Hahaha, The Fags machen primitiven Punkrock wie Screeching Weasel, The Ramones oder Teenage Bottlerocket. Das liest man, wenn man die Band googelt. Und so eine geile Einschätzung liebe ich ja schon von Haus aus. Haha, Primitiv. Gegründet wurde die Band jedenfalls 2006 in Duggingen in der Schweiz. Anfänglich war das Ganze ein Zwei-Mann-Projekt, das sich mittlerweile aber zu dritt auf die Bühnen begibt. Nach einem Longplayer 2016 und diversen EPs ist jetzt die neue Platte No Matter What They Say erschienen. 12 Songs, deren Ernsthaftigkeit gegen Null geht. Keine Scham, kein Blatt vorm Mund und einfach lustig, niveaulos und so, wie es Funpunk machen sollte. Klar, ich könnte jetzt natürlich alles zerlegen, ob alles lyrisch so in Ordnung geht. Aber ich verstehe ein Augenzwinkern, wenn ich es sehe bzw. höre. Somit lasst uns lieber über eine lustige und absolut einfach gehaltene Platte sprechen.
Nach einem flotten Proud zum Auftakt, welches auch als Titelsong angesehen werden kann (No matter what they say im Chorus) schließt sich dann auch schon der Kreis zum ersten Album. Dort gab es den Song Godzilla. Und hier haben wir jetzt mit Tokyo einen, in meinen Augen legitimen Nachfolger. Heinz, bisch barrat?
Es geht dann auch mal eher schwer verständlich weiter, denn ganz ehrlich: Selbst für mich als süddeutsche Brut ist der Schweizer Dialekt schon mehr als schwer zu verstehen, wenn es in ein höheres Tempo geht. Abr do in Duggige isch es eifach schön 🙂 Wurscht. Weiter geht´s dann wieder auf Englisch und imer sehr flott. Das ist was, was ich auch an diesem dreckigen Drei-Akkorde-Punk einfach mag. Auch wenn sie Bonehead anhört, wie Bugs, Project 752 klingt wie Toy Boy. Idon´t care. Denn alles ist schön flott, nie künstlich in die Länge gezogen und immer irgendwie lustig, melodisch und frisch.
Zum Abschluss gibt es dann noch eine kleine Watschn auf Basel und schon sind wir durch ein absolut rundes Album durch. The Fags machen wirklich Spaß, das Ganze ist in einer sehr charmanten DIY-Art gemacht und ich könnte mir vorstellen, dass es auf einem Konzert der Schweizer sehr unterhaltsam zugeht. Ich hoffe, dass ich das irgendwann mal auschecken kann und verbleibe mit einem: Hat mir Spaß gemacht, und ich freu mich auf mehr davon.
















