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Christmas

Vizediktator begannen als Folkpunk-Duo in einer alten Fabrik von Berlin-Moabit, wo ein Künstlerkollektiv lebte. Mit Gleichgesinnten wurde danach die Band gegründet. Kinder der Revolution ist ihr Debütalbum und erscheint am 16. Februar 2018 über das Hamburger Label Sportklub Rotter Damm (SKRD) im Vertrieb von Indigo.

Was direkt auffällt: die Texte enthalten eine ganze Latte an Anspielungen auf die Ton Steine Scherben. So zum Beispiel bei Schall & Rauch: Wir sind geboren um kaputt zu sein. Im Original natürlich Wir sind geboren um frei zu sein (aus: Wir müssen hier raus, vermischt mit Macht kaputt, was euch kaputt macht). Oder bei Hamburg schmerzt als letzte Zeile Nur der Traum ist aus oder Sind wieder 2 von Milliarden bei Halleluja, eine Übernahme aus ebenfalls aus Wir müssen hier raus). Weitere Anspielungen gibt es auf Fehlfarben (Ritalin & Alltag). Als musikalischer Gast ist Stefan von Kolari beim Track Stimme der Verfolger vertreten.

Musikalisch ist Ton Steine Scherben und Rio Reiser schon richtig, mit etwas mehr Indie-Rock nahe am Punk, die Folk-Roots immer im Ohr mit dabei. Die Texte sind sehr gut gelungen, insbesondere Stimme der Verfolger, der das Thema Flüchtlinge und Alltagsrassismus bearbeitet und Kreuzbergs Scherben, eine bittere Replik auf die Gewaltexzesse an 1. Mai (1,2,3,4 Bullen sind dabei/Wenn wir unseren Kiez vollkotzen/Hier am ersten Mai).

Ein tolles Debütalbum, da gibt es nix zu meckern. Nur zu entdecken…

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Titelliste

  1. Hollywood Europa
  2. Schall & Rauch
  3. Stimme der Verfolger(feat. Stefan von Kolari)
  4. Halleluja
  5. Das letzte Haus
  6. Kreuzbergs Scherben
  7. Kinder der Revolution
  8. Porta Romana
  9. Tränen im Gesicht
  10. Hamburg schmerzt!
  11. Ritalin & Alltag
  12. Stadt aus Gold

 

Tourdaten

Quelle: Facebook
Vizediktator (Pressebild)
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BEWERTUNG
Vizediktator
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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf Blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc (Archivversion: http://archive.iamhavoc.de/) veröffentlicht seine Beiträge aber jetzt hier,

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