Mudfight - Time For Revolution (Cover)
Mudfight - Time For Revolution (Cover)
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WTF Records

Die Einleitung zu dieser Review ist jetzt tatsächlich etwas, was mir persönlich wichtig ist und mich länger schon etwas stört. Denn leider ist es mir schon viele Jahre ein kleiner Dorn im Auge, dass im Punk-Sektor die Nachwuchsarbeit etwas zu wünschen übrig lässt. Egal wo, die guten Slots auf den Festivals haben die alten Bands, das Publikum ist im Schnitt locker Ü30 und die Bands, die neu gegründet nach kommen sind meistens von Ex-Mitgliedern anderer, älterer Gruppen.

Daher finde ich es unfassbar gut, dass hier aus Österreich mal eine Band kommt, die aus jungen Menschen Anfang 20 besteht und versucht, die jüngeren Generationen vom Punkrock zu überzeugen. Und jetzt bitte einfach nicht gleich wieder die Schiene fahren: Das ist kein Punk und blablabla… Nein, es ist Punkrock und genau wie Weed soll das als Einstiegsdroge wirken.

Mudfight nenn sich die fünf jungen Herren und sie bringen nun über SBÄM Records ihr erstes Album Time For Revolution auf dem Markt. Hier wird uns guter alter Pop-Punk geboten, der mit verschiedenen anderen Stilmitteln etwas moderner Gestaltet wurde und somit die 200er in die 2020er katapultiert.

Mudfight (Photo by Michael Wittig)
Mudfight (Photo by Michael Wittig)

Nachdem das Intro Time To Shine in die Platte eingeführt hat, kommt mit Another Boy der erste Song und ich bin sofort bei All Time Low. Auch die Videoauskopplung Baby! Hey! hält mich in dieser Schiene. Aber dann wird es interessant. Denn Revolution!Rock´n´Roll ist ein totaler Funk-Rock-Song, der tatsächlich eher wenig Punk in sich hat. Würde da eher in Richtung neuerer Green Day gehen. Und ein cooles Feature in Form von Brenna Red von The Last Gang ist auch am Start.

Danach geht es aber wieder recht poppunkig weiter und ich bleibe bei der Mischung aus All Time Low und Green Day. Bis hin zum Song Humanity, denn hier ist dann wieder ein klarer Ausreißer zu vermelden. Dieses Lied ist anders, klingt sehr erwachsen und ist musikalisch wohl eher Social Distortion meets Teenage Bottlerocket oder so. Der Track rockt sehr.

Alles in Allem sind die zehn Songs alle gut komponiert. Man merkt in jeder Sekunde, dass ein Plan dahinter steckt. Es wird nicht wild drauf los geschossen, sondern schon beachtet, dass man eine eigene Note und Wiedererkennungswert haben will und auch benötigt. Für mich ist Time for Revolution genau richtig. Wenn man jüngere Generationen für Punkrock begeistern will, dann ist das für mich so der beste Weg.

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