Am Sonntag, den 26. Juli, ereignete sich während einer Aftershow von dem This Is Hardcore-Fest in Philadelphia (USA) ein folgenschweres Ereignis, das den oftmals hochgepriesenen Zusammenhalt innerhalb der Hardcore-Szene komplett widerspricht.

Schlagzeuger Tom Alderson eröffnete zunächst mit seiner Band Drown die Show für Subzero, Biohazard und Sand. Am späteren Abend des Konzertes wurde Tom so stark zusammengeschlagen und -getreten, dass er mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Dort verbrachte der junge Mann auch seinen 24-jährigen Geburtstag und liegt dort auch noch bis heute (Stand: 05. August). Tom Alderson befindet sich derweil nicht mehr in Lebensgefahr, doch die Verletzungen, die er davon getragen hat, sind schwerwiegend. Um Tom zu helfen und die Krankenhauskosten zu decken, kam seine Freundin auf eine Idee.

Solidarität für Tom Alderson

Um Tom Alderson‘s, der neben neben Drown noch bei Crosscheck und Nothing To Hide Schlagzeug spielt, Krankenhausaufenthalt zu bezahlen hat seine Freundin eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen. Nach sechs Tagen hat die Kampagne bereits knapp 25.000 Euro durch Spenden aufgebracht! Das ursprüngliche Ziel von 10.000 Euro wurde bereits nach zwei Tagen erreicht und ist somit jetzt schon um ein vielfaches übertroffen worden. Sämtliche Bands wie zum Beispiel Strife oder Hundreth zeigten sich über den Gewaltakt empört und riefen in Facebook zum Spenden auf oder trugen selbst was zur Deckung der Krankenhauskosten bei. Tom kann unter folgenden Link weiter unterstützt werden: http://www.gofundme.com/4c7qgw97qs

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„Schwarze Schafe“ in der Szene

Das zeigt, dass die sogenannte und oft besungene Unity innerhalb der Szene doch vorhanden sein muss. „Schwarze Schafe“ gibt es wohl leider in jeder Szene und Subkultur, weshalb es leider doch immer wieder zur „Eskapaden“ kommt. Wie sich die Tat ereignet hat gibt es hier im Anschluss!

Täter: Mitglieder der Bands Heavy Chains und Suburban Scum

Nach Aussage eines Freundes, der auch Toms Bandkollege bei Drown ist, soll sich die Tat wie folgt abgespielt haben: Tom Alderson soll demnach im Anschluss seiner eigenen Show im Pit mit Heavy Chains-Bandmitglied Ian Adams aneinandergeraten sein. Ian meinte, dass er ihn dort vorsätzlich verletzten wollte, wovon Tom jedoch zunächst keinerlei Notiz genommen hätte und die Show erst einmal normal weiter lief. Im späteren Verlauf der Show kamen Ian Adams und eine weitere Person, bei dem es sich um Suburban Scum-Sänger Ryan Taylor aka Karebear handelte, auf Tom zu, um ihn zu den angeblichen Vorkommnissen „zu Rede“ zu stellen. Dabei lockten sie ihn zu vermeidlichen Aussprache in ein Hinterraum, wo Ian dann Tom rücksichtlos auf übelste verprügelt haben soll, während Karebear daneben stand und zusah. Tom wurde später blutüberströmt und bewusstlos aufgefunden und anschließend mit schweren Verletzungen in die Notaufnahme gebracht.

Empörung innerhalb der Hardcore-Szene

Das extrem gewaltbereite, Vorgehen gegen Tom Alderson der beiden Täter löste innerhalb der Hardcore-Szene weltweite Empörung, Unverständnis und Wut aus. Gegen Heavy Chains und Suburban Scum läuft ein medialer Shitstorm und die besten Tage beider Bands dürften gezählt sein.

