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Captain’s Diary – Zeitraffergeschichten ::: Review (2007)

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Captain’s Diary heißt eigentlich Sebastian Müller und kommt aus Oberhausen. Ein Singer&Songwriter der schon seit 1999 sein Unwesen treibt. 2002 und 2007 erschienen zwei englischsprachige Platten im Eigenvertrieb (neudeutsch: DIY). Das dritte Album Niemals jedem recht folgte 2011 via Retter des Rock Records, immerhin im Vertrieb von Rough Trade. Diesem ersten deutschsprachigen Album folgte 2014 Als Munition Die Illusion, ebenfalls auf Retter des Rocks. Tanz auf Ruinen übernahm die LP-Version. Dazwischen war mehr: über 400 Konzerte soll der Liedermacher gespielt haben, unter anderem mit Jupiter Jones (würg), Madsen (Doppelwürg), aber auch mit Groovie Ghoulies und Rasta Knast. Nicht zuletzt trat er mit Senore Matze Rossi auf. Dieser holte ihn dann auf sein eigenes Label Dancing in the Dark Records. Dort erscheint nun sein tatsächlich fünftes Album, das dritte deutschsprachige und auch das dritte nicht selbst veröffentlichte. Es hört auf den schönen Namen Zeitraffergeschichten und erscheint am 13. Oktober 2017. Neben der CD-Version kommt auch noch das Vinyl über Tanz aus den Ruinen. Die Releaseshow findet natürlich in Oberhausen statt.

Ich hatte die Möglichkeit vorher reinzuhören und zwar schon vor Monaten. Mit dem Review sollte ich mir aber Zeit lassen. Daher hatte ich die Möglichkeit mich intensiv mit dem Album zu befassen, was ich natürlich nicht genutzt habe 😉 Aber ich hab es mehrfach gehört. Ein großer Liedermacherfan, auch wenn mein MoL-Review dies nicht so ganz bestätigt, habe ich m9ich auch direkt wohlgefühlt. Es dürfte kein Zufall sein, dass Senore Matze Rossi den nicht mehr ganz so jungen Mann unter vertrag genommen hat, denn sowohl Musikstil als auch Timbre, Gesangsstil und Themenauswahl passen recht genau auf Rossis eigenes Werk.Für den Sound des Albums ist Kurt Ebelhäuser (Adam Angst, Frau Potz…) verantwortlich.

Anspieltipps sind Höchstens gut gemeint, Ich kann das nicht und Hinter mir. Besonders letzteres entwirft eine schöne Kulisse: der Protagonist erblickt im Stau hinter sich eine Frau, die Bear’s Dens Don’t let the sun steal you away mitsingt und reflektiert die gemeinsame Verbundenheit in diesem Moment. Zu schönen Bildern kommt ein Freiheitsdrang, den man auch schon von Senore Matze Rossi kennt: Frei sein, kein Roboter, nicht auf Knopfdruck funktionieren können (Ich kann das nicht), es einfach satt haben (Ich hab es satt)… Prägend dabei der Refrain von Herzen auf Zungen: Die an Wände geschmierte Lebensweisheit „Krone richten, weitergehen. Ich will lieber verrückt als einer von euch sein.“ Direkt darunter steht: „Na immerhin, ich glaub, das hat geklappt.“ Auch Was übrig ist ist ein starker Song gegen Homophobie: „John Lennon hatte recht. Don’t hate what you do not understand.“

Ein wirklich tolles Album ist es geworden. Nach meiner Kaufempfehlung gibts noch drei Videos und die Tourdaten…

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Tourdaten

13.10.2017 – Oberhausen, Druckluft (Releaseshow mit Band)
27.10.2017 – Cuxhaven, Döser Börse
28.10.2017 – Bielefeld, noch jemand
29.10.2017 – Bremerhaven, Findus
30.10.2017 – Hamburg, Bauwagenm
30.10.2017 – Berlin, Maxim (20 Uhr)
31.10.2017 – Leipzig, Wohnzimmerk
01.11.2017 – Helmbrechts, Filmwerk
02.11.2017 – Augsburg, Ballonfabrik
03.11.2017 – Trier, Tante Guerilla Re
04.11.2017 – St. Wendel, JJ´s Pub

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