You got it inside you, go got that poison.” (Song: Poison)

Angel Du$t’s Debutalbum A.D. gehört zu den „Gute-Laune-Platten“ schlechthin des Jahres 2014. Punk, Pop, Hardcore. Meist schnell, aber auch mal langsam. Es ist von allen etwas dabei, was für Spaß und Summer Feeling sorgt. Langweile gibt es sonst genug – hier ist der Partymodus-Schalter ganz klar auf an gestellt.

Die 11 pogotauglichen Songs sind meist kürzer als 1,5 Minuten und gerade mal einer kratzt über die 2 Minuten Grenze, weshalb die Scheibe leider auch nur eine Spielzeit von einer knappen Viertelstunde aufweist.

Überraschend war es für mich, als ich erst nach ein paar Wochen nach Bandentdeckung erfuhr, dass es sich bei dem Sänger, um den Trapped Under Ice Frontmann Justice handelt. Das ist doch recht schwer auszumachen. Während Justice bei TUI, wie in einer Hardcore-Band dieses Kalibers, mehr brüllt, schreit und einen aggressiven Grundton an den Tag liegt, überrascht er bei seinen neuen Projekt Angel Du§t mit einer schönen Stimmfarbe und klarer, popiger Stimme. Ich dachte sonst immer Hardcore-Sänger kennen sowas wie Noten und richtiges Singen nicht… Justice sorgt damit für einen schönen Kontrast zu dem meist schnellen Hardcore-Punk. Weiterhin setzt sich die Band aus Mitgliedern von Diamond Youth und den aufstrebenden Turnstile zusammen. Es sind hier also keine Neulinge am Werk, was man an dem Album natürlich sofort merkt!

Zwischen den schnellen Songparts gibt es zwischendurch immer wieder langsamere Tempoverschärfungen, bevor danach wieder richtig Fahrt aufgenommen wird, um den Schlussspurt einzuleiten. Ein weiteres Charakteristika des Album sind die einfach gehaltenen, kurze Liedtexte, die den Hörer somit geradezu eingehämmert werden. Ganz im Stile der Ramones mit „second verse the same as the first”. Hinzu kommt zwischendruch mal ein trällern, ein “la la la” (Song: Stepping Stone), oder eben “third verse the same as the first”, wobei es soweit dann doch meistens gar nicht kommt, da der Song dann schon längst zu Ende ist.

Let It Rot, Poison und Stepping Stone, zu welchen auch ein Video veröffentlicht wurde, finden bei mir besonders hohen Anklang. Der letzte Song Set Me Up ist ein schönes Stück, welches mit einen weiblichen Gastauftritt am Mic für besondere Abwechslung sorgt.

Das Album wurde im Sommer 2014 auf React Records und Reaper Records als CD und 12“ veröffentlicht. Im März/April ist die Band wieder einmal auf Europa-Tour. Termine gibt es wie immer im Show-Kalender. Live machen die Jungs ganz sicher auch höllisch Laune!

Anspieltipp: Poison, Let It Rot, Stepping Stone
Genre: Pop-Punk, Hardcore-Punk
Für Fans von: Turnstile, Trapped Under Ice

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