Max!

Wer die Hellacopters nur durch Hits wie By the Grace of God kennt, wird beim Anhören von Supershitty to the Max! wohl große Ohren machen.

„These are other kids. This is just an accident. Just a couple of wild punks out raising hell“

Mit diesem Zitat aus Texas Chainsaw Massacre 2 wird das Album eingeleitet – Und nie war eine Einleitung in der Retrospective treffender. Denn das was The Hellacopters hier abliefern hat nur am Rande mit dem gut produzierten Stadion-Punk’n’Roll zu tun, der schon auf der ein Jahr später erscheinenden Payin the Dues zu erahnen ist. Das musikalische Talent ist selbstverständlich schon hörbar vorhanden, aber die Supershitty to the Max ist roher, lauter und schneller. Just a couple of wild punks out raising hell!

Der Opener (Gotta Get Some Action) Now! dürfte einigen noch ein Begriff sein, aber auch Songs wie Didn’t Stop Us oder Such A Blast sind absolute Punkbretter, die eigentlich viel zu selten gewürdigt werden.

Selbst (oder gerade) wenn man mit den späteren Sachen der schwedischen Legenden wenig anfangen kann lohnt es sich definitiv in die Supershitty reinzuhören!

Demons Run Amok - Fest

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