Victory Kid haben bereits Eindruck geschunden. Mit ihrem fetten und meist flotten Ska-Punk stechen sie in jeden Körper und lassen sowohl Kopf, als auch Beine nicht in Ruhe. Die neue Platte Catalyst ist bereits mit einigen Vorab-Singles groß angekündigt worden und jetzt erscheint die Scheibe über SBÄM Records. 13 Songs, bei denen einfach kein Ausfall ersichtlich ist. Eine gehörige Portion Poppunk, was teilweise auch an Goldfinger erinnert und immer gute Laune. So würde ich kurz und knapp die Musik der Band aus Los Angeles beschreiben.

Catalyst startet unspektakulär aber sehr amüsant, denn L´appel Du Vide ist ein rhythmischer und witzig klingender Song. Perfekt für einen Start in ein Album gewählt. Macht Spaß, hat sowohl Ska mit Bläsern dabei, aber auch geile Gitarren, die den Punk so richtig in Fahrt bringen. Überhaupt sind die Wechsel vom Ska zum Punk sehr gut verteilt. Das merkt man ganz speziell dann beim nächsten Song namens Escape our Fate. Erst Dubska, dann flotter Ska und dann sind einfach 3 Sekunden flotter Punk eingestreut, bevor es wieder Ska wird und dann durchstartet. Klingt jetzt kompliziert, ich weiß. Aber im Songwriting von Victory Kid verstecken sich immer wieder schnelle Wechsel in der Gangart und „a lot of Abwechslung“. Wie sie es in Fresh out the Oven eh besingen: Die Platte ist frisch aus dem Ofen und man sollte sie sich gleich in den Mund stopfen – rein metaphorisch gesprochen.

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Aber ich will gar nicht zu sehr einzelne Songs beleuchten denn, wie ich finde, ist hier das Album der Star. Mir ist nämlich durchaus bewusst, dass viele bei Ska-Punk sofort an die älteren Mad Caddies, Less Thean Jake oder Reel Big Fish denke. Victory Kid machen das aber wirklich anders. Der Aufbau ihrer Songs folgt nicht immer einem Schema F und auch die jeweiligen Stile sind irgendwie doch eigenständiger platziert, als bei den eben genannten Bands. Meistens sind die Ska-Parts halt wirklich Ska und die Punk-Teile sind einfach Punk. Gemischt wird das relative selten, sobald die Bläser kommen ist die Zerre aus. Sobald die Gitarre richtig einsetzt wird aber auch nicht dauern getrötet.

Somit bleibt zu sagen, dass Victory Kid mit Catalyst den Sommer eingeleitet haben. In beeindruckender Form und mit hoffentlich Nachdruck. Denn in meinen Augen haben sich die Jungs definitiv viel viel Aufmerksamkeit verdient.

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