Die Band Beartooth kündigte erst kürzlich das kommende neue Album Pure Ecstasy an. Nun verkündete der Frontmann Caleb Shomo und outet sich als stolzer, schwuler Mann. Das Statement liest sich wie folgt:

„In letzter Zeit gab es viele Spekulationen über mein Privatleben, und ich sehe mich verpflichtet, die Angelegenheit richtigzustellen, bevor sie diejenigen, die ich liebe, noch weiter belastet.

Ich bin ein stolzer schwuler Mann.

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Das ist etwas, womit ich mich in meinem Leben schon seit geraumer Zeit auseinandersetze und das ich immer wieder verarbeite.

Es war schwierig, die damit verbundenen Gefühle zu verarbeiten und herauszufinden, wie man mit dieser Tatsache umgehen soll.

Was meine Kunst / Beartooth angeht, habe ich immer danach gestrebt, von Album zu Album meinem tiefsten Inneren nachzugehen. Wie ihr vielleicht wisst, wenn ihr die Band in den Anfangsjahren verfolgt habt, gibt es vier sehr selbstironische Alben, die meine religiöse Erziehung, Depressionen, Selbsthass, Selbstverachtung und Hoffnungslosigkeit thematisieren. Ich bin dankbar für all diese Alben, schäme mich aber manchmal dafür, dass ich mir so lange nicht erlaubt habe, meine Wurzeln wirklich auszugraben.

Ich habe zehn Jahre lang meine Gefühle mit Alkohol betäubt, und ehrlich gesagt, als ich beschloss, damit aufzuhören und mich darauf zu konzentrieren, herauszufinden, warum ich mich so lange so gefühlt hatte, war das ein direkter Weg zur Versöhnung mit meiner Sexualität. Ich hoffe, dass ich dadurch letztendlich Selbstliebe erfahren werde. Bevor ich auch nur eine einzige Note oder einen Text für das kommende Album geschrieben habe, stand für mich fest: Was auch immer passiert, ich werde mich mit ganzem Herzen und in voller Pracht ausdrücken. Wohin es mich auch führt, ich werde ihm folgen und mich weigern, irgendetwas daran zu verwässern – weder die Musik noch die Texte oder die Art, wie ich mich präsentiere. Ich werde nur das tun, was mich zutiefst glücklich macht und was mich am ehrlichsten widerspiegelt. Ich glaube, es ist unmöglich, jeden Teil von sich selbst zu lieben, wenn man sich nicht jedem Teil direkt stellt.

Ich versuche endlich stolz auf mich selbst zu sein, und ich glaube, das ist ein wichtiger Teil dieses Weges.

Allen, die mir Liebe und Selbstbestimmung geschenkt haben, indem sie in meiner Gegenwart ein freies und offenes Leben geführt, die queere Community unterstützt oder mir einfach gesagt haben, dass sie mich lieben, wer immer ich bin, bin ich auf ewig zu Dank verpflichtet und ich hoffe, ihr wisst, was ihr mir bedeutet.

Ich möchte jeden, der mit sich selbst hadert, ermutigen, nachsichtig mit sich selbst zu sein. Habt Geduld mit euch. Seid ehrlich zu euch selbst. Geht die harte Arbeit an, anstatt alles so tief wie möglich zu verdrängen und zu denken, es würde sich dadurch ändern, so wie ich es getan habe.

Das Unterdrücken dieser Dinge schadet nur dir und den Menschen um dich herum.

Ich liebe euch alle, und hoffentlich ist dies ein Schritt in die richtige Richtung, um mich eines Tages selbst zu lieben.

Caleb Shomo“

Fleur Shomo, sie waren / sind seit vierzehn Jahren verheiratet, postete ebenfalls einige Stunde nach dem Coming-Out ihres Mannes, ein Statement:

„Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich das angehen soll, denn muss überhaupt etwas gesagt werden? Aber ich denke, ich fange einfach mal an“, schrieb Fleur am 23. Mai auf Instagram. „Die letzten Monate waren eine sehr verwirrende und schmerzhafte Zeit für uns beide. Aber ich werde Caleb immer lieben, beschützen und unterstützen wollen. Sein Wohlergehen lag mir über all die Jahre mehr am Herzen als alles andere auf der Welt.“

Auch wenn Fleur froh ist, dass Caleb sein wahres Ich leben kann, sprach sie auch offen über den Schmerz, den ihr das bereitet hat.

„Zu sehen, welche Verwirrung und welchen Schmerz er durchgemacht hat, all die Höhen und Tiefen, und helfen zu wollen, aber nicht zu wissen, wie“, erklärte sie. „Man wünscht sich für den Menschen, den man liebt, nichts sehnlicher, als dass es ihm einfach gut geht. Man fragt sich auch ständig, ob man ein schlechter Mensch ist, weil man sich fragt, was zum Teufel das für die eigene Welt bedeutet – und wegen der Wut, die man dabei empfindet.“

„Ich bin die einzige Person, die mit der Dualität dieser Situation fertig werden muss“, fügte sie hinzu. „Ihn zu unterstützen, während ich alles verliere, war unglaublich schwer zu bewältigen. Man kann den Menschen, den man liebt, durch die schwerste Zeit seines Lebens begleiten und ihn dabei unterstützen, während man selbst gleichzeitig völlig am Boden zerstört ist und sich selbst verliert.“

Fleur gab zudem die Trennung des Paares nach mehr als einem Jahrzehnt Ehe bekannt.

„Unsere fast 14-jährige Ehe war wunderbar und voller Spaß, Abenteuer und Liebe. Niemand wird jemals so viel über unsere Ehe wissen wie wir“, sagte sie. „Und niemand kann jemals wirklich wissen, wie tief die Liebe zwischen zwei Menschen ist, es sei denn, er ist einer dieser Menschen.“

„Ich vermisse es und meinen Mann schon jetzt mehr als alles andere“, gab Fleur zu. „Unsere Geschichte war eine gute. Und jetzt ist sie vorbei.“

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– Playlist: Happy Release Day

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