- Werbung -
Scheisse Minnelli

Bereits 2017 haben die Landshuter Bouncin B.C. ihr zweites Album veröffentlicht. Der Nachfolger von Circus of Life aus dem Jahr 2013 trägt den Titel Flowers and Death. Fünf Jahre mussten Fans auf neue Songs warten, das Quintett war aber nicht untätig. Zahlreiche Shows waren zu spielen, viel Bier war zu vernichten und ein neuer Gitarrist musste auch gefunden werden. Mit Johnny haben sie definitiv einen guten Fang gemacht.

Musikalisch haben Bouncin B.C. in dieser Zeit ordentlich an Qualität zugenommen und ballern nun mit Flowers and Death 11 neue Songs raus, die kaum einen Wunsch unerfüllt lassen. Hier gibt es energiegeladenen Sound mit abwechslungsreichen Elementen von Metal bis Crossover – im Herzen aber immer noch Punk! 

Bouncin B.C.

Mit Withering Away ist ein fantastischer Opener gelungen, der zunächst überall hinführen könnte. Erst beim zweiten Song setzt Sänger Ferdinand mit seiner whiskeygeschwängerten Stimme ein. Begleitet von einem schnellen Gitarrenriff und einer noch derberen Zweitstimme wirkt das Ganze erstmal ziemlich derb und wütend, die Stimmung klart zum Refrain und spätestens mit dem folgenden Song deutlich auf. Barstool Habits erinnert mich im ersten Moment an den typischen Danko Jones Sound und macht mit seinen Crowd Shouts ordentlich gute Laune. Dem steht auch Strike Back in Nichts nach! Weiter geht’s mit Bottomless Pit und hier geben die Landshuter nochmal ordentlich Gas. Gitarrist Christian überrascht an dieser Stelle mit seinen Shouts, die außerordentlich gut zum düsteren Soundgewand des Tracks passen. 

Ska können die fünf Freunde übrigens auch – und das sogar auf Deutsch. Ponyhof ist in Landshuts Szene inzwischen zu einer Hymne geworden! Das war’s dann aber auch schon wieder mit fröhlichen Ausschweifungen. Die folgenden Songs geben sich wieder gewohnt laut und wütend. Undead Army überzeugt mit einem Riff, dass sich direkt in meinen Gehörgang brennt – diesen Ohrwurm bekomm ich so schnell wahrscheinlich nicht mehr los. Selbiges gilt für den Refrain von Way To Nowhere. Mit Teddy Smith wird’s dann wieder dank der Sprechgesangeinlage von Basser Johannes etwas experimentell – Eintönigkeit kann man Bouncin B.C. definitiv nicht vorwerfen. 

Thoughts klingt wie ein typischer letzter Song des Abends. Der Gesang kommt hier klarer als auf dem Rest der Platte und die Melodie ist einfach herrlich. Da freue ich mich direkt auf das nächste Konzert, auf dem ich gerne wieder schunkelnd mitgröhlen möchte! Doch es folgt noch ein weiterer Song: Brainless. Hierzu gibt’s auch ein Video, welches die Message richtig gut vermittelt… schaut am Besten selbst rein, das Video findet ihr am Ende des Beitrags! 

Bouncin B.C. liefern mit Flowers and Death ein wahnsinnig abwechslungsreiches und doch insich stimmiges Album ab. Verschiedene Stilelemente verleihen den Songs eine gewisse Einzigartigkeit, weswegen hier vermutlich jeder sein eigenes Highlight finden kann! Ausgefeilte Gitarrenriffs und gut platzierte Crowd Shouts ziehen sich allerdings durch’s ganze Album und sorgen für den nötigen Wiedererkennungswert. Bleibt nur zu hoffen, dass wir auf das nächste Album nicht weitere fünf Jahre warten müssen….

Demons Run Amok - Fest

1 Kommentar

Beitrag kommentieren

Kommentar eingeben
Name eingeben