Heavy Chains sollte ursprünglich Supportband bei der diesjährigen Life & Death-Tour von Bands wie Backtrack, Bane und Turnstile quer durch den USA sein. Life & Death Tour-Veranstalter Backtrack gab unmittelbar nach dem Vorfall auf ihrer Facebook-Seite bekannt, dass Heavy Chains aufgrund der Vorwürfe nicht mehr Teil der Tour sein wird:

Mittlerweile hat die Band aufgrund der Shitstorm ihre komplette Facebook-Page gelöscht. Doch auch Suburban Scum erntet harsche Kritik. So wurde die Band aus dem Line-Up der diesjährigen Back-To-School Show genommen, wo unter anderem Trapped Under Ice nach mehr als zweijähriger Konzertpause zusammen mit vielen anderen Bands auftreten werden. Barebear war Co-Promoter der Veranstaltung. Nach den Geschehnissen wurden ihn sämtlichen Funktionen abgesprochen. Hier das Statement von den Back-To-School Veranstalter Gregory Falcheto der Band The Mongoloids:

Die Erlöse der Show fließen jetzt allesamt an Tom Alderson und dessen Gesundheit!

Schlimm, dass solche schwere Gewaltverbrechen geschehen! Klar man muss nicht mit jedem klar kommen! Man kann auch einmal mit jemand anecken, weil man nicht derselben Meinung ist. Hardcore/Punk ist schließlich keine Hippie-Kultur und es sicherlich auch nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Doch eine solche Tat, und Prügelei in diesem Ausmaß sind ABSOLUT unvertretbar und können nicht einmal in geringster Weise nachvollzogen werden! Hier noch der Song „The Real Enemy“ von Warzone der den Nagel auf den Kopf trifft! Wir halten euch in dem Fall auf jeden Fall hier in den Beitrag auf dem Laufenden!

Update 1 – 05. August, 18:30 Uhr

Suburban Scum hat sich zu den Vorfall geäußert. Auffallend ist, dass das Statement nicht von mutmaßlichen Mittäter Karebear signatiert ist!

We would like to express our deepest sympathy to Tom Alderson, his family, and his friends at this time. Although it is clear that little can change the trauma this situation has caused Tom, the people close to him, and the community at large, we would like to extend our support to Tom and his recovery. We do not condone senseless violence in our community. We are all a part of this scene because we feel passionate about this music and this culture. It is a place for people who don’t fit in to feel at home and it deeply saddens us that this situation has possibly changed that for some people.

The bottom line is this should not have happened. We can only hope that people who know Suburban Scum as a whole, know the people we are and that we are not the people we have been painted out to be in this situation.

Please click on the link below to help with Tom’s recovery.

Jeremy, Paul, Shawn & Dayn

Update 2 – 11. August: Tom’s Girlfriend

Thank you all again from the bottom of our hearts. The love and support is incredible and keeps us all positive and moving forward. Tom is making an incredible recovery. He is out of the hospital now and currently in a brain rehabilitation hospital. Everyday he does so much and remains determined. The recovery time is undetermined and it sure won’t be easy but with all that we have done and continue to do, along with his amazing strength, he’s got this.

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2015 als Solo-Projekt gestartet, ist AWAY FROM LIFE heute ein Team aus knapp 20 Freunden, die unterschiedlicher kaum sein könnten, jedoch durch mindestens diese eine Sache vereint sind: Der Leidenschaft für Hardcore-Punk. Diese Subkultur ist für uns kein Trend, sondern eine tiefverwurzelte Lebenseinstellung, etwas, das uns seit Jahren immer und überall begleitet. Hardcore-Punk bedeutet für uns, sich selbst zu entfalten. Dabei ist D.I.Y. für uns nicht nur eine Phrase: Wir probieren Sachen aus, lernen neues dazu und entwickeln uns weiter. Von der Szene für die Szene. Gerade deshalb hat es für uns oberste Prämisse, Personen aus dieser Subkultur zu supporten, die denken wie wir. Sei es Veranstalter, Labels oder Bands, unabhängig ihres Bekanntheitsgrad. Egal ob Hardcore-Kid, Punk, Skinhead oder sonst wer. Wir sind Individuen, einer großen Unity, die völlig zeitlos und ortsunabhängig existiert. AWAY FROM LIFE ist für uns ein Instrument diese Werte zu manifestieren und unser Verständnis für Hardcore-Punk auszuleben. Angefangen als reines Magazin, haben wir über die Jahre unser eigenes Festival, das Stäbruch, etabliert oder jüngst mit Streets auch eine Szeneplattform ins Leben gerufen, die für uns alle genutzt werden kann – genutzt für eine Sache, die uns verdammt wichtig ist: Hardcore-Punk!

